Trailrunning

Elazzaoui und Florea gewinnen GTWS-Rennen beim Salomon Pitz Alpine Glacier Trail

Der Salomon Pitz Alpine Glacier Trail hat seine Rolle als vierte Station der Golden Trail World Series eindrucksvoll bestätigt. Trotz einer angespannten Wetterlage bot das Wochenende hochklassigen Trailrunning-Sport auf den unterschiedlichsten Distanzen. Während Elhousine Elazzaoui und Madalina Florea ihre Favoritenrollen im GTWS-Rennen bestätigten, sorgten auch die Ultra- und Marathondistanzen für spannende Entscheidungen.

Wetter sorgt für Anpassungen auf den Langdistanzen

Die Wetterprognosen beschäftigten die Organisatoren bereits in den Tagen vor dem Rennen. Aufgrund der angekündigten Gewitter und der unsicheren Bedingungen in den Hochlagen wurden die Startzeiten mehrerer Bewerbe vorsorglich um eine Stunde vorverlegt. Zusätzlich mussten aus Sicherheitsgründen auch die Strecken der Langdistanzen P60, P90 und P105 angepasst werden. Einzelne hochalpine Passagen konnten nicht wie geplant begangen werden, sodass alternative Routen gewählt wurden. Trotz dieser Änderungen blieb der hochalpine Charakter des Salomon Pitz Alpine Glacier Trail erhalten und alle Wettbewerbe konnten sicher durchgeführt werden.

Elazzaoui auf Titelkurs

Im Mittelpunkt des Wochenendes stand die vierte Station der Golden Trail World Series über 24,5 Kilometer und 1.618 Höhenmeter. Auf der technisch anspruchsvollen Strecke rund um Rifflsee und Grubenkopf setzte sich Elhousine Elazzaoui in 2:08:44 Stunden souverän durch und feierte bereits seinen dritten GTWS-Sieg in nur vier Saisonrennen nach seinen Erfolgen in Zegama und Ledro.

Lange blieb das Rennen offen. Michael Selelo Saoli bestimmte zunächst das Tempo am langen Anstieg durch das Hirschtal, ehe Elazzaoui kurz vor dem Schlussanstieg zum Grubenkopf attackierte. Mit der schnellsten Zeit im Uphill-Segment (19:54 Minuten) verschaffte sich der Marokkaner den entscheidenden Vorsprung, den er auf der technisch anspruchsvollen Abfahrt souverän verteidigte.

Hinter ihm belegte Michael Selelo Saoli in 2:10:56 Stunden Rang zwei. Patrick Kipngeno komplettierte in 2:13:09 Stunden das Podium und sorgte gemeinsam mit Saoli für ein starkes Mannschaftsergebnis des österreichischen Teams Run2Gether On Trail.

Mit nun 824 Punkten führt Elazzaoui die GTWS-Gesamtwertung komfortabel an und macht einen weiteren großen Schritt in Richtung seines dritten Gesamtsieges in Folge.

Florea dominiert erneut das Frauenrennen

Auch bei den Frauen bestätigte Madalina Florea ihre derzeit herausragende Form. Nach ihrem Sieg beim Québec Mega Trail gewann die Rumänin nun auch im Pitztal in 2:32:16 Stunden und feierte damit ihren zweiten GTWS-Erfolg der Saison.

Bereits früh setzte sich Florea gemeinsam mit Ruth Gitonga und Miriam Chepkirui an die Spitze. Den ersten Bonus sicherte sie sich mit der Bestzeit im Sprintsegment. Die Vorentscheidung fiel anschließend am extrem steilen Schlussanstieg zur Sunna Alm. Dort setzte sich die Titelverteidigerin der GTWS mit der schnellsten Uphill-Zeit (25:16 Minuten) entscheidend von Gitonga ab.

Auf der Abfahrt musste Florea zwar nach einem Ausrutscher kurz durchschnaufen, ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Trotz der Verletzung am linken Handgelenk, die sie sich bei einem Trainingssturz in der Vorbereitung auf Sierre-Zinal zugezogen hatte, brachte sie ihren Vorsprung sicher ins Ziel.

Ruth Gitonga belegte Rang zwei, während sich die Vorjahressiegerin Naomi Lang mit einer furiosen Aufholjagd und der schnellsten Zeit im Downhill-Segment noch auf den dritten Platz verbesserte. Im Ziel trennten Lang und Gitonga lediglich elf Sekunden.

Mit ihrem Sieg baute Florea ihre Führung in der GTWS-Gesamtwertung auf 666 Punkte aus und liegt nun bereits 166 Zähler vor ihrer ersten Verfolgerin Barbora Bukovjan.

Blick richtet sich auf Sierre-Zinal

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Athletinnen und Athleten nicht. Bereits am 8. August macht die Golden Trail World Series mit Sierre-Zinal Station beim wohl prestigeträchtigsten Rennen der Serie. Auf den 31 Kilometern mit 2.400 Höhenmetern durch das Wallis treffen die weltbesten Trailrunner erneut aufeinander. Für Elhousine Elazzaoui und Madalina Florea bietet sich dort die nächste Gelegenheit, ihre Führungen in der Gesamtwertung weiter auszubauen.

Spannende Entscheidungen auf den weiteren Distanzen

Auch die klassischen Bewerbe des Pitz Alpine Glacier Trail boten hochklassigen Sport.

Den P90 über 87 Kilometer und 5.200 Höhenmeter gewann David Niegemann in starken 12:56:07 Stunden. Jeremy McCulloch und Yusuf Arslan belegten die weiteren Podestplätze.

Auf der aufgrund der Wetterlage angepassten P60-Strecke setzte sich Christoph Schlierenzauer in 9:01:01 Stunden gegen David Liu und Jens Theis durch. Bei den Frauen gewann Maëla Didier vor Rebecka Forsberg und Christiane Körner.

Den P45 Glacier entschied Pierre-Emmanuel Alexandre in 6:11:37 Stunden für sich. Dahinter folgten Max Seybold und Markus Bichlmair. Bei den Frauen siegte Carmen Kaar vor Isabell Tropper und Aksana Hasievich.

Auf dem P45 Rifflsee Trail triumphierte der Norweger Preben Aase in 4:57:18 Stunden vor Maxime Regnault und Benjamin Riviere. Die Frauenwertung gewann Veronika Hofbauer vor Svenja Moser und Lena Graf.

Den P30 Taschachferner Trail gewann Aleksandar Stojkoski in 2:51:47 Stunden. Fabian Stocek und Enzo Trohel komplettierten das Podium. Bei den Frauen setzte sich Sina Scherling vor Sophie Lechner und Lea Meinecke durch.

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