SOUL Trail 2026: Saisonauftakt der Trailrunning-Szene im Bayerischen Wald - xc-run.de Trailrunning

SOUL Trail 2026: Saisonauftakt der Trailrunning-Szene im Bayerischen Wald

Die Off-Season ist vorbei, die Saisonplanung läuft auf Hochtouren – und der perfekte Auftakt in die Trailrunning-Saison 2026 ist gemacht: Beim SOUL Trail am 18. April 2026 in Rusel bei Deggendorf fiel der Startschuss für ein neues Laufjahr voller Emotionen, Höhenmeter und Gemeinschaft.

Ansturm auf den Trail-Run auf der Rusel: Mit 1322 Starterinnen und Startern aus 31 Nationen hat der Soul Trail auf der Rusel ein Debüt hingelegt, das seinem Namen mehr als gerecht wird. Trailrunning zwischen Natur, Emotion und echtem Erlebnischarakter – und ein Saisonauftakt, der auf Anhieb internationale Strahlkraft entwickelt hat.

„Ein langer Tag, den man ewig in Erinnerung behalten wird“,

sagt Veranstaltungsleiter Daniel Gotsmich – und lächelt zufrieden, wenn auch sichtlich müde. Organisatorisch sei alles reibungslos verlaufen, „dank unseres super Teams sowie der großartigen Unterstützung von Bergwacht und Feuerwehr“. Entscheidend sei jedoch etwas anderes: „Die Teilnehmenden sind mit einem breiten Grinsen heimgefahren.“

Zuvor waren sie auf fünf Distanzen unterwegs: Beim Endurance Trail warteten 74 Kilometer und höllische 3.100 Höhenmeter, der Soul Trail war nicht viel weniger knackig (55 km/2.200 hm). Der Marathon Trail (38 km/1.760 hm), der Speed Trail (27 km/970 hm) und der Short Trail (14 km/350 hm) rundeten das Angebot ab – und machten das Event für Einsteiger wie ambitionierte Trailrunner gleichermaßen attraktiv.

Sportliche Highlights und Sieger

Soul Trail 2026 - Start 27k © © 2026 agentur siimple, all rights reserved.

Sportlich setzte die Premiere mehrere Ausrufezeichen – auch aus regionaler Sicht: Auf der 55-Kilometer-Distanz lief der Tittlinger Patrick Ehrenthaler (LG Passau) trotz eines frühen Verläufers in starken 4:55:44 Stunden zum Sieg. „Eine brutal schöne Strecke mit richtig guten Downhills“, so sein Fazit – verbunden mit „großem Respekt“ für das Organisationsteam. Bei den Frauen überzeugte Franziska Wallisch (RSC Waldkirchen) als Zweite in 6:15:08 Stunden und schwärmte von einem „wunderschönen Trail“, bei dem der Name Programm sei. Über 38 Kilometer setzte sich Thomas Wanninger (Viechtach) in 3:24:12 Stunden durch. Die längste Distanz dominierte der Ungar Patrik Unszorg, der die 74 Kilometer in 8:12:29 Stunden bewältigte. Bei den Frauen lief Lucy Glökler in 10:05:41 Stunden zum Sieg.

74 km Endurance Trail
Männer:

  1. Patrik Unszorg (8:12:29)
  2. Thomas Lechermann (SC Zwiesel, 8:27:12)
  3. Cyprien Brabant (LG Passau, 8:34:34)

Frauen:

  1. Lucy Glökler (10:05:41)
  2. Katharina Hennecke (10:27:12)
  3. Susanne Darr (TSG Ruhla, 10:36:53)

55 km Soul Trail
Männer:

  1. Patrick Ehrenthaler (LG Passau, 4:55:44)
  2. Martin Grill (FC Tiefenbach, 5:10:30)
  3. Florian Felch (5:18:08)

Frauen:

  1. Anke Schönberger (6:13:07)
  2. Franziska Wallisch (RSC Waldkirchen, 6:15:08)
  3. Marisa Reu (PTSV Rosenheim, 6:34:57)

38 km Marathon Trail
Männer:

  1. Thomas Wanninger (xc-run.de/WSV Viechtach, 3:24:12)
  2. Martin Pfeffer (3:36:13)
  3. Jürgen Mauritz (TV Sulzbach-Rosenberg, 3:45:44)

Frauen:

  1. Lisa Münsterer (4:15:18)
  2. Michaela Pilat (Tripower Wimberger Freistadt, 4:26:04)
  3. Katharina Henn (4:37:34)

27 km Speed Trail
Männer:

  1. Daniel Götz (2:10:13)
  2. Markus Mingo (Team XC-RUN.DE, 2:14:17)
  3. Marcel Geissler (2:17:57)

Frauen:

  1. Claudia Sieder (Team XC-RUN.DE, 2:24:45)
  2. Barbara Poxleitner (2:48:45)
  3. Julia Rohracker (SV Gendorf Burgkirchen, 2:50:32)

14 km Short Trail
Männer:

  1. Elia Rudolf (MERRELL, 1:04:50)
  2. Christoph Götz (Team EPO, 1:06:36)
  3. Daniel Schmid (1:06:52)

Frauen:

  1. Kathrin Schoßer (1:10:25)
  2. Franziska Fredl (XC-RUN.DE, 1:20:44)
  3. Katrin Reichwein (1:21:07)

Alle Ergebnisse

 

Feedback & Einordnung

Der Termin Mitte April erwies sich rückblickend als nahezu perfekt gewählt: schneefreie Trails, strahlender Sonnenschein und vor allem jede Menge glückliche Gesichter im Zielbereich prägten das Event. Ein Datum, das offensichtlich den Nerv der Szene trifft – und zahlreiche Läuferinnen und Läufer anzieht.

Mit über 1.300 Teilnehmenden katapultierte sich der SOUL Trail bereits bei seiner Premiere zum größten Trailrunning-Event im Bayerischer Wald – noch vor etablierten Veranstaltungen wie dem U.TLW (rund 1.000 Teilnehmende) oder dem Arberland Ultratrail.

Auch wenn die Strecken hinsichtlich Panorama und technischem Anspruch nicht mit Formaten wie dem U.TLW oder dem 3Kings3Hills vergleichbar sind, bieten sie gerade zum frühen Saisonzeitpunkt im April einen idealen Einstieg: laufbar, fordernd und für viele Athleten genau das richtige Maß an Herausforderung.

Dass die Strecken dennoch nicht zu unterschätzen sind, unterstreicht auch Sieger Thomas Wanninger:

„Eine extrem fordernde, schnelle Strecke. Gefühlt ging es permanent bergauf oder bergab.“

Organisatorisch präsentierte sich die Veranstaltung auf sehr hohem Niveau: gut ausgeschilderte Strecken, ausreichend Sanitäranlagen und eine trotz langer Schlangen zügige und reibungslose Startnummernausgabe. Auch die Zielverpflegung wurde von vielen Teilnehmern als gelungen und umfangreich wahrgenommen.

Kritisch diskutiert wurde neben der Platzierung der Verpflegungsstationen (z. B. gab es auf der 27k Strecke nur eine VP nach 20k) die relativ hohen Startgebühren: Im letzten Kontingent lagen diese z. B. bei rund 70 Euro für die 27k Strecke – ohne inkludiertes Startgeschenk, Nudelparty oder vergleichbare Zusatzleistungen. Ein Punkt, der bei manchen Teilnehmenden einen faden Nachgeschmack hinterließ.

Ein gelungener Start in die Saison

Trotz kleiner Kritikpunkte bleibt festzuhalten: Der SOUL Trail 2026 hat sich eindrucksvoll als neues Highlight im Trailrunning-Kalender für den Saisonauftakt etabliert. Die Rusel wurde für einen Tag zum Zentrum der Szene – und lieferte den perfekten Auftakt für eine vielversprechende Trailrunning-Saison.

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