Trailrunning

Eiger Ultra Trail by UTMB 2026: Offene Rennen und starke DACH-Ergebnisse vor der Eiger Nordwand

Der Eiger Ultra Trail by UTMB 2026 hielt, was die offene Startliste versprach. Ohne die ganz großen Stars entwickelte sich insbesondere auf der Königsdistanz ein spannender Kampf um den Sieg. Aus deutscher Sicht sorgten Manuel Hartweg und Leon Kriesmair mit Podest- und Top-5-Platzierungen für starke Ergebnisse, während auf der E35 vor allem die Frauen mit außergewöhnlichen Leistungen beeindruckten.

Offene Ausgangslage sorgt für spannende Rennen

Bereits im Vorfeld hatte sich abgezeichnet, dass der Eiger Ultra Trail by UTMB 2026 ohne die internationale Weltelite ungewöhnlich offen verlaufen würde. Genau dieses Bild bestätigte sich am Rennwochenende in Grindelwald. Zwar blieben die Streckenrekorde außer Reichweite, dafür entwickelten sich auf allen Distanzen abwechslungsreiche Wettkämpfe mit zahlreichen Positionswechseln und einer starken Präsenz der Athletinnen und Athleten aus dem DACH-Raum.

Stian Dahl Sommerseth gewinnt die E101

Über die 101 Kilometer mit 6.700 Höhenmetern setzte sich der Norweger Stian Dahl Sommerseth in 11:44:03 Stunden durch und sicherte sich den bislang größten Erfolg seiner Karriere beim Eiger Ultra Trail. Nur gut zwölf Minuten dahinter überzeugte Manuel Hartweg (GER) mit einem starken Rennen. Der Athlet der LG Rülzheim erreichte nach 11:56:18 Stunden als Zweiter das Ziel und bestätigte eindrucksvoll seine starke Form. Komplettiert wurde das Podium vom Schweizer Maxime Pellouchoud, der nach 12:23:59 Stunden Rang drei belegte. Ebenfalls überzeugen konnte Leon Kriesmair (GER). Mit Platz vier und einer Zeit von 12:28:56 Stunden sorgte ein weiterer deutscher Läufer für ein Spitzenergebnis. Damit landeten gleich zwei deutsche Athleten unter den besten Vier der Königsdistanz.

Top 5 Männer E101

  1. Stian Dahl Sommerseth (NOR) – 11:44:03 Std.
  2. Manuel Hartweg (GER) – 11:56:18 Std.
  3. Maxime Pellouchoud (SUI) – 12:23:59 Std.
  4. Leon Kriesmair (GER) – 12:28:56 Std.
  5. Arne Detavernier (BEL) – 12:59:17 Std.

Alina Wylezalek gewinnt das Frauenrennen

Bei den Frauen setzte sich Alina Wylezalek (POL) in 14:01:24 Stunden souverän durch. Dahinter folgten die Schweizerin Daniela Mackner und die Französin Julia Harnie auf den weiteren Podestplätzen.

Top 5 Frauen E101

  1. Alina Wylezalek (POL) – 14:01:24 Std.
  2. Daniela Mackner (SUI) – 14:24:35 Std.
  3. Julia Harnie (FRA) – 14:57:36 Std.
  4. Emily Vaudan (SUI) – 15:23:03 Std.
  5. Sonja Muittari (FIN) – 15:34:55 Std.

Luke Grenfell-Shaw triumphiert auf der E51

Über die 51 Kilometer setzte sich Luke Grenfell-Shaw (GBR) nach 4:45:07 Stunden durch. Der Brite verwies Peter Fraňo (SVK) und Chris Myers (USA) auf die weiteren Plätze. Bester Schweizer wurde Marco Wildhaber als Vierter vor seinem Landsmann Samuel Ruffieux. Aus deutscher Sicht überzeugte Juliane Rössler, die als zweitschnellste Frau und Elfte im Gesamtklassement nach 6:02:04 Stunden ins Ziel lief.

Top 5 Männer E51

  1. Luke Grenfell-Shaw (GBR) – 4:45:07 Std.
  2. Peter Fraňo (SVK) – 4:59:17 Std.
  3. Chris Myers (USA) – 5:02:58 Std.
  4. Marco Wildhaber (SUI) – 5:04:55 Std.
  5. Samuel Ruffieux (SUI) – 5:07:19 Std.

Top 5 Frauen E51

  1. Sofia Haajanen (FIN) – 5:53:44 Std.
  2. Juliane Rössler (GER) – 6:02:04 Std.
  3. Deborah Chiarello (SUI) – 6:15:55 Std.
  4. Sonia Samuels (GBR) – 6:23:43 Std.
  5. Vera Bissig (SUI) – 6:35:51 Std.

E35: Herausragende Frauenleistungen prägen das Rennen

Für die sportlich vielleicht beeindruckendsten Leistungen des Wochenendes sorgten die Frauen über die 35 Kilometer. Zwar gewann der Schweizer Ramon Manetsch das Rennen in beeindruckend souveränen 3:30:18 Stunden, doch hinter seinen „Verfolgern“ rückten die Frauen außergewöhnlich nah an die Männer heran.

Die Schweizerin Rea Iseli lief in 3:55:12 Stunden als schnellste Frau nicht nur auf den Gesamtsieg bei den Frauen, sondern belegte gleichzeitig Rang fünf im Gesamtklassement. Besonders bemerkenswert: Ihre Zeit lag lediglich gut eine Minute hinter dem drittplatzierten Mann Boris Jaquet (3:54:15) und nur 37 Sekunden hinter Paul Cabayé auf Rang vier (3:54:35). Damit bewegte sie sich praktisch auf Podiumsniveau des Männerfeldes.

Auch dahinter war das Frauenrennen außergewöhnlich stark besetzt. Nadine Hubel (GER) erreichte nach 4:04:34 Stunden als zweite Frau das Ziel und belegte Rang zehn gesamt. Nur wenig später folgten Gianna Chiara Wohler und Natalina Neuenschwander, sodass sich vier Frauen innerhalb von lediglich rund 14 Minuten platzierten. Die Leistungsdichte unterstrich eindrucksvoll das hohe Niveau des Frauenfeldes auf der kürzesten Wettkampfstrecke.

Top 5 Männer E35

  1. Ramon Manetsch (SUI) – 3:30:18 Std.
  2. Julien Donnadieu (FRA) – 3:53:11 Std.
  3. Boris Jaquet (SUI) – 3:54:15 Std.
  4. Paul Cabayé (FRA) – 3:54:35 Std.
  5. Rea Iseli (SUI) – 3:55:12 Std. (1. Frau)

Top 5 Frauen E35

  1. Rea Iseli (SUI) – 3:55:12 Std.
  2. Nadine Hubel (GER) – 4:04:34 Std.
  3. Gianna Chiara Wohler (SUI) – 4:05:05 Std.
  4. Natalina Neuenschwander (SUI) – 4:09:25 Std.
  5. Simone Troxler (SUI) – 4:33:12 Std.

Alle Ergebnisse

Eiger Ultra Trail 2026: Ergebnisse – xc-run.de Trailrunning

DACH-Athleten nutzen die offene Ausgangslage

Der Eiger Ultra Trail 2026 bestätigte damit die Einschätzung aus dem Vorfeld: Ohne die ganz großen Namen der internationalen Trailrunning-Szene bot sich insbesondere den Athletinnen und Athleten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine gute Chance auf Spitzenplatzierungen.

Mit Manuel Hartweg und Leon Kriesmair auf den Plätzen zwei und vier der E101, Juliane Rössler als Zweiter der E51 sowie den starken Auftritten von Rea Iseli und Nadine Hubel auf der E35 prägten die DACH-Athletinnen und -Athleten das Renngeschehen maßgeblich. Besonders das außergewöhnlich hohe Niveau des Frauenrennens über 35 Kilometer setzte dabei ein sportliches Ausrufezeichen zum Abschluss eines spannenden Trailrunning-Wochenendes in Grindelwald.