Thermenmarathon Bad Füssing – Schnelle Beine zwischen Kurpark und Formtest - xc-run.de Trailrunning

Thermenmarathon Bad Füssing – Schnelle Beine zwischen Kurpark und Formtest

Wenn Trailrunner im Frühjahr plötzlich auf flachen Asphaltstrecken auftauchen, dann hat das meist einen guten Grund: Standortbestimmung. Der Thermenmarathon in Bad Füssing hat sich in den vergangenen Jahren genau dafür etabliert – als früher Formtest, als Reiz für die Grundschnelligkeit und als willkommene Abwechslung zum winterlichen Höhenmeter-Sammeln. Zwischen Kurpark, Inntal und der typisch niederbayerischen Landschaft wird hier nicht geklettert, sondern gedrückt. Und zwar ordentlich.

Was den Reiz der Veranstaltung ausmacht, ist die Mischung: hochklassige nationale Spitze, ambitionierte Hobbyläufer – und immer mehr bekannte Gesichter aus der Trail- und Berglaufszene. Die flachen, schnellen Strecken über 10 Kilometer und Halbmarathon gelten als ideal, um zu überprüfen, was die Winterarbeit wirklich gebracht hat.

Kurze Strecke, hohes Tempo: Die 10 Kilometer

Bei den Frauen setzte Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg) ein klares Ausrufezeichen. In 31:41 Minuten dominierte sie nicht nur ihre Altersklasse W35, sondern das gesamte Feld. Dahinter folgten zwei Athletinnen aus der Hauptklasse: Pia Schlattmann (LG Brillux Münster) in 33:04 Minuten und Linda Meier, die das Podium komplettierte.

Auch bei den Männern ging es richtig zur Sache. Elias Kolar (LG Telis Finanz Regensburg) gewann die Hauptklasse in starken 29:53 Minuten. Knapp dahinter: Tobias Prater (VfL Sindelfingen), nur fünf Sekunden zurück, und Bastian Mrochen, ebenfalls LG Telis Finanz Regensburg. Bemerkenswert aus Trail-Sicht: Johannes Nussbaumer (Asics Trail Team) lief mit 30:48 Minuten auf Rang fünf – ein klares Signal, dass auch auf der Straße ordentlich Speed vorhanden ist. Der Sieg in der M45 ging an Florian Neuschwander (PTSV Rosenheim), der mit 30:52 Minuten nur knapp unter der 31-Minuten-Marke blieb.

Halbmarathon: Podest der Trailrunner

Auf der Halbmarathondistanz zeigte sich ein ähnliches Bild: hohes Tempo, taktisch saubere Rennen und einige bekannte Namen aus dem Berg- und Trailrunning.

Bei den Männern gewann Hannes Namberger (M35) in 1:07:32 Stunden – kontrolliert, souverän und ohne Einbruch. Dahinter folgten Moritz auf der Heide (Turnerschaft Innsbruck / Salomon Running Team) in 1:08:46 Stunden und Johannes Löw (Salomon Running) in 1:09:19 Stunden. Drei Athleten, die sonst eher auf alpinen Pfaden und technischen Downhills zuhause sind, zeigten eindrucksvoll, wie wertvoll Straßenrennen für die Entwicklung der Grundschnelligkeit sein können.

Bei den Frauen setzte sich Verena Cerna (SSV Ulm 1846) in der W45 mit 1:20:39 Stunden durch. In der Hauptklasse lief Juliane Rößler (TG Viktoria Augsburg) auf Rang zwei gesamt, dicht gefolgt von Klara Popp (MaliCrew e.V.). Auch hier zeigte sich: Der Thermenmarathon ist längst mehr als ein klassischer Straßenlauf – er ist ein Treffpunkt der vielseitigen Laufszene.

Warum der Thermenmarathon für Trailrunner Sinn macht

Flach, schnell, ehrlich – genau deshalb ist Bad Füssing so beliebt. Keine Ausreden, keine technischen Spielereien, keine Höhenmeter, hinter denen man sich verstecken kann. Wer hier schnell ist, ist wirklich schnell. Für Trailrunner bedeutet das: ein messbarer Formcheck, ein Trainingsreiz für die Beine und ein wichtiger Baustein für die Saison.

Und vielleicht ist es genau diese Mischung aus Kurort-Atmosphäre, sportlicher Qualität und entspannter Organisation, die den Thermenmarathon inzwischen fest im Kalender vieler Offroad-Athlet:innen verankert hat. Schnelle Beine kann man schließlich nie genug haben – egal, ob später auf Asphalt oder auf dem Trail.

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