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Grand Raid Réunion 2026: Hugo Deck und Ruth Croft gewinnen die Diagonale des Fous

Die Entscheidungen bei der legendären Diagonale des Fous sind gefallen: Hugo Deck und Ruth Croft triumphieren bei der 34. Ausgabe des Grand Raid Réunion. Während der Franzose die 180 Kilometer in weniger als 23 Stunden bewältigt, läuft die Neuseeländerin bei ihrem Debüt auf einen beeindruckenden elften Gesamtrang. Auch die deutschsprachigen Teilnehmer, darunter Eva Sperger, Ariane Wilhem und Jean-Philippe Tschumi, sorgten für spannende Rennmomente.

Diagonale des Fous: 180 Kilometer quer durch La Réunion

180 Kilometer, 10.200 Höhenmeter und eine technisch anspruchsvolle Streckenführung durch das wilde Inselinnere von La Réunion: Die Diagonale des Fous gehört zu den legendärsten Ultratrails der Welt. Am Donnerstagabend, dem 15. Oktober, machten sich die Teilnehmer von Saint-Pierre auf den Weg quer über die Vulkaninsel. Ziel war das Stade de La Redoute in Saint-Denis. Die Strecke führt durch tropische Vegetation, über schmale Bergpfade und durch die spektakulären Talkessel des Inselinneren. Neben der Königsdisziplin werden beim Grand Raid Réunion vier weitere Rennen ausgetragen. Insgesamt erstreckt sich das Trailrunning-Festival vom 15. bis 18. Oktober 2026.

Hugo Deck gewinnt die Diagonale des Fous

Mit einer Zeit von 22:54:19 Stunden sicherte sich der Franzose Hugo Deck den Sieg bei der Diagonale des Fous 2026. Besonders bemerkenswert: Für den 26-Jährigen war es die erste Teilnahme an diesem traditionsreichen Ultratrail. Dabei sah es zunächst nicht nach einem ungefährdeten Erfolg aus. Sein Landsmann Vincent Esmiol übernahm früh die Führung, während sich dahinter eine hochkarätige Verfolgergruppe mit Deck, dem Schweizer Jean-Philippe Tschumi und dem Briten Tom Evans formierte. Deck bewies auf den anspruchsvollen Passagen des Rennens die größte Konstanz, arbeitete sich an die Spitze und setzte sich schließlich entscheidend ab. Hinter ihm komplettierten Robin Juillaguet aus Frankreich und der Belgier Jérôme Vanderschaeghe das Podium.

Ruth Croft gewinnt bei ihrem Debüt und wird Gesamtelfte

Auch bei den Frauen ging der Sieg an eine Debütantin. Die Neuseeländerin Ruth Croft, die bereits 2025 den UTMB gewonnen hatte, dominierte das Rennen und erreichte das Ziel nach 27:13:23 Stunden. Damit sicherte sie sich nicht nur den Frauensieg, sondern belegte auch den herausragenden elften Platz im Gesamtklassement. Ihre Leistung unterstreicht einmal mehr, dass Croft aktuell zu den stärksten Ultraläuferinnen der Welt gehört.

Bereits in der ersten Rennnacht hatte sie sich an die Spitze gesetzt und ihren Vorsprung anschließend konsequent ausgebaut. Die US-Amerikanerin Alyssa Clark folgte auf dem zweiten Platz, während sich die Französin Agathe Bes den dritten Rang sicherte.

Deutschsprachige Athleten: Ariane Wilhem auf Rang 15 – Sperger und Tschumi steigen aus

Für die deutschsprachigen Athleten verlief die Diagonale des Fous 2026 mit Licht und Schatten. Während die Schweizerin Ariane Wilhem das Rennen auf dem hervorragenden 15. Gesamtrang beendete, mussten Eva Sperger und Jean-Philippe Tschumi ihre Hoffnungen auf ein Spitzenergebnis vorzeitig begraben. Wilhem erreichte das Ziel nach 28:06:04 Stunden und lag damit 5:11:45 Stunden hinter Gesamtsieger Hugo Deck. In der übermittelten Ergebnisübersicht wird sie außerdem auf Rang acht ihrer Wertung geführt.

Für die Deutsche Eva Sperger endete das Rennen dagegen vorzeitig. Nachdem sie sich in der ersten Rennhälfte noch unter den zehn besten Frauen behauptet hatte, musste sie nach 115 Kilometern aufgeben. Auch der Schweizer Jean-Philippe Tschumi konnte die Diagonale des Fous nicht beenden. Er hatte lange zur Spitzengruppe gehört und zwischenzeitlich auf dem dritten Gesamtrang gelegen. Nach 123 Kilometern war jedoch auch für ihn Schluss. Damit zeigt sich einmal mehr, wie unberechenbar die Diagonale des Fous ist. Selbst Athleten, die über viele Stunden zur absoluten Weltspitze gehören, sind auf den technisch anspruchsvollen Trails von La Réunion nicht vor einem vorzeitigen Rennende gefeit.

Grand Raid Réunion: Ein außergewöhnliches Trailrunning-Spektakel

Die Diagonale des Fous ist weit mehr als ein gewöhnlicher Ultratrail. Die Mischung aus tropischem Klima, steilen Anstiegen, technisch schwierigen Abstiegen und langen Nachtpassagen macht die Inselüberquerung zu einer besonderen Herausforderung. Vor allem die Durchquerung des Cirque de Mafate zählt zu den eindrucksvollsten und anspruchsvollsten Abschnitten. Das zerklüftete Gelände fordert selbst erfahrenen Ultratrail-Spezialisten alles ab. Hinzu kommt das wechselhafte Wetter zwischen tropischer Wärme und den deutlich kühleren Höhenlagen.

Die aktuellen Zwischenstände und Ergebnisse gibt es im offiziellen Live-Timing sowie auf der Veranstalterseite des Grand Raid Réunion.