Der Alpin Team Trail (ATT) in Werfenweng lieferte auch 2026 hochklassigen Trailsport. Auf der Königsdistanz über 52 Kilometer und 3.450 Höhenmeter setzten sich Stefan Ungericht und Esther Fellhofer durch. Für das xc-run.de Team gab es ebenfalls Grund zur Freude: Sabine Wurmsam erkämpfte sich bei den Frauen einen starken dritten Platz. Auf dem K23 siegten Fabian Gering und Amelie Muss, während die Premiere des K10 an Ben Balik und Emely Breitfuss ging.
Rund 600 Trailrunner wurden am letzten Septemberwochenende beim Alpin Team Trail in Werfenweng erwartet. Neben den bewährten Distanzen K50 und K23 stand 2026 erstmals der neue K10 auf dem Programm. Damit bot der ATT vom vergleichsweise kurzen Einstieg bis zur anspruchsvollen Ultradistanz drei unterschiedliche Herausforderungen. Die Einnahmen des Events kommen dabei zu 100 Prozent Familien in Not zugute.
K50: Ungericht verteidigt seinen Titel
Auf der Königsdistanz über 52 Kilometer und 3.450 Höhenmeter führte auch 2026 kein Weg an Stefan Ungericht vorbei. Der Italiener vom Dynafit Team benötigte 5:08:40 Stunden und war damit sogar deutlich schneller als bei seinem Vorjahressieg.
Dahinter zeigte der österreichische Skibergsteiger Jakob Herrmann ein starkes Rennen. In 5:13:09 Stunden fehlten ihm am Ende lediglich gut viereinhalb Minuten zum Sieg. Rang drei ging mit bereits deutlichem Rückstand an Martin Pfeffer vom SCARPA Team in 5:41:29 Stunden.
Top 3 Männer K50
- Stefan Ungericht (ITA) – 5:08:40
- Jakob Herrmann (AUT) – 5:13:09
- Martin Pfeffer (GER) – 5:41:29
Fellhofer siegt – Wurmsam auf Rang drei
Auch bei den Frauen konnte die Vorjahressiegerin erneut zuschlagen. Esther Fellhofer vom Asics Trail Team gewann die K50 in 6:47:06 Stunden. Dahinter folgte Gisela Brandner in 6:56:42 Stunden.
Nur gut drei Minuten später erreichte Sabine Wurmsam vom xc-run.de Team das Ziel. Mit 6:59:58 Stunden blieb sie unter der Sieben-Stunden-Marke und sicherte sich den starken dritten Gesamtrang. Gegenüber ihrem zweiten Platz aus dem Vorjahr steigerte sie ihre Zeit dabei um mehr als 13 Minuten.
Top 3 Frauen K50
- Esther Fellhofer (AUT) – 6:47:06
- Gisela Brandner (AUT) – 6:56:42
- Sabine Wurmsam (GER/xc-run.de) – 6:59:58
K23: Fabian Gering mit deutlichem Sieg
Auf dem K23 mit 1.523 Höhenmetern setzte sich bei den Männern Fabian Gering durch. Der Deutsche vom ASICS FrontRunner Team erreichte nach 2:05:40 Stunden das Ziel und hatte damit mehr als sechs Minuten Vorsprung auf den Österreicher Lukas Schaidreiter in 2:12:19 Stunden. Nur 25 Sekunden dahinter komplettierte David Seebacher in 2:12:44 Stunden das Podium.
Top 3 Männer K23
- Fabian Gering (GER) – 2:05:40
- Lukas Schaidreiter (AUT) – 2:12:19
- David Seebacher (AUT) – 2:12:44
Bei den Frauen lieferte Amelie Muss eine starke Vorstellung ab. In 2:19:29 Stunden sicherte sich die Österreicherin souverän den Tagessieg. Sabrina Pabst folgte in 2:31:42 Stunden auf Rang zwei, Platz drei ging an Michaela Portenkirchner vom Salomon Running Team in 2:34:28 Stunden.
Top 3 Frauen K23
- Amelie Muss (AUT) – 2:19:29
- Sabrina Pabst (AUT) – 2:31:42
- Michaela Portenkirchner (AUT) – 2:34:28
Premiere des K10
Neu im Programm des ATT war 2026 der K10 mit rund 10 Kilometern und knapp 400 Höhenmetern. Die kompakte Strecke sollte insbesondere einen leichteren Einstieg ins Trailrunning ermöglichen.
Den ersten Sieg auf der neuen Distanz holte sich Ben Balik vom ProTeam Vienna. Der erst 18-jährige Österreicher benötigte 43:05 Minuten. Zweiter wurde Felix Legat in 43:56 Minuten vor Christoph Müller in 45:40 Minuten.
Bei den Frauen ging der Premierensieg an die erst 16-jährige Emely Breitfuss vom SK Maishofen. Sie gewann in 55:27 Minuten vor Miriam Rossmann (1:01:15 h) und Denise Wolf (1:05:04 h).
Top 3 K10 Männer: Ben Balik – Felix Legat – Christoph Müller
Top 3 K10 Frauen: Emely Breitfuss – Miriam Rossmann – Denise Wolf
Sport, Community und guter Zweck
Der ATT hat sich seit seiner Premiere 2022 zu einem festen Termin im österreichischen Trailrunning-Kalender entwickelt. 2026 wurde das Konzept mit dem neuen K10 noch einmal erweitert. Gleichzeitig bleibt der besondere Charakter der Veranstaltung erhalten: Die Einnahmen des Rennens gehen vollständig an Familien in Not.
Aus xc-run.de-Sicht sorgte vor allem das Ergebnis auf der Königsdistanz für einen gelungenen Renntag: Sabine Wurmsam bestätigt mit Platz drei ihre starke Form und steht beim ATT erneut auf dem Podium.
