Im letzten Artikel unserer Serie „Trailrunning mit Hund“ ziehen wir uns nun die Startnummer über. Immer mehr Trailrunning-Veranstalter locken mit eigenen Hunderennen – und wir fühlen uns bestens vorbereitet.
Die Kommandos sitzen, wir haben eine Strecke ausgewählt, die uns beiden passt, und das Training verlief strukturiert und erfolgreich. Wir wissen, dass unser Hund fit ist – auch der Tierarzt war in die Vorbereitung eingebunden. Außerdem sind wir uns sicher, dass unser Vierbeiner den Trubel mit fremden Hunden und Menschen gut verkraftet. So können wir den Versuch wagen, gemeinsam an der Startlinie zu stehen.
Die richtige Ausrüstung
Beginnen wir ganz von vorne: Wir haben einen Laufgürtel und eine Zugleine, unser Hund trägt ein passendes Zuggeschirr. Für unterwegs oder das Ziel haben wir Leckerlis oder Snacks dabei – zum Beispiel Quetschies oder eine Powerbox von Alpenhund. Natürlich wurde vorher ausgiebig getestet, was unser Hund gut verträgt.
Ein Erste-Hilfe-Set gehört ebenfalls in den Laufrucksack – wir wollen für alles gerüstet sein. Ebenso wichtig ist der Untergrund: Braucht unser Hund eventuell Schuhe? Und wie sieht es mit der Verpflegung aus? Trinkt unser Vierbeiner aus fremden Näpfen an den Verpflegungsstationen oder nehmen wir lieber einen eigenen Napf oder eine Flask mit?
Verpflegung und Gesundheit
Dehydrierung kann für Hunde schnell zu einem ernsthaften Problem werden – besonders bei Wettkämpfen im Sommer. Deshalb gilt: lieber auf Nummer sicher gehen.
Etwa zwei Stunden vor dem Start kann – sofern gut verträglich – noch eine kleine Mahlzeit gegeben werden. Auch ausreichend Flüssigkeit ist entscheidend. Ein Geheimtipp unserer Expertinnen: verdünnte Rinderknochenbrühe im Napf – schmackhaft und effektiv.
Sicherheit geht vor
Ein entscheidender Faktor für die Teilnahme an einem Wettkampf ist das Wetter. Unsere Partner von Der Hundling geben zu bedenken:
„Ein wichtiges Kriterium für den Start bei einem Rennen ist auf jeden Fall das Wetter. Sind die Temperaturen zu hoch, vielleicht sogar in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit, sollte man unbedingt überlegen, ohne Hund oder gar nicht zu starten. Schlimmstenfalls riskiert man eine Überhitzung des Hundes – und das sollte kein Start wert sein.“
Jeder Läufer sollte sich daher unbedingt über die Symptome einer Überhitzung informieren und im Zweifel frühzeitig im Sinne des Hundes entscheiden.
Empfehlungen unserer Expertinnen
Arberland Ultratrail – Bayerischer Wald
Karin von fit4dogs ist sich sicher:
„Es gibt unzählige tolle Trainingstouren, die wir gemeinsam erlebt haben – jede einzelne ist besonders. Aber wenn ich einen Wettkampf nennen müsste, dann war der Arberland Ultratrail unser bisher schönstes gemeinsames Erlebnis.“
Der Lauf bietet 20 km und 36 km lange Hundestrecken. Gemeinsam geht es auf den Großen Arber – vorbei an Seen und über flowige Trails. Start und Ziel liegen in einem Skistadion, das viel Platz für die Hunde bietet. Die familiäre Organisation mit viel Liebe zum Detail macht diesen Wettkampf besonders.
Mountainman Nesselwang – Allgäuer Alpen
Eileen und Yoko von Theaussieyoko berichten:
„Unser Mountainman-Marathon im Mai 2025 war unvergesslich. 42 km, 2700 Höhenmeter – wir hatten Höhen und Tiefen, aber Yoko hat nie gezweifelt. In Momenten, in denen ich dachte: ‚Ich kann nicht mehr‘, hat sie mich nach vorne gezogen.“
Die Mountainman-Rennserie ist längst ein „Must-Run“ – auch für Mensch-Hund-Teams. In Nesselwang warten beeindruckende Trails durch die Allgäuer Alpen. Rund 150 Teilnehmer können zwischen 10 km und 21 km wählen – inklusive starker Organisation.
CrossDog Silvestertrail – Spessart
Kristina von kristina_runningpaws hat einen außergewöhnlichen Favoriten:
„Der schönste Wettkampf war für uns der CrossDog Silvestertrail in Rothenbuch. Es war eiskalt, fast alles war gefroren – und wir sind auf Platz 3 gelaufen.“
Der Winterlauf im Spessart bietet Strecken über 5 km, 10 km und 20 km auf hundefreundlichen Wegen und Singletrails. Eine familiäre, liebevoll organisierte Veranstaltung – ein echter Geheimtipp für alle, die den Winter nicht scheuen.
Trailrunning in Zinal – Schweiz
Auch abseits klassischer Wettkämpfe gibt es Highlights. Mountain_dog_emma schwärmt:
„Unser schönster gemeinsamer Trailrun war in Zinal im Wallis – ein Flowtrail mit Blick auf die Viertausender, auf den Spuren des legendären Sierre-Zinal.“
Ein Erlebnis, das Fernweh weckt.
Weitere Trends im Hundesport
Neben klassischen Trailruns wächst auch die Begeisterung für Hindernisläufe mit Hund. Events wie Strongdog ziehen zahlreiche Teams an. Auch Canicross-Läufe über kürzere Distanzen werden immer beliebter.
Ein Blick über die Grenzen lohnt sich ebenfalls: In der Schweiz, Italien und Frankreich gibt es zahlreiche Trailrunning-Events mit Hund.
Im Ziel zählt das Erlebnis
Egal, ob bei einem Wettkampf oder privat: Wenn wir gemeinsam durchs Ziel laufen, feiern wir vor allem unseren Partner – unseren Hund.
Wir genießen die gemeinsame Zeit, die Erlebnisse und die Erinnerungen, die wir schaffen. Die Zeit mit unseren Hunden ist begrenzt – umso wichtiger ist es, sie intensiv zu erleben.
Wenn wir euch dazu inspirieren konnten, gemeinsam mit eurem Hund ein neues Abenteuer zu wagen, freut uns das sehr.
Wir wünschen euch eine großartige und unfallfreie Zeit auf den Trails – genießt jede Minute!
Danke an unsere Partner
Zum Abschluss möchten wir uns von Herzen bei unserem Partner Der Hundling sowie bei unseren Expertinnen bedanken. Ihr seid eine große Inspiration – vielen Dank für eure Zeit und eure wertvollen Einblicke!
