Oberaudorf Trail Festival 2026: Niegemann gewinnt die 100-km-Premiere – starke Rennen auf fünf Distanzen - xc-run.de Trailrunning

Oberaudorf Trail Festival 2026: Niegemann gewinnt die 100-km-Premiere – starke Rennen auf fünf Distanzen

Fünf Distanzen, rund 1.400 gemeldete Trailrunner und erstmals mehr als 100 Kilometer: Das Oberaudorf Trail Festival 2026 sorgte am ersten Oktoberwochenende für hochklassigen Trailsport rund um Oberaudorf. David Niegemann und Melanie Lenz holten die Premierensiege auf dem OTF 100, während unter anderem Suman Kulung, Carmen Kaar, Andrea Prandi, Karin Hahn, Finn Hösch und Julia Rath auf den weiteren Strecken triumphierten.

Premiere auf der 100-Kilometer-Distanz

Das Oberaudorf Trail Festival hat 2026 noch einmal deutlich aufgerüstet. Erstmals stand mit dem OTF 100 (XXL) eine Distanz jenseits der 100-Kilometer-Marke auf dem Programm. Rund 104 Kilometer und etwa 5.000 Höhenmeter warteten auf die Teilnehmer. Gestartet wurde bereits am Freitagabend an der DYNAFIT Speed Factory in Kiefersfelden.

Bei den Männern schrieb David Niegemann das erste Kapitel in der Siegerliste des neuen Rennens. Der Deutsche setzte sich nach 12:14:30 Stunden durch und gewann mit deutlichem Vorsprung. Johannes Stimpfle erreichte nach 12:57:24 Stunden als Zweiter das Ziel. Rang drei ging an Tobias Fritz von SALTY Trailrunning in 13:08:11 Stunden. Dahinter folgten Fabian Rupprecht (13:35:04) und Lars Schweizer (14:37:05).

Bei den Frauen feierte Melanie Lenz einen starken Premierensieg. Mit 13:06:27 Stunden erreichte sie das Ziel sogar als eine der schnellsten Teilnehmer des gesamten Feldes. Sonja Kinna belegte in 13:53:42 Stunden Rang zwei, Sarah Napiwotzki vom Craft Elite Run Team Germany komplettierte das Podium in 14:46:28 Stunden. Stefanie Scherer und Lara Rheinemann folgten auf den Plätzen vier und fünf.

Wendelstein Ultra: Suman Kulung vor Milan Kulung

Auf dem Wendelstein Ultra (XL) über rund 56 Kilometer entwickelte sich an der Spitze ein starkes Rennen. Suman Kulung aus Nepal setzte sich schließlich in 5:43:21 Stunden durch. Nur 7:48 Minuten später folgte Milan Kulung in 5:51:09 Stunden.

Den dritten Platz sicherte sich Benjamin Klein vom SC Ainring in 5:57:50 Stunden. Mathias Heitauer wurde Vierter, Mikolaj Klimczak belegte Rang fünf.

Deutlich enger ging es bei den Frauen zu. Carmen Kaar aus Österreich gewann nach 6:47:44 Stunden. Nur 6:04 Minuten dahinter erreichte Aurora Bosia vom Team DYNAFIT das Ziel. Auch Eva Sperger blieb mit 6:59:02 Stunden noch unter der Sieben-Stunden-Marke und sicherte sich Platz drei. Celina Jelinek und Isabell Otto komplettierten die Top fünf.

Sudelfeld Trail: Bodner mit deutlichem Vorsprung

Auf dem Sudelfeld Trail (L) über rund 43 Kilometer war Josef Bodner eine Klasse für sich. Der Österreicher gewann in 3:48:36 Stunden und hatte im Ziel mehr als 16 Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten Nico Markgraf (4:05:01). Lukas Mangger aus Italien lief in 4:11:47 Stunden auf Rang drei.

Der im Vorfeld ebenfalls stark eingeschätzte Johannes Dörr belegte in 4:15:12 Stunden Platz vier, Jakob Hochradl wurde Fünfter.

Bei den Frauen entwickelte sich dagegen ein enger Kampf um den Sieg. Carola Fischer setzte sich schließlich in 5:26:56 Stunden durch. Theresa Zahorka vom PTSV Rosenheim fehlten als Zweite lediglich 5:07 Minuten. Rang drei ging an Amelie Hohenleitner von SALTY Trailrunning in 5:38:48 Stunden. Christina Friedl und Lisa Winkler folgten auf den weiteren Plätzen.

Brünnstein Speed: Prandi schlägt Namberger

Prominent besetzt war der Brünnstein Speed (M) über rund 24 Kilometer. Mit Hannes Namberger stand schließlich auch einer der international erfolgreichsten deutschen Ultraläufer an der Startlinie – den Sieg schnappte sich allerdings ein Italiener.

Andrea Prandi vom Team DYNAFIT benötigte 2:00:10 Stunden und verwies Namberger um 3:11 Minuten auf Rang zwei. Namberger erreichte das Ziel nach 2:03:21 Stunden. Maximilian Zeus von der LG Telis Finanz Regensburg komplettierte in 2:05:54 Stunden das hochklassige Podium. Clemens Blassnig und Christian Röttger belegten die Plätze vier und fünf.

Bei den Frauen ging der Sieg an Karin Hahn von Chiemgau Endurance. Ihre Siegerzeit: 2:26:42 Stunden. Anna Michel vom Salomon Running Team folgte in 2:33:28 Stunden auf Platz zwei, Anna Weidel wurde in 2:41:44 Stunden Dritte. Lena Kues und Greta Lochmann komplettierten die Top fünf.

Hocheck Short: Hösch und Rath ganz vorne

Auch auf der kürzesten Distanz wurde schnell gelaufen. Beim Hocheck Short (S) über rund 12 Kilometer dominierte Finn Hösch die Männerkonkurrenz. Mit 52:45 Minuten blieb er als einziger Läufer unter 58 Minuten und hatte im Ziel exakt sechs Minuten Vorsprung auf Sebastian Lange vom Scarpa Trail Youth Team.

Der erst 18-jährige Tscheche Šimon Souček von Dynafit CZ lief in 1:02:02 Stunden auf den dritten Gesamtrang. Tim Hickl und Felix Hierold folgten auf den Plätzen vier und fünf.

Bei den Frauen gewann Julia Rath vom DYNAFIT Trailhero Team in 1:06:58 Stunden. Fatima Urigüen aus Spanien wurde in 1:12:21 Stunden Zweite. Rang drei sicherte sich Christina Weichmann von SALTY Trailrunning in 1:13:51 Stunden. Lea Straub und Randy Martinez belegten die Plätze vier und fünf.

Die Sieger des Oberaudorf Trail Festival 2026

Distanz Männer Frauen
OTF 100 (XXL) David Niegemann – 12:14:30 Melanie Lenz – 13:06:27
Wendelstein Ultra (XL) Suman Kulung – 5:43:21 Carmen Kaar – 6:47:44
Sudelfeld Trail (L) Josef Bodner – 3:48:36 Carola Fischer – 5:26:56
Brünnstein Speed (M) Andrea Prandi – 2:00:10 Karin Hahn – 2:26:42
Hocheck Short (S) Finn Hösch – 52:45 Julia Rath – 1:06:58

Alle Ergebnisse

 

Gelungene Premiere für die Königsdistanz

Mit der neuen 100-Kilometer-Strecke hat das Oberaudorf Trail Festival sein Angebot 2026 nach oben erweitert. Gleichzeitig zeigte das Wochenende, wie unterschiedlich die sportlichen Herausforderungen beim OTF inzwischen sind: vom schnellen Hocheck Short über die Mitteldistanzen bis hin zum langen Abenteuer des OTF 100.

Sportlich sorgten vor allem die Premierensiege von David Niegemann und Melanie Lenz auf der XXL-Distanz für die Schlagzeilen. Dazu kamen internationale Siege durch Suman Kulung und Andrea Prandi sowie ein stark besetztes Podium beim Brünnstein Speed mit Hannes Namberger und Maximilian Zeus.

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