Stöcke

Trailrunning Stöcke: LEKI Ultratrail FX.One Superlite

Der LEKI Ultratrail FX.One Superlite gehört seit Jahren zu den spannendsten Wettkampfstöcken für ambitionierte Trailrunner. Der extrem leichte Carbon-Faltstock kombiniert minimales Gewicht mit kleinem Packmaß und dem speziell fürs Trailrunning entwickelten Trigger-Shark-System. Für die aktuelle Generation hat LEKI das bewährte Konzept nicht grundlegend verändert, sondern an zwei entscheidenden Details nachgebessert.

Technische Daten

Gewicht: 139 g (bei 120 cm)
Längen: Fixlängen
Länge zusammengeklappt: 35 cm (bei 120 cm)
Material: High-End Carbon
Rohrdurchmesser: 14 mm
Griffsystem: Trail Trigger Shark
Einsatzbereich: Wettkampf / Trailrunning
Ultratrail FX.One SL © leki.com

Link zum Artikel

Praxistest: Einsatz auf Trails

Bereits beim ersten Kontakt wird deutlich, warum der Ultratrail FX.One Superlite seit Jahren zu den beliebtesten Wettkampfstöcken im Trailrunning gehört. Der extrem schlanke Carbon-Schaft wirkt trotz seines geringen Gewichts steif und hochwertig. Im Gelände sorgt diese Kombination für eine ausgesprochen direkte Kraftübertragung und ein sehr effizientes Handling. Genau diese Eigenschaften machen Fixlängen-Faltstöcke vor allem für Wettkampfläufer interessant, bei denen geringes Gewicht und schnelles Verstauen im Vordergrund stehen.

Das Prunkstück bleibt das Trail Trigger Shark System. Die Schlaufe sitzt eng an der Hand und überträgt die Kraft direkt ins Zentrum des Stocks. Dadurch muss der Griff beim Abdruck nicht permanent aktiv umklammert werden. Gerade bei längeren und steilen Anstiegen ergibt sich daraus eine sehr effiziente Kraftübertragung. Alternativ zur Schlaufe kann auch ein passender Trigger-Shark-Handschuh verwendet werden. Eine zusätzliche Nase am Griff bietet zudem eine zweite Griffoption und ermöglicht eine präzise Führung. Das Shark-System zählt gerade für ambitionierte Läufer zu den effizientesten Möglichkeiten, die Kraft auf den Stock zu übertragen.

Für die aktuelle Generation hat LEKI vor allem an zwei Stellen nachgebessert. Auffälligste Neuerung ist der sogenannte Speed Up Ring. Dieser sitzt genau an der Stelle, an der das untere Segment in das obere Griffsegment eingeschoben wird. Eine kleine Änderung mit großer Wirkung: Der Stock lässt sich nun deutlich leichter auseinanderziehen. Gerade nach längerem Gebrauch konnte es beim Vorgänger vorkommen, dass sich die Segmente durch Korrosion etwas festsetzten. Da Feuchtigkeit und Korrosion zu den größten Problemen bei Faltstöcken gehören, ist diese unscheinbare Änderung in der Praxis durchaus relevant.

Die zweite Optimierung fällt auf den ersten Blick nicht auf. In der Vergangenheit war es mitunter etwas schwergängig, die Einfädelkordel der Trigger-Shark-Schlaufe über den Dorn am Stock zu ziehen. Insbesondere beim Ausklinken blieb man hier schon mal hängen bzw. musste man viel Kraft aufwenden. Hier hat LEKI nachgebessert. Das Zusammenspiel zwischen Schlaufe und Aufnahme funktioniert beim aktuellen Modell deutlich harmonischer und macht schnelle Wechsel im Wettkampf noch einfacher.

Ansonsten bleibt der Ultratrail FX.One Superlite erfreulicherweise das, was er bereits vorher war: ein kompromissloser Wettkampfstock. Das geringe Gewicht ist nach wie vor phänomenal und macht sich nicht nur beim aktiven Stockeinsatz bemerkbar, sondern auch beim Transport am Rücken, Laufgürtel oder im Quiver. Das Falten und Aufbauen über das Push-Button-System funktioniert schnell und zuverlässig. Mit einem Packmaß von nur 35 Zentimetern lässt sich der Stock problemlos an nahezu jeder modernen Laufweste verstauen.

Auch der schlanke Rohrdurchmesser erweist sich dabei als Vorteil. Während sich das Tragen des ausgefalteten Stocks aufgrund des dünnen Schafts anfangs etwas ungewohnt anfühlt, liegen die gefalteten Segmente ausgesprochen angenehm und sicher in der Hand.

Wichtig ist allerdings die klare Einordnung des Einsatzbereichs. LEKI weist ausdrücklich darauf hin, dass der Ultratrail FX.One Superlite gewichtsoptimiert und für den Wettkampf konzipiert ist. Er ist kein Stock für den täglichen Trainingsbetrieb oder den Einsatz im exponierten alpinen Gelände. Das passt auch zu unserer grundsätzlichen Einschätzung: Carbon bietet gegenüber Aluminium Vorteile bei Gewicht und Steifigkeit, während Aluminium bei intensiver Dauernutzung die robustere Alternative sein kann.

Fazit

LEKI erfindet den Ultratrail FX.One Superlite nicht neu – und das war auch gar nicht notwendig. Stattdessen wurden genau die Details optimiert, die uns beim Vorgänger im Langzeiteinsatz aufgefallen waren. Der neue Speed Up Ring erleichtert das Auseinanderziehen der Segmente und die überarbeitete Trigger-Shark-Aufnahme macht das Ein- und Ausklicken spürbar geschmeidiger.

Geblieben sind das extrem geringe Gewicht, die hohe Steifigkeit, das hervorragende Packmaß und vor allem die ausgezeichnete Kraftübertragung des Trigger-Shark-Systems. Damit ist der Ultratrail FX.One Superlite nach wie vor genau das, was sein Name verspricht: ein kompromisslos leichter Performance-Stock für ambitionierte Trailrunner und den Wettkampfeinsatz.

Wer mit dem Trigger-Shark-System gut klarkommt und einen möglichst leichten Faltstock für den Renntag sucht, kommt am LEKI Ultratrail FX.One Superlite nach wie vor kaum vorbei.