Produktvorstellungen

Ausprobiert: Trailrunning-Newcomer, cooler Alltagsbegleiter und leichte Performance-Brille

Trailrunning-Ausrüstung muss nicht immer aus den klassischen Kategorien Schuhe, Laufweste und Funktionsbekleidung kommen. Spannend wird es gerade dann, wenn etablierte Outdoor-Marken neue Wege einschlagen oder Produkte für einen ganz anderen Einsatzzweck plötzlich erstaunlich gut in den Trailrunning-Alltag passen.

In unserer aktuellen Ausgabe von „Ausprobiert“ wagt sich Berghaus stärker in Richtung Trailrunning, Dometic verbindet beim Unrestricted Small Backpack Rucksack und Kühltasche und Rudy Project bringt mit der Astral Arc eine leichte Multisport-Brille auf den Markt.

Berghaus goes Trailrunning – Pendower Wind Jacket und Fast Hike M15

Berghaus goes Trailrunning – Pendower Wind Jacket und Fast Hike M15 © woidlife photography

Berghaus gehört zu den traditionsreichen Namen im britischen Outdoor- und Bergsport. Wandern, Trekking und Bergsteigen verbindet man sofort mit der Marke – Trailrunning bislang eher weniger. Mit seiner Trail-Kollektion bewegt sich Berghaus nun zunehmend in Richtung schneller Bergsportarten. Zwei Produkte, die diesen Ansatz gut zeigen, sind die Pendower Windjacke und der Fast Hike M15 Rucksack.

Pendower Wind Jacket – leichter Schutz für schnelle Tage

Mit 140 Gramm bringt die Pendower Wind Jacket eine wichtige Voraussetzung für den Trailrunning-Einsatz mit: Sie ist leicht genug für die Laufweste und bietet gleichzeitig einen hohen Windschutz. Das Nylonmaterial mit Ripstop-Struktur soll zudem leichten Regen abhalten und ist robuster ausgelegt als viele extrem minimalistische Windbreaker.

Der körpernahe Schnitt verhindert störendes Flattern, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken. Kapuze, Ärmelbündchen und Saum sind elastisch eingefasst, die Brusttasche dient gleichzeitig als Packtasche. Wir sehen die Pendower weniger als klassische Regenjacke, sondern als leichte Schutzschicht für windige Gipfel, kühle Downhills, wechselhaftes Wetter oder die Übergangszeit.

Fast Hike M15 – zwischen Laufweste und Fastpacking-Rucksack

Mit 15 Litern Volumen liegt der Fast Hike M15 oberhalb klassischer Race-Vests und zielt damit auf lange Trainingstage, Fastpacking oder Touren mit etwas mehr Ausrüstung. Berghaus kombiniert dafür einen klassischen Rucksack mit einem Tragesystem im Stil einer Laufweste. Das Limpet-Kompressionssystem soll den Rucksack auch bei schnellen Bewegungen stabil am Rücken halten. Mesh-Taschen am Brustgurt, Flaschentasche, Aufnahmen für Z-Stöcke und Trinksystem-Kompatibilität zeigen deutlich die Trail-Ausrichtung.

Mit 481 Gramm ist der M15 kein kompromissloser Wettkampf-Rucksack. Dafür bietet er deutlich mehr Stauraum und Robustheit. Für lange Trainingstage, Fastpacking und alpine Abenteuer finden wir das Konzept ausgesprochen interessant.

Pendower Wind Jacket: 140 g | UVP: 120 €
Fast Hike M15: 15 l | 481 g | UVP: 130 €

https://de.berghaus.com/

Dometic Unrestricted Small Backpack – Kühlschrank zum Aufsetzen?

Dometic Unrestricted Small Backpack © woidlife photography

Auf den ersten Blick hat der Dometic Unrestricted Small Backpack wenig mit Trailrunning zu tun. Trotzdem hat er sich bei uns überraschend schnell zu einem Lieblingsprodukt rund um Training, Wettkampf und Alltag entwickelt. Dometic verbindet einen vollwertigen Alltagsrucksack mit einer leistungsfähigen Kühltasche. Das 17 Liter große Hauptfach fasst laut Hersteller bis zu 28 Getränkedosen. PrimaLoft Gold-Isolierung hält den Inhalt kühl, während das verschweißte TPU-Innenfutter auslaufsicher und leicht zu reinigen ist. Außen kommen robustes, recyceltes CORDURA, wasserabweisende YKK-AQUAGUARD-Reißverschlüsse und verschiedene Organisationsfächer zum Einsatz.

Vom Basislager bis zum Arbeitsweg

Bei Trailrennen eignet sich der Unrestricted Small Backpack hervorragend fürs Basislager, den Zielbereich oder für Supporter an der Strecke. Getränke und Verpflegung bleiben kühl und lassen sich deutlich komfortabler transportieren als in einer klassischen Kühlbox.

Auch abseits von Wettkämpfen haben wir schnell weitere Einsatzmöglichkeiten gefunden. Dank des separaten Laptopfachs bis 16 Zoll eignet er sich beispielsweise hervorragend für den sportlichen Weg zur Arbeit mit dem Bike. Die gepolsterten OrthoLite-Schultergurte sorgen dabei für angenehmen Tragekomfort.

Ein kleiner Kritikpunkt: Die magnetischen Connect Ice Kühlakkus sind nicht im Lieferumfang enthalten und müssen separat gekauft werden. Die Akkus funktionieren gut, können nach unserer Erfahrung allerdings etwas tropfen, sobald sie sich erwärmen.

Unser Fazit

Als Kühltasche fürs Rennwochenende, Supporter-Rucksack, Begleiter beim Camping oder als sportlicher Arbeitsrucksack: Das Konzept funktioniert überraschend gut. Robust, angenehm zu tragen und extrem vielseitig – mittlerweile eines unserer Lieblingsprodukte für fast alle Lebenslagen.

Volumen: 17 l
Kapazität: bis zu 28 Dosen
Laptopfach: bis 16 Zoll
UVP: 159 €
Connect Ice Kühlakkus: separat erhältlich

dometic.com

Rudy Project Astral Arc – 31 Gramm für freie Sicht

Rudy Project Astral Arc – 31 Gramm für freie Sicht © woidlife photography

Eine gute Trailrunning-Brille fällt im besten Fall kaum auf. Sie sitzt, verrutscht nicht und sorgt dafür, dass man sich auf Wurzeln, Steine und die nächste Kurve konzentrieren kann. Genau diesen Ansatz verfolgt Rudy Project mit der neuen Astral Arc. Die italienische Marke setzt auf ein rahmenloses Design mit neu entwickelter zylindrischer Scheibe. Das sorgt für ein großes Sichtfeld, während die Brille mit lediglich 31 Gramm angenehm leicht bleibt.

Die überarbeitete Scheibengeometrie soll mit unterschiedlichen Gesichtsformen harmonieren. Flexible Bügel und ein vollständig verstellbarer Nasensteg ermöglichen eine individuelle Anpassung. Der Rahmen besteht aus Rilsan Clear, einem biobasierten Polymer, das zu 45 Prozent aus Rizinusöl gewonnen wird.

Gemacht für Sonne und technische Trails

Bei der verspiegelten Variante kommt eine Polycarbonat-Scheibe der Filterkategorie 3 zum Einsatz. Der Schwerpunkt liegt damit klar auf hellen bis sonnigen Bedingungen. Gerade beim Trailrunning ist das große Sichtfeld ein Pluspunkt. Auf technischen Downhills wandert der Blick permanent zwischen Ideallinie und Untergrund – möglichst wenig Rahmen im Sichtbereich ist hier angenehm. Die Astral Arc eignet sich außerdem fürs Rennrad, Gravelbike und andere Outdoor-Sportarten. Für Brillenträger ist sie mit dem RX-Einsatz von Rudy Project kompatibel.

Unser Fazit

Die Astral Arc folgt einem aktuell beliebten Konzept: große Shield-Scheibe, wenig Rahmen und geringes Gewicht. Besonders das offene Sichtfeld, die 31 Gramm Gewicht und die anpassbare Passform gefallen. Mit 149,90 Euro bewegt sie sich klar im Premiumsegment. Dafür bekommt man eine Made-in-Italy-Sportbrille mit hochwertiger Verarbeitung und vielseitigem Einsatzbereich.

Gewicht: 31 g
Scheibe: Polycarbonat, verspiegelt
Filterkategorie: 3
RX-kompatibel: ja
UVP: 149,90 €

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Drei Produkte, drei Einsatzbereiche

Genau das macht unsere „Ausprobiert“-Kategorie aus: Nicht jedes Produkt muss zwingend für den Wettkampf entwickelt worden sein, um für Trailrunner interessant zu sein. Berghaus wagt einen spannenden Schritt vom klassischen Outdoor-Bereich auf die Trails. Dometic liefert einen ungewöhnlichen, aber erstaunlich praktischen Mix aus Rucksack und Kühltasche. Rudy Project konzentriert sich mit der Astral Arc auf geringes Gewicht, sicheren Sitz und freie Sicht. Drei unterschiedliche Konzepte – und drei Produkte, die uns in den kommenden Wochen und Monaten sicherlich noch häufiger begleiten werden.