Produktvorstellungen

Leicht, funktionell, kompromisslos: Das Rennequipment des Chefredakteurs 2026

Auch 2026 war Markus Mingo wieder auf zahlreichen Trails und bei Wettkämpfen unterwegs. Als Chefredakteur von xc-run.de landet dabei Jahr für Jahr eine kaum überschaubare Menge an Testmaterial auf seinem Schreibtisch – beziehungsweise an seinen Füßen, auf seinem Rücken oder in seinen Händen. Entsprechend groß ist die Auswahl, wenn es darum geht, das persönliche Race-Setup zusammenzustellen.

Dabei gilt weiterhin das gleiche Prinzip wie im vergangenen Jahr: Im Wettkampf kommt nur das Material zum Einsatz, das sich zuvor im Training bewährt hat. Leicht muss es sein, funktionell und möglichst unkompliziert.

„Durch die vielen Produkttests habe ich natürlich den Luxus, aus einer riesigen Auswahl genau das Equipment herauspicken zu können, das für mich am besten funktioniert. Im Rennen möchte ich keine Experimente und keinen unnötigen Schnickschnack. Das Material muss leicht sein, perfekt sitzen und funktionieren.“

Das ist das Rennequipment des xc-run.de Chefredakteurs 2026.

Schuhe: Brooks Cascadia Elite

Bei kaum einem Ausrüstungsgegenstand ist die Auswahl so individuell wie beim Trailschuh. 2026 hat sich für Markus der Brooks Cascadia Elite als bevorzugter Wettkampfschuh herauskristallisiert.

Der Schuh verbindet die für lange Wettkämpfe notwendige Dämpfung mit einem dynamischen Laufgefühl, viel Vortrieb und der nötigen Sicherheit im Gelände. Gerade auf der Ultradistanz spielt diese ausgewogene Mischung ihre Stärken aus: Der Cascadia Elite läuft sich schnell und effizient, bietet aber auch nach vielen Stunden noch genügend Komfort und Schutz. Auch die Haltbarkeit konnte im Langzeittest überzeugen. Einziger Schwachpunkt war die Innensohle, die sich frühzeitig zu lösen begann und deshalb durch individuelle Einlegesohlen ersetzt wurde. Der Rest des Schuhs zeigte sich auch nach vielen Kilometern erstaunlich robust.

„Bei einem Wettkampfschuh suche ich mittlerweile nicht mehr das extremste Modell, sondern die beste Mischung aus Dynamik, Komfort, Grip und Kontrolle. Der Cascadia Elite trifft diesen Sweetspot für mich sehr gut.“

 

Stöcke: LEKI Ultratrail FX.One Superlite

Bei den Stöcken gibt es dagegen keine grundlegende Veränderung. Auch 2026 bleibt der LEKI Ultratrail FX.One Superlite die erste Wahl – allerdings in der überarbeiteten 2026er-Version. Das geringe Gewicht, die hohe Steifigkeit und vor allem das LEKI Shark System machen den Stock für Markus zum kompromisslosen Wettkampfwerkzeug. Gerade für ambitionierte Läufer bieten Faltstöcke mit fixer Länge entscheidende Vorteile: geringes Gewicht, direkte Kraftübertragung und schnelles Handling. Wissen-Trailrunning-Stöcke

Zwei kleine, aber in der Praxis spürbare Neuerungen machen das aktuelle Modell noch besser: Der zusätzliche Ring am Griff erweitert die Möglichkeiten beim Greifen und Abstützen, während das überarbeitete Shark-System das Einfädeln in den Griff deutlich erleichtert. Gerade im Wettkampf, wenn die Stöcke häufig ein- und ausgeklickt werden, ist das ein echter Mehrwert.

„Der Ultratrail FX.One Superlite war für mich schon vorher der Performance-Maßstab. Die 2026er-Version verbessert genau die Kleinigkeiten, die im Wettkampf zählen. Der Ring und vor allem das einfachere Einfädeln machen einen ohnehin hervorragenden Stock noch besser.“

 

Laufweste: LEKI Trail Running Quiver Vest

Neu im Race-Setup ist die LEKI Trail Running Quiver Vest. Und sie passt perfekt zum verwendeten Stocksystem.

Die minimalistische Weste bringt in Größe S/M ohne Flasks und Köcher gerade einmal rund 100 Gramm auf die Waage und bietet trotzdem sechs Liter Volumen. Entscheidender Punkt ist jedoch der integrierte Quiver am Rücken, über den sich die Faltstöcke schnell verstauen und wieder herausnehmen lassen. Damit bekommt Markus genau das, was er von einer Race-Weste erwartet: kein unnötiges Material, guter Zugriff auf die wichtigsten Dinge und eine perfekt integrierte Stocklösung.

„Eigentlich ist die Weste genau das, was ich jahrelang gesucht habe: minimalistisch, leicht und mit einem vernünftigen Köcher. Zusammen mit den LEKI-Stöcken ergibt sich für mich ein richtig stimmiges System.“

 

Bekleidung: UYN Race Shirt und Socken

Bei Shirt und Socken bleibt Markus dem Ausstatter des XC-RUN.DE Teams, UYN, treu. Gerade das Race Shirt und die Socken gehören mittlerweile zu den Teilen, über die vor einem Wettkampf nicht mehr nachgedacht werden muss.

„Hochwertigste Qualität made in Italy. Wer die Sachen einmal bei langen und intensiven Wettkämpfen getragen hat, weiß, wovon ich rede. Gerade bei Shirt und Socken möchte ich im Rennen einfach bestes Material am Körper haben und zugleich nichts spüren – und genau das funktioniert bei UYN.“

Passform, Feuchtigkeitsmanagement und Tragekomfort sind gerade bei langen Wettkämpfen wichtiger als spektakuläre technische Features. Wenn Bekleidung über viele Stunden schlicht kein Thema wird, macht sie ihren Job richtig.

Stirnlampe: SILVA Free 900 S

Sobald ein Rennen durch die Nacht führt, setzt Markus auf die SILVA Free 900 S. Neben der sehr guten Ausleuchtung überzeugt ihn vor allem die durchdachte Akkulösung: Über das Verbindungskabel lässt sich der Akku im Rucksack beziehungsweise in der Laufweste verstauen. Dadurch bleibt am Kopf selbst kaum Gewicht – ein nicht zu unterschätzender Vorteil bei langen Ultras, da schwere Stirnlampen über viele Stunden zu Verspannungen und Nackenschmerzen führen können.

Wie gut das Konzept funktioniert, zeigte sich beim PIUT: Bei einem Start um 23 Uhr musste die Lampe praktisch die komplette Nacht bis zum Sonnenaufgang gegen 6 Uhr durchhalten – mit einem Akku und ohne Wechsel.

„Für mich ist die Akkulösung der große Pluspunkt. Der Akku verschwindet in der Laufweste und am Kopf spüre ich fast nichts. Beim PIUT hat mich die Free 900 S die komplette Nacht begleitet. Das Licht ist top, die Laufzeit hat gepasst und auch das Handling ist ausgezeichnet.“

Gerade für lange Nachtpassagen ergibt sich damit eine Kombination aus starker Ausleuchtung, hohem Tragekomfort und unkomplizierter Bedienung, die sich im Renneinsatz bewährt hat.

 

Notfalllampe: SILVA Smini Fly

Noch minimalistischer wird es bei der vorgeschriebenen Ersatzlampe. Hier ist die SILVA Smini Fly inzwischen gesetzt.

Mit lediglich 38,5 Gramm verschwindet sie praktisch unbemerkt in der Laufweste. Trotzdem stehen bis zu 250 Lumen zur Verfügung. Damit ist sie nicht nur eine Alibi-Lampe für die Pflichtausrüstung, sondern ein vollwertiges Backup, falls die Hauptlampe ausfallen sollte.

USB-C-Ladefunktion, Rotlicht, Batteriesperre und Batteriestandsanzeige machen das kleine Lichtpaket zusätzlich praktisch.

„Bei einer Notfalllampe möchte ich möglichst wenig Gewicht mitschleppen, im Ernstfall aber trotzdem vernünftig weiterlaufen können. Genau deshalb gefällt mir die Smini Fly.“

Uhr: COROS APEX 4

Nach inzwischen vielen tausend Laufkilometern mit COROS bleibt Markus auch 2026 der Marke treu. Am Handgelenk sitzt mittlerweile die COROS APEX 4.

Navigation, Akkulaufzeit und eine unkomplizierte Bedienung sind für lange Wettkämpfe entscheidend. Vor allem aber hat sich über die Jahre ein Punkt als wichtig erwiesen: Vertrauen. Im Rennen soll die Uhr ihren Job erledigen, ohne Aufmerksamkeit einzufordern.

„Nach so vielen Kilometern mit COROS kenne ich das System praktisch blind. Gerade im Wettkampf ist das für mich ein großer Vorteil.“

 

Ernährung: Pacemaker bleibt gesetzt

Auch bei der Wettkampfernährung gibt es keinen Grund für Experimente. Markus setzt weiterhin auf die hochdosierten Sportgetränke von Pacemaker.

Der große Vorteil: Ein wesentlicher Teil der Kohlenhydrate kann über die Flüssigkeit aufgenommen werden. Gerade bei langen Rennen vereinfacht das die Versorgung enorm und reduziert die Menge an Gels und anderer fester Nahrung.

„Pacemaker funktioniert für mich geschmacklich und von der Verträglichkeit einfach sehr gut. Im Wettkampf ist Ernährung für mich inzwischen fast genauso wichtig wie Schuhe oder Stöcke – und bei etwas, das funktioniert, experimentiere ich nicht unnötig.“

Regenjacke: Noch hält der Bestand

Eine ungewöhnliche Situation gibt es 2026 bei der Regenjacke. Nachdem sich GOREWEAR aus dem Endkundengeschäft zurückgezogen hat, lebt Markus derzeit noch vom Bestand seiner bewährten Jacken. Die vorhandenen Modelle funktionieren weiterhin und werden deshalb auch konsequent genutzt, anstatt funktionierendes Equipment vorschnell auszutauschen.

„Meine alten Jacken funktionieren noch hervorragend. Warum sollte ich sie also ersetzen? Trotzdem wird es langsam Zeit, sich nach einer Alternative umzusehen. Beim nächsten großen xc-run.de Regenjackentest werde ich deshalb ganz genau hinschauen.“

Gerade hier dürfte das Race-Setup 2027 also eine Veränderung erfahren.

 

Laufbrille: JULBO je nach Wetterlage

Bei der Laufbrille gibt es für Markus nicht das eine Modell für jeden Einsatz. Je nach Wetter, Lichtverhältnissen und Streckencharakter wird die Brille angepasst. Bei strahlendem Sonnenschein darf es eine stärker getönte Scheibe sein, bei wechselhaften Bedingungen oder langen Rennen mit Waldpassagen sind dagegen Gläser gefragt, die möglichst flexibel auf unterschiedliche Lichtverhältnisse reagieren.

Am liebsten greift Markus dabei zu den Modellen von JULBO. Ausschlaggebend sind vor allem die photochromatischen Gläser, die sich automatisch an die jeweiligen Lichtverhältnisse anpassen.

„Gerade beim Trailrunning wechseln die Bedingungen ständig: Sonne, Schatten, Wald, freie Bergpassagen oder schlechtes Wetter. Die photochromatischen Gläser von JULBO empfinde ich hier nach wie vor als unübertroffen. Deshalb greife ich im Wettkampf meistens zu JULBO – das konkrete Modell entscheide ich je nach Wetter und Strecke.“

Damit gehört die Brille zwar zu den variabelsten Bestandteilen des Race-Setups, JULBO ist aufgrund der Glasqualität aber meist die erste Wahl.

 

Fazit: Noch konsequenter auf Wettkampf getrimmt

Das Race-Setup 2026 folgt noch konsequenter einer einfachen Philosophie: so wenig wie möglich, so viel wie nötig.

Mit Brooks Cascadia Elite, LEKI Ultratrail FX.One Superlite und LEKI Quiver Vest stehen drei kompromisslos auf den Wettkampfeinsatz ausgerichtete Produkte im Zentrum. UYN bei der Bekleidung, COROS bei der Uhr, SILVA beim Licht und Pacemaker bei der Ernährung ergänzen ein Setup, das sich nicht an Markenloyalität oder aktuellen Trends orientiert, sondern an der persönlichen Erfahrung aus Training, Produkttests und Wettkämpfen.

„Am Ende ist das beste Rennequipment das, über das man während des Rennens nicht nachdenken muss. Schuhe, Weste, Stöcke, Bekleidung und Technik sollen einfach funktionieren. Wenn ich nach dem Start keinen Gedanken mehr daran verschwende, habe ich die richtige Wahl getroffen.“

Leicht, funktionell und kompromisslos – auch 2026 bleibt das die vielleicht treffendste Beschreibung für das Race-Setup des xc-run.de Chefredakteurs.