Trailschuh-Glossar: Fachbegriffe einfach erklärt - xc-run.de Trailrunning

Trailschuh-Glossar: Fachbegriffe einfach erklärt

Auch wenn wir in unseren Testberichten versuchen, nicht zu technisch zu werden, lassen sich einige Fachbegriffe wie Drop, Außensohle oder Rock Plate nicht vermeiden. Besonders Einsteiger können hier schnell den Überblick verlieren. Unser Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe verständlich.

Heel-to-Toe Drop (Drop oder Sprengung)

Der Heel-to-Toe Drop bezeichnet den Höhenunterschied zwischen Ferse und Vorfuß eines Schuhs. Bei Trailschuhen variiert der Drop derzeit von 0 bis 12 mm.

  • Läufer, die an klassische Straßenlaufschuhe mit 8–12 mm Sprengung gewöhnt sind, können bei Schuhen mit sehr niedriger Sprengung Probleme in der Wade bekommen.

  • Viele Trailschuhe haben moderate Drops zwischen 4 und 8 mm.

Insiderwissen: Je steiler und technischer das Gelände, desto niedriger sollte der Drop sein, um im Downhill den „Stöckelschuheffekt“ zu vermeiden.

Stollen / Profil

Das Profil beschreibt die Höhe der Noppen an der Unterseite der Sohle.

  • Straßenlaufschuhe haben meist ein flaches Profil.

  • Trailschuhe besitzen in der Regel 3–6 mm tiefe Stollen, bei schlammigen Bedingungen können es bis zu 8 mm sein.

Insiderwissen: Die Stollentiefe sagt nichts über den Grip aus – dafür ist die Gummimischung der Außensohle verantwortlich.

Midsole (Zwischensohle)

Die Zwischensohle ist die dämpfende Schicht zwischen Fuß und Außensohle.

  • Sie kann minimal dünn oder bis zu 3 cm dick sein.

  • Bei leichten Temposchuhen ist die Zwischensohle oft dünn und relativ hart, um ein direktes, reaktives Laufgefühl zu erzeugen.

Insiderwissen: Die Midsole entscheidet maßgeblich über Komfort, Dämpfung und Vortrieb des Schuhs.

Outsole (Außensohle)

Die Außensohle ist die unterste Schicht des Schuhs, die den Boden berührt. Sie besteht meist aus Gummi oder gummiähnlichem Material.

Insiderwissen: Viele Hersteller kaufen Außensohlen von Drittanbietern wie Vibram, Continental oder Michelin ein. Das bedeutet: Schuhe verschiedener Marken können die gleiche Außensohle haben.

Rock Plate (Steinschutzplatte)

Die Rock Plate ist eine widerstandsfähige Schicht zwischen Außensohle und Zwischensohle, z. B. aus Kunststoff oder Carbon.

  • Sie schützt die Fußsohle vor spitzen Steinen oder Wurzeln.

  • Manche Rock Plates decken den ganzen Schuh ab, andere nur den Vorfuß.

Insiderwissen: Eine längere Rock Plate schützt besser bei alpinen Trails, kann aber das Gewicht erhöhen und das Laufgefühl verändern.

Protektion

Protektion umfasst alle Schutzmaßnahmen am Schuh:

  • Rock Plate

  • Verstärkungen am Obermaterial, z. B. am Zehenbereich

Insiderwissen: Mehr Protektion bedeutet nicht automatisch mehr Sicherheit oder Laufkomfort. Faustregel: Je alpiner das Gelände, desto mehr Protektion sollte ein Schuh bieten.

Zehenbox

Die Zehenbox ist der vordere Teil des Schuhs, in dem die Zehen Platz haben.

  • Schnelle, technische Schuhe haben oft schmalere Zehenboxen.

  • Ultraschuhe bevorzugen viele Läufer mit breiteren Zehenboxen für Komfort auf langen Strecken.

Insiderwissen: Hersteller wie Altra oder JoeNimble setzen bewusst auf breite Zehenboxen als Markenzeichen, um die natürliche Fußstellung zu fördern.

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