Der Schnalstal Alpine Trail hat vom 30. Juli bis 1. August 2026 einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum er zu den anspruchsvollsten Trailrunning-Veranstaltungen der Alpen zählt. Auf den Distanzen Vertical, Ultra, Sky, Speed und Kids Run erwarteten die Teilnehmer steile Anstiege, technisch anspruchsvolle Trails und hochalpines Gelände rund um das Südtiroler Schnalstal.
Unwetter sorgen für kurzfristige Streckenänderung
Bereits vor dem Start stand das Organisationsteam um Rennleiter Dominik Hartmann vor einer großen Herausforderung. Nach heftigen Gewittern, Murenabgängen und instabilen Verhältnissen im Bereich Vent auf österreichischer Seite musste die ursprünglich geplante Ultra-Strecke kurzfristig angepasst werden.
Nach Rücksprache mit Bergrettung, lokalen Experten und Streckenverantwortlichen wurde der Ultra vollständig auf italienischem Staatsgebiet ausgetragen. Die neue Strecke führte über 51 Kilometer und 4.500 Höhenmeter. Zwar entfielen einige laufbare Abschnitte, der hochalpine und technisch anspruchsvolle Charakter des Rennens blieb jedoch vollständig erhalten.
„Der Schnalstal Alpine Trail besitzt einen ganz eigenen Charakter. Er ist wunderschön, aber niemals einfach. Dieses Jahr verlangte Flexibilität, Teamarbeit und Vertrauen in die Erfahrung unserer lokalen Partner. Wir sind stolz darauf, den Athleten trotz der Umstände ein sicheres und unvergessliches Rennen ermöglicht zu haben“, erklärte Rennleiter Dominik Hartmann.
William Boffelli und Kim Schreiber gewinnen den Ultra
Auf der neu gestalteten Ultra-Distanz setzte sich William Boffelli (Italien) souverän in 6:42:26 Stunden durch. Rang zwei belegte Andreas Reiterer (Italien) in 7:02:53 Stunden, gefolgt von Lukas Mangger (Italien) in 7:15:20 Stunden.
Bei den Frauen feierte Kim Schreiber (Deutschland) einen überzeugenden Sieg in 8:20:13 Stunden. Dahinter komplettierten Sophie Maschi (Italien) in 8:24:00 Stunden und Mari Wetterhus (Norwegen) in 8:32:00 Stunden das Podium.
Alex Oberbacher dominiert das Sky Race
Das Sky Race führte über 30 Kilometer und 2.200 Höhenmeter und bot hochklassigen Trailrunning-Sport in alpinem Gelände.
Den Sieg sicherte sich Alex Oberbacher (Italien) in 3:14:26 Stunden vor Wendelin Mörtendorfer (Österreich) in 3:19:35 Stunden und Johannes Wingenfeld (Deutschland) in 3:21:05 Stunden.
Bei den Frauen gewann Greta Haselrieder (Italien) in 3:37:27 Stunden vor Martina Cumerlato (Italien) und Lisa Madlener (Deutschland).
Julius Ott gewinnt das Vertical
Den Auftakt des Rennwochenendes bildete traditionell das Vertical über 8 Kilometer und 1.300 Höhenmeter.
Bei den Männern setzte sich Julius Ott (Deutschland) in 1:02:27 Stunden knapp gegen Johannes Nussbaumer (Österreich) und Alex Oberbacher (Italien) durch.
Den Frauenwettbewerb gewann Anna Hofer (Italien) in 1:17:37 Stunden vor Martina Cumerlato (Italien) und Astrid Steger (Deutschland).
Mehr als nur Podiumsplätze
Doch nicht nur die Sieger prägten das Wochenende. Der Schnalstal Alpine Trail lebt von seinem besonderen Charakter. Lange Anstiege, technische Downhills, wechselnde Wetterbedingungen und die Herausforderungen der Höhenlage verlangten den Teilnehmern alles ab.
Gerade beim Ultra zeigte sich einmal mehr, dass dieses Rennen weit mehr ist als eine sportliche Herausforderung. Entscheidungen bei Verpflegung, Renneinteilung und Material spielten ebenso eine wichtige Rolle wie mentale Stärke. Entsprechend emotional fiel auch der Empfang des letzten Ultra-Finishers aus – ein Sinnbild für die außergewöhnliche Atmosphäre der Veranstaltung.
Eines der anspruchsvollsten Trailrunning-Events der Alpen
Mit seiner Mischung aus hochalpinem Gelände, technischen Trails und spektakulärer Landschaft bestätigte der Schnalstal Alpine Trail auch 2026 seinen Ruf als eines der härtesten und zugleich schönsten Trailrunning-Events im Alpenraum.
Ein besonderer Dank der Veranstalter galt den zahlreichen freiwilligen Helfern, der Bergrettung, den medizinischen Teams, den Gemeinden, Grundeigentümern sowie allen Partnern und Unterstützern, die das Rennen möglich gemacht haben.