Ultra-Trail World Tour: Tarawera Ultramarathon

Jim Walmsley beim Tarawera Ultramarathon, Neuseeland © UTWT

Am anderen Ende der Welt ist die Ultra-Trail World Tour schon wieder in vollem Gange und mit dem Tarawera Ultramarathon in Neuseeland stand eine ganz besondere Veranstaltung auf dem Programm. Von Beginn an wurde das Rennen von einer Gruppe passionierter Trailrunner organisiert und macht die Veranstaltung zu einem Traum und Highlight im Rennkalender jedes Ultraläufers. Heuer gab es einige Veränderungen, einschließlich der Kreation eines 100 Milers. Hauptevent ist jedoch die 102k Distanz, die zur UTWT zählt und bei der traditionell zahlreiche Elitestarter an der Startlinie stehen.

Harte Bedingungen und Richtungswechsel zum Jubiläum

Bei regnerischem, aber warmem Wetter und schwierigen Kursbedingungen nutzten die Amerikaner Kelly Wolf und Dylan Bowman ihre famose Grundschnelligkeit um die Frauen- und Männerfelder zu dominieren.  Sie gewannen damit den Tarawera Ultramarathon 2018 auf Neuseelands Nordinsel.

Neun Jahre führte die Route von Westen nach Osten zwischen den Städten Rotorua und Kawerau auf der Nordinsel Neuseelands. Heuer machte der Tarawera Ultramarathon eine Kehrtwende und wechselte die Richtung. Dadurch musste das schnelle, leicht laufbare Gelände in der ersten Hälfte des Rennens absolviert werden. Im zweiten Teil ging es dann an den hügeligen und technischen Abschnitt. Mehrmalige Tarawera-Läufer waren sich einig, dass diese neue Richtung, die bergaufwärts verläuft, der viel härtere Weg ist.

24 Stunden vor dem Start brach ein Tropensturm über die Gegend herein und sorgte für viel Regen. Schlamm, rutschige Felsen und Wurzeln und überflutete Trails machten die technische zweite Hälfte des Rennens zur wahren Herausforderung.

Kelly Wolf siegt bei den Frauen

Bei den Frauen haben die Amerikanerin Kelly Wolf und der zweimalige Tarawera-Champion Ruby Muir das Rennen der Frauen von Beginn an schnell gemacht. Das Paar führte das Feld in nur 42 Minuten an die erste Verpflegungssation bei Kilometer 10,5. Das Paar blieb noch einige Zeit zusammen aber bereits bei Kilometer  41 war Kelly alleine unterwegs. Die restlichen 61k demonstrierte die Amerikanerin ihre Stärke und lief alleine und souverän ihrem ersten internationalen Sieg entgegen.

Amanda Basham versuchte auf den ersten Kilometern dem Führungsduo zu folgen und rückte bei Kilometer 41 auf die zweite Position vor, die sie bis zur Ziellinie halten konnte. Erika Lori folgte mit beträchtlichem Abstand auf Platz 3.

2018 Tarawera Ultramarathon Women’s Results

  1. Kelly Wolf (Under Armour) — 10:08:45
  2. Amanda Basham (Altra Running) — 10:17:38 
  3. Erika Lori — 10:53:20
  4. Courtney Pratt — 11:11:29
  5. Lou Clifton — 11:19:59
  6. Emilie Tan — 11:32:40
  7.  Sue Crowley — 12:32:38
  8. Amber Philp — 12:36:30
  9. Pia O’Connor — 12:44:52
  10. Karen McMorrow — 12:45:01

Spannung im Männerrennen

Beim Rennen der Männer ging es wie erwartet heiß her. Die Spitzengruppe passierte nach nur 37 Minuten VP1 bei Kilometer 10,5. Ein wahres Höllentempo für ein 100k Rennen. Hier führte der Amerikaner Cody Reed das Feld an. Kurz darauf folgten der Australier Vlad Shatrov, der Amerikaner Dylan Bowman und der Neuseeländer Sam McCutcheon.

Bei Kilometer 26 bildete sich ein Führungstrio mit Reed, Shatrov und Bowman. Etwa bei Kilometer 50 musste Shatrov abreißen lassen. Bowman kam mit den schwierigen Streckenbedingungen im zweiten Abschnitt am besten zurecht und machte im Anschluss einige Minuten auf Reed gut. Am Ende überquerte er nach 8:27h bereits zum zweiten Mal als Sieger die Ziellinie des Tarawera Ultramarathon.

2018 Tarawera Ultramarathon Men’s Results

  1. Dylan Bowman (The North Face) — 8:27:41
  2. Cody Reed (Under Armour) — 8:36:34
  3. Sam McCutcheon (Altra Running) — 8:45:16
  4. Vaidas Žlabys (Compressport) — 9:03:46
  5. Kyle Greig — 9:20:28
  6. Vlad Shatrov (Salomon Running) — 9:22:20
  7. Martin Kern — 9:35:35
  8. Andy Good — 9:42:48
  9. Kunaal Rajpal — 10:01:00
  10. Tim Hitchcock — 10:01:22

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