Laufsocken: Ein Überblick

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Es gibt sie in kurz, knöchelhoch und lang, in weiß, schwarz oder auch bunt. Manchmal sind sie nur hauchdünn, andere wiederum sind verstärkt, kühlend oder auch wärmend – die Rede ist von unseren Laufsocken, die wir meistens absolut stiefmütterlich behandeln und dennoch einen sehr hohen Stellenwert haben. Nur die wenigsten unter uns können von sich behaupten, dass sie immer ohne Socken auskommen. Aus diesem Grund möchten wir dieses Kleidungsstück näher beleuchten und einmal die möglichen Unterschiede aufzeigen. Da die Socke in ihrer Funktion ein sehr subjektives Thema ist, beleuchten wir dieses Thema so wertneutral wie nur möglich!

Sockenarten

Schon bei der ersten Überschrift wird uns eigentlich bewusst, wie diffizil dieses Thema doch eigentlich ist. Beginnt die Unterscheidung dieses Kleidungsstücks doch schon bei der Begrifflichkeit. Wir reden von der Socke und meinen oftmals einen Strumpf und umgekehrt. Der Strumpf wird oftmals als Synonym für eine Socke verwendet, kann aber im Einzelfall etwas ganz anderes bedeuten.

Als erstes wollen wir nun auf die verschiedenen Längen eingehen:

Zehensocken

Wie der Name bereits verrät, werden bei diesen, vergleichbar mit einem Handschuh, die Zehen einzeln umhüllt. In der Funktion einer konservativen Socke sind diese beim Laufen eher selten zu finden. Erwähnenswert sind dabei die Socken von Injinjiii, die es in verschiedener Ausführung und in frecher Farbgestaltung gibt. Mehr Informationen darüber erhält man unter www.gofreeconcepts.de. Diese spezielle Bauweise ist auch bei den Minimal- oder Barfußschuhen oftmals vertreten. So sind dafür die bekannten Modelle der Vibram FiveFingers gute Beispiele.

Sneakersocken

Diese umhüllen den kompletten Fuß und reichen bis knapp unter den Außenknöchel. Die Minimalisten unter den Socken bedecken den Fuß nur an Stellen, an denen Schweiß entsteht. Viele Läufer genießen gerade in den Sommermonaten die luftige Freiheit an den Beinen, so dass sich die Sneakersocken großer Beliebtheit erfreuen. Andere Zeitgenossen jedoch stören sich an der bauartspezifischen Kante unterhalb des Knöchels, die manchmal zu leichten Hautirritationen beim Laufen führen kann.

Socken

Der eigentliche Namensgeber dieses Bekleidungsstückes reicht bis oberhalb des Außenknöchels und der Achillessehne und ist vermutlich am häufigsten in Gebrauch. Diese sind der Kompromiss zwischen den luftigen Sneakersocken und den auch weit verbreiteten Kniestrümpfen. Beim Trailrunning werden diese häufig in Verbindung mit Stulpen getragen. Aber dazu später mehr. Während es beim Straßenlauf keine größeren Nachteile gibt, so kann es beim Lauf über Stock und Stein aufgrund der niedrigen Ausführung zu unangenehmen Begegnungen mit kleinen Sträuchern oder Dornen führen.

Kniestrümpfe

Die Kniestrümpfe reichen bekannterweise bis knapp unters Knie. Ohne weitere Funktion sind diese eher selten vertreten. Größere Verbreitung finden diese im Zusammenhang mit der Kompressionsfunktion, die wir im folgenden Kapitel näher erläutern.

Stulpen (Calf)

Stulpen sind eine Sonderform der Beinkleider. Diese beginnen oberhalb der Knöchel und enden unterhalb der Knie. Zumeist vereint mit einer Kompressionswirkung sind diese die ideale Ergänzung zu Socken. Dadurch kann man während eines langen Laufes, je nach persönlicher Befindlichkeit, zwischen den Funktionsweisen von Socken und Kniestrümpfe wechseln. Gerade in den Morgenstunden schätzen viele das wärmende Gefühl hoher Beinkleider, wogegen man diese in den Mittagsstunden sehr leicht abstreifen kann.

Materialien und Funktionsweise

Noch vor zwei Jahrzehnten waren Baumwollsocken das Maß aller Dinge. Mittlerweile sind sowohl die Materialien als auch die Zusammensetzung sehr vielfältig. Gerade im Winter und auch im Sportbereich findet Merinowolle ihre Anhänger. Aber gerade bei den Sportsocken sind Mischgewebe aus Baumwolle in Verbindung mit Chemiefasern wie zum Beispiel Polypropylen oder Polyamid in verschiedenen Anteilen am weitesten verbreitet. Hinzu kommen speziell verwendete Fasern mit denen die Hersteller zum Beispiel mit einer kühlenden oder auch wärmenden Funktion werben. Viele Funktionssocken enthalten spezielle Verstärkungen zum Beispiel an der Achillessehne um diese zu stabilisieren. Auch an anderen Stellen sind diese mittlerweile stark verbreitet und sollen dadurch ein eventuelles Umknicken verhindern und vor Bandverletzungen schützen. Diese Schutzmechanismen sind aber oftmals wissenschaftlich nicht nachweisbar, so dass man hier von einem Placeboeffekt sprechen kann. Ebenso verhält es sich mit der oft angepriesenen Kompressionswirkung verschiedener Hersteller. Die einen schwören auf diesen Effekt, wieder andere lehnen diese versprochene Wirkung als Hokuspokus kategorisch ab.

Kompressionswirkung bei Strümpfen

Nachweislich helfen Kompressionsstrümpfe in der Medizin bei der Thromboseprophylaxe und werden als medizinisches Hilfsmittel durch die Ärzte verordnet. Dabei bauen diese Strümpfe durch die besondere Herstellung einen bestimmten Druck auf das Bein auf, der eine stärkere Durchblutung der Adern und Venen im Bein fördert. Dieser bestimmte Druck ist dabei je nach Stärke in verschiedenen Klassen eingeteilt. Doch was passiert, wenn man diese gewonnenen Erfahrungen auf den Sportbereich ummünzt. Zu Beginn zeigten sich die meisten Läufer noch sehr skeptisch, als 2003 Paula Radcliff in Gummistrümpfen mit Kompressionswirkung den London Marathon gewann. Ob Radcliff diesen Marathon auch ohne Kompressionswirkung in neuer Rekordzeit gewonnen hätte oder nicht, darüber lässt sich streiten. Dennoch war dies der beginnende Siegeszug der Kompressionsstrümpfe.

Laufsocken im Vergleich

Wir haben die neuesten Produkte der rennomiertesten und beliebtesten Sockenhersteller unter die Lupe genommen, anprobiert und ausgiebig im Praxiseinsatz getestet. Hier geht es zu den Ergebnisse:

Laufsocken von A bis Z

Noch mehr Infos und einen tollen Überblick über alles was es bezüglich Socken zu wissen gibt liefert euch Christian Mayer im Socken ABC