Die Red Bull Cyborg Season 26 entwickelt sich immer mehr zu einem der beeindruckendsten Ultra-Endurance-Projekte des Jahres. Extremläufer Arda Saatçi stellt sich dabei einer außergewöhnlichen Herausforderung quer durch die kalifornische Wüste – live begleitet von Tausenden Zuschauern im Stream.
Schlafmangel und Gegenwind bremsen das Tempo
Nachdem Arda Saatçi in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag den Ort Trona hinter sich gelassen hatte, machten sich die Strapazen der ersten 200 Kilometer zunehmend bemerkbar. Nach einer kurzen Pause legte der Extremsportler zunächst eine längere Schlafeinheit von 75 Minuten ein, um seinem Körper dringend benötigte Regeneration zu ermöglichen.
Anschließend ging es nach einer weiteren Behandlung durch Physiotherapeut Gzim Ferizi zurück auf die Strecke. Um Kräfte zu sparen, setzte Saatçi auf wechselnde Lauf- und Gehintervalle entlang der stetigen Anstiege der Highway-Abschnitte 178 und Trona Road.
Erschwerend hinzu kam erstmals deutlicher Gegenwind, der seine Durchschnittspace zeitweise auf 10:30 Minuten pro Kilometer sinken ließ. Parallel analysierte Lauftrainer Lukasz Wolejko-Wolejszo anhand von Telemetriedaten und Telefonaten mit Saatçi fortlaufend die optimale Strategie für die kommenden Streckenabschnitte.
Extreme Hitze in der Mojave-Wüste
Mit Sonnenaufgang wurde die nächste Etappe zur zusätzlichen Belastungsprobe. Auf den unbefestigten und staubigen Straßen entlang des Highway 395 zwischen Red Mountain und Kramer Junction kletterten die Temperaturen auf bis zu 33 Grad Celsius.
Vor allem der lose Sandboden verlangte dem Athleten alles ab. Jeder Schritt kostete zusätzliche Energie, da permanent die Balance gehalten werden musste. Erst nach insgesamt 54 Stunden und 12 Minuten erreichte Saatçi schließlich die 300-Kilometer-Marke – und damit die Hälfte der gesamten Challenge.
„Dieser Sand-Part hat sehr viel Energie geraubt, weil du viel mehr Input reingeben musst, um die Balance zu halten. Die 300 Kilometer haben sich angefühlt wie 3.000“,
erklärte Saatçi kurz vor Sonnenuntergang.
Prominente Unterstützung im Livestream
Wie groß die Aufmerksamkeit rund um das Projekt inzwischen geworden ist, zeigt auch die Unterstützung prominenter Gäste im Livestream. Zahlreiche bekannte Persönlichkeiten verfolgen die Challenge täglich und feuern Arda Saatçi öffentlich an.
Mit dabei sind unter anderem Andreas Wellinger, Kenan Yıldız, Ermedin Demirović, Can Uzun sowie Alica Schmidt. Auch Musiker Luciano zeigte sich beeindruckt vom Durchhaltevermögen des Extremsportlers.
„Das ist wirklich crazy! Ich habe den größten Respekt vor dem, was er macht. Einer der Typen mit dem krassesten Mindset in ganz Deutschland – wenn nicht sogar in ganz Europa“, sagte Luciano im Stream.
Halbzeit einer außergewöhnlichen Herausforderung
Mit dem Erreichen der 300 Kilometer hat Arda Saatçi zwar einen wichtigen Meilenstein geschafft, die zweite Hälfte der Challenge dürfte jedoch mindestens genauso anspruchsvoll werden. Körperliche Erschöpfung, Hitze und Schlafmangel bleiben die konstanten Begleiter auf dem Weg durch die kalifornische Wüste.
Fest steht schon jetzt: Die Red Bull Cyborg Season 26 zeigt eindrucksvoll, wie weit mentale Stärke und absolute Disziplin einen Menschen bringen können.
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