VK OPEN World Cup 2026: Deutsche und Österreicher dominieren das Finale - xc-run.de Trailrunning

VK OPEN World Cup 2026: Deutsche und Österreicher dominieren das Finale

Louis Dumas und Irina Chernova heißen die Gesamtsieger des VK OPEN World Cup 2026. Beim großen Finale am 17. Oktober in Dorfgastein sicherten sich beide die begehrten Titel. Die Tagessiege beim Beinhoat das Vertical gingen dagegen an Christof Hochenwarter aus Österreich und die Deutsche Sophia Reuss. Besonders erfreulich aus deutschsprachiger Sicht: Gleich vier der sechs Podestplätze beim Saisonfinale gingen an Athleten aus Deutschland und Österreich – tatsächlich waren es sogar fünf.

Österreichischer Dreifachsieg beim Beinhoat das Vertical

Steil, brutal und spektakulär: Das Beinhoat das Vertical in Dorfgastein machte seinem Ruf als eines der härtesten Vertical-Rennen alle Ehre. Auf gerade einmal 3,3 Kilometern mussten die Teilnehmer satte 1.200 Höhenmeter überwinden. Die Strecke führte entlang der Seilbahntrasse hinauf zur Bergstation Fulseck auf über 2.000 Metern. Bei perfekten Wetterbedingungen gingen insgesamt 335 Athleten an den Start. Lediglich vier Läufer erreichten das Ziel nicht.

Für die österreichischen Starter hätte das Finale kaum besser laufen können. Christof Hochenwarter setzte sich in beeindruckenden 39:33 Minuten durch und verwies seine Landsleute Paul Verbnjak (40:20 Minuten) und Nils Oberauer (40:59 Minuten) auf die weiteren Podestplätze. Der Franzose Louis Dumas musste sich mit Rang vier begnügen. Seine Zeit von 41:34 Minuten reichte allerdings aus, um sich zum zweiten Mal nach 2024 den Gesamtsieg im VK OPEN World Cup zu sichern.

Sophia Reuss und Evi Gudelius feiern deutschen Doppelsieg

Noch erfreulicher aus deutscher Sicht verlief das Rennen der Frauen. Sophia Reuss dominierte das Finale und sicherte sich in 48:16 Minuten den Tagessieg. Damit blieb sie als einzige Frau unter der Marke von 49 Minuten. Mit Evi Gudelius auf Rang zwei (49:55 Minuten) gelang den deutschen Vertical-Spezialistinnen sogar ein Doppelsieg. Das Podium komplettierte die serbische Vorjahreschampioness Sladjana Zagorac in 51:59 Minuten. Irina Chernova, die als neutrale Athletin (AIN) startete, belegte in 53:16 Minuten den vierten Platz. Für die Gesamtwertung sollte dieses Ergebnis allerdings entscheidend sein.

Dumas und Chernova sichern sich die Weltcup-Titel

Der VK OPEN World Cup wurde 2026 erstmals unter seinem neuen Namen ausgetragen. Die bisherige VK OPEN World Championships-Serie umfasste in dieser Saison neun Rennen in sieben Ländern auf vier Kontinenten. Besondere Bedeutung hatte das Finale in Österreich: Hier wurden doppelte Punkte vergeben. Für die Gesamtwertung zählten maximal drei Resultate – zwei reguläre Rennen sowie das Grand Finale.

Bei den Männern setzte sich Louis Dumas mit 332 Punkten durch. Der Ire Zak Hanna, der beim Finale Achter wurde, belegte mit 292 Punkten den zweiten Gesamtrang. Vitalii Chernov (AIN) komplettierte mit 264 Punkten das Podium. Dumas zeigte sich nach dem Rennen zufrieden. Obwohl er nicht in absoluter Topform gewesen sei, habe er sich auf der anspruchsvollen Strecke gut gefühlt. Besonders freute ihn, dass er den Titel erneut gewinnen konnte, ohne für seine Rennen um die halbe Welt reisen zu müssen. Deutlich knapper fiel die Entscheidung bei den Frauen aus. Irina Chernova profitierte von ihren beiden Saisonsiegen und sicherte sich mit 344 Punkten den Gesamtsieg. Sladjana Zagorac folgte mit lediglich zehn Punkten Rückstand auf Platz zwei. Für Chernova war der Titelgewinn der Höhepunkt ihrer ersten internationalen Wettkampfsaison.

Erfolgreiches Finale und internationale Bilanz

Mit 329 Athleten aus 21 Nationen, die im Laufe der Saison Weltcuppunkte sammelten, zieht der internationale Skyrunning-Verband ISF eine positive Bilanz. Der Auftakt erfolgte am 7. März auf Madeira, bevor die Serie unter anderem in Andorra, Japan, Kanada, den USA und Kolumbien Station machte. Für die deutschsprachige Vertical-Szene endete die Saison mit einem eindrucksvollen Ausrufezeichen: Österreich stellte das komplette Männerpodium, Deutschland feierte einen Doppelsieg bei den Frauen. Während Dumas und Chernova die Weltcup-Trophäen mit nach Hause nehmen, dürften vor allem die Leistungen von Hochenwarter und Reuss beim Saisonfinale in Erinnerung bleiben.

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