Der Hardrock 100 2026 wurde zur Demonstration zweier Ausnahmeleistungen. Ludovic Pommeret und Courtney Dauwalter dominierten den legendären Ultratrail durch die San Juan Mountains nahezu von Start bis Ziel und stellten jeweils neue Streckenrekorde auf. Während Pommeret seinen dritten Hardrock-Sieg in Folge feierte, gewann Dauwalter den Klassiker bereits zum vierten Mal.
Pommeret verbessert eigenen Streckenrekord
Der Hardrock 100 zählt zu den prestigeträchtigsten und anspruchsvollsten Ultratrails der Welt. Auf rund 164 Kilometern und mehr als 10.000 Höhenmetern führte die diesjährige, im Uhrzeigersinn verlaufende Strecke erneut durch die hochalpine Bergwelt der San Juan Mountains in Colorado. Trotz mehrerer Waldbrände in der Region konnte das Rennen nach einer kurzfristigen Entspannung der Rauchentwicklung planmäßig stattfinden.
Bei den Männern bestimmte Ludovic Pommeret von Beginn an das Geschehen. Der Franzose übernahm früh die Führung und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Nach intensiver Vorbereitung mit mehreren Trainingsrunden auf der Originalstrecke ließ der inzwischen 50-Jährige der Konkurrenz keine Chance.
Nach 21:11:36 Stunden erreichte Pommeret erneut den berühmten Hardrock-Felsen in Silverton und verbesserte seinen eigenen Streckenrekord um knapp 22 Minuten. Es war bereits sein dritter Hardrock-Erfolg in Serie – eine beeindruckende Demonstration von Konstanz und Erfahrung auf einem der härtesten Ultratrails der Welt.
Jimmy Elam überzeugt mit Rang zwei
Lange Zeit schien Tom Evans der größte Herausforderer Pommerets zu sein. Der UTMB- und Western-States-Sieger hielt sich zunächst auf Rang zwei, musste das Rennen jedoch nach der Hälfte aufgrund von Höhenproblemen vorzeitig beenden.
Davon profitierte Jimmy Elam, der sich mit einem gleichmäßigen Rennen auf den zweiten Platz vorarbeitete und diesen bis ins Ziel souverän verteidigte. David Ayala komplettierte nach einer starken zweiten Rennhälfte das Podium und verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um einen Rang.
Dauwalter setzt erneut Maßstäbe
Auch das Frauenrennen entwickelte sich zu einer Machtdemonstration. Courtney Dauwalter führte das Feld praktisch vom Startschuss an und zeigte einmal mehr, warum sie als eine der erfolgreichsten Ultraläuferinnen der Geschichte gilt.
Die Amerikanerin lag zwischenzeitlich deutlich unter ihrer bisherigen Rekordmarke, musste in der Schlussphase zwar leichte Magenprobleme überstehen, brachte den Vorsprung jedoch souverän ins Ziel. Nach 26:03:10 Stunden verbesserte sie ihren eigenen Streckenrekord auf der diesjährigen Laufrichtung um mehr als acht Minuten und feierte ihren vierten Sieg bei vier Hardrock-Starts.
Arnold glänzt bei Hardrock-Debüt
Hinter Dauwalter überzeugte insbesondere Careth Arnold. Die Amerikanerin lief bei ihrer ersten Hardrock-Teilnahme ein kontrolliertes Rennen und sicherte sich in 30:32:31 Stunden souverän Rang zwei.
Tara Dower komplettierte das Podium. Nur 13 Tage nach ihrem sechsten Platz beim Western States 100 kämpfte sie sich trotz eines Sturzes und mehrerer körperlicher Probleme bis ins Ziel und unterstrich damit eindrucksvoll ihre enorme Ausdauer.
Ergebnisse Hardrock 100 2026
Männer
| Platz | Athlet | Zeit |
|---|---|---|
| 1 | Ludovic Pommeret (Frankreich) | 21:11:36 |
| 2 | Jimmy Elam (USA) | 23:48:56 |
| 3 | David Ayala (USA) | 24:28:17 |
Frauen
| Platz | Athletin | Zeit |
|---|---|---|
| 1 | Courtney Dauwalter (USA) | 26:03:10 |
| 2 | Careth Arnold (USA) | 30:32:31 |
| 3 | Tara Dower (USA) | 33:02:04 |