Gletscher Trailrun 2026 in Gurgl setzt neue Maßstäbe - xc-run.de Trailrunning

Gletscher Trailrun 2026 in Gurgl setzt neue Maßstäbe

Der Gletscher Trailrun in Gurgl hat mit seiner neunten Auflage neue Maßstäbe gesetzt. 1.100 Teilnehmer aus 34 Nationen sorgten für einen neuen Melderekord, während Benedikt Ritter und Edith Zell die Königsdisziplin über 62 Kilometer gewannen. Neben hochklassigem Sport überzeugte das Event mit Festivalcharakter, nachhaltigen Initiativen und dem Ausblick auf eine spektakuläre Premiere im Jubiläumsjahr 2027.

Rekordbeteiligung auf hochalpinen Trails

Der Gletscher Trailrun in Gurgl hat seine Erfolgsgeschichte eindrucksvoll fortgeschrieben. Mit 1.100 Athletinnen und Athleten war die neunte Auflage der Veranstaltung so früh ausgebucht wie nie zuvor. Läuferinnen und Läufer aus 34 Nationen machten das „Diamond of the Alps“ erneut zum internationalen Treffpunkt der Trailrunning-Szene und sorgten für beste Stimmung auf den spektakulären Strecken zwischen 2.000 und 3.000 Metern Höhe.

Nachdem bereits der Stuiben Trailrun im Mai einen gelungenen Saisonauftakt im Ötztal gefeiert hatte, bestätigte nun auch der Gletscher Trailrun den anhaltenden Boom des Trailrunnings. Sämtliche Hauptbewerbe über 14, 26, 42 und 62 Kilometer waren restlos ausgebucht. Selbst Teilnehmer aus Kolumbien, Südafrika und Mexiko nahmen die Reise nach Gurgl auf sich.

Benedikt Ritter und Edith Zell gewinnen die Königsdisziplin

Sportlicher Höhepunkt war erneut der anspruchsvolle Gletscher Trail 62K mit rund 3.600 Höhenmetern. Bei den Herren setzte sich Benedikt Ritter durch und sicherte sich den Sieg auf der längsten Distanz.

Bei den Damen triumphierte die Ötztaler Lokalmatadorin Edith Zell. Nach ihrem Erfolg beim Stuiben Trailrun im Mai feierte sie damit bereits ihren zweiten großen Heimsieg innerhalb weniger Wochen. Da Zell ihren gewonnenen Startplatz für den Northland Yangshuo 100 in China bereits über den Stuiben Trailrun gelöst hatte, darf nun die zweitplatzierte Lara Emmrich dank der Kooperation zwischen Ötztal Tourismus und Northland China im kommenden Jahr ebenfalls beim renommierten Rennen in Asien an den Start gehen.

Hochkarätiges Teilnehmerfeld und starke Lokalmatadoren

Das Starterfeld war erneut hochklassig besetzt. Mit Athleten wie Andreas Schindler, Benedikt Ritter und dem deutschen Skibergsteiger Finn Hösch war die nationale Trailrunning-Elite vertreten.

Auch zahlreiche bekannte Gesichter aus dem Ötztal überzeugten. Rund zehn Prozent aller Teilnehmer hatten bereits beim Stuiben Trailrun im Mai die Trails unsicher gemacht und entschieden sich für das Trailrunning-Doppel im Ötztal.

Besonders stark präsentierten sich erneut die Lokalgrößen Edith Zell, ihr Ehemann Stefan Zell sowie Matthias Klotz auf der anspruchsvollen 62-Kilometer-Strecke. Auf der 14-Kilometer-Distanz sorgten zudem die Südtiroler Geschwister Samuel und Sofia Demetz für starke Leistungen.

Ein emotionales Highlight lieferte einmal mehr Irina Spira. Die 1944 geborene Läuferin stand nach ihrem erfolgreichen Auftritt beim Stuiben Trailrun erneut beim Top Mountain Run an der Startlinie und bewies eindrucksvoll, dass Trailrunning keine Altersgrenzen kennt.

Mehr als ein Rennen: Festival für die Trailrunning-Community

Längst versteht sich der Gletscher Trailrun nicht mehr ausschließlich als Wettkampf. Bereits am Freitag eröffnete die Trailrunning Night das Wochenende mit einem Expertenvortrag von BASEFIVE rund um Training, Regeneration und Ernährung. Im Anschluss begeisterte der Film „Running via Alpina“ von Susann Lehmann und Magdalena Kalus das Publikum. Lehmann war persönlich vor Ort und absolvierte anschließend selbst den 42-Kilometer-Wettbewerb.

Auch der Nachwuchs rückte stärker in den Mittelpunkt. Der WIDI Trailrun wurde erstmals bereits am Freitag ausgetragen und mit einem neu eingeführten Kindersporttag kombiniert.

Für eine besondere Premiere sorgte schließlich das erste offizielle Eisbaden auf der Hohe Mut Alm, bei dem zahlreiche Teilnehmer ihre müden Beine nach dem Rennen im kalten Wasser regenerierten.

Nachhaltigkeit und starke Unterstützung im Hintergrund

Auch abseits der Wettkämpfe setzte die Veranstaltung wichtige Akzente. Die Finisher-Medaillen wurden erneut von der Lebenshilfe Umhausen gefertigt und standen damit symbolisch für gelebte Inklusion.

Für einen reibungslosen Ablauf sorgten rund 125 freiwillige Helferinnen und Helfer, Bergretter sowie Einsatzkräfte, die entlang der Strecken für Sicherheit und Versorgung verantwortlich waren.

Eventvideo

 

Jubiläum 2027 mit neuer 100-Kilometer-Distanz

Die Vorfreude auf die zehnte Ausgabe ist bereits groß. Zum Jubiläum kündigten die Veranstalter für 2027 erstmals eine 100-Kilometer-Distanz an und erweitern damit das Angebot um eine weitere hochalpine Herausforderung.

Die Termine stehen bereits fest:

  • Stuiben Trailrun: 27. bis 30. Mai 2027
  • Gletscher Trailrun: 22. bis 25. Juli 2027

 

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