Die vierte Station der Golden Trail World Series verspricht Trailrunning auf höchstem Niveau. Am Wochenende trifft sich die internationale Elite beim Salomon Pitz Alpine Glacier Trail im Pitztal. Aufgrund der angekündigten Wetterentwicklung haben die Organisatoren vorsorglich den Zeitplan angepasst und beobachten die Lage weiterhin genau.
Wetterprognosen versprechen wechselhafte Bedingungen
Nachdem sich das Pitztal in den vergangenen Tagen noch sommerlich präsentierte, sagen die aktuellen Wettermodelle für das Rennwochenende eine deutlich wechselhaftere Wetterlage voraus. Bereits in den Mittags- und Nachmittagsstunden steigt die Wahrscheinlichkeit für Schauer und Gewitter deutlich an. In den höheren Lagen oberhalb von 2.500 Metern sind zudem kräftige Windböen und rasch wechselnde Bedingungen möglich.
Aufgrund der vorhergesagten Wetterlage werden die Startzeiten der Distanzen P45 Glacier, P45 Rifflsee, P30 und P15 jeweils um eine Stunde vorverlegt. Gleichzeitig öffnen die Startnummernausgabe sowie die Shuttlebusse ebenfalls eine Stunde früher.
In einer Mitteilung auf Instagram betont das Organisationsteam:
„Die Sicherheit aller Teilnehmer, Helfer und Zuschauer hat für uns oberste Priorität. Wir beobachten die Wetterlage laufend und informieren euch umgehend über weitere Änderungen.“
Weltelite kämpft um GTWS-Punkte
Nach dem Québec Mega Trail kehren die Golden Trail World Series (GTWS) für ihre vierte Station zurück nach Europa. Am Samstag, den 1. August, gastiert die internationale Trailrunning-Serie zum zweiten Mal im Pitztal. Auf einem der alpinsten und technisch anspruchsvollsten Kurse der Serie kämpfen einige der weltbesten Trailrunner um wichtige Punkte für die Gesamtwertung.
Nachdem das Rennen bereits bei seiner GTWS-Premiere im vergangenen Jahr mit Schneefall und Dauerregen zu kämpfen hatte, scheint auch dieses Jahr viel vom Wetterabzuhängen – auch wenn die diesjährige Auflage „Trailrunning auf höchstem Niveau“ verspricht.
Anspruchsvoller Kurs zwischen Gletschern und Bergseen
Start und Ziel befinden sich in Mandarfen im Herzen des Pitztals, rund 90 Kilometer von Innsbruck entfernt. Die Strecke führt über 24,5 Kilometer und 1.618 Höhenmeter und gilt als das alpinste Rennen im diesjährigen GTWS-Kalender. Schnelle Laufpassagen wechseln sich mit langen Anstiegen und technisch anspruchsvollen Downhills ab – ein Profil, das nur den komplettesten Athleten entgegenkommt.
Der Auftakt verläuft zunächst auf einer schnellen, welligen Schleife entlang des Talbodens, bevor sich das Rennen grundlegend verändert. Im Hirschtal beginnt ein fast 13 Kilometer langer Anstieg mit über 1.300 Höhenmetern und Steigungen von mehr als 30 Prozent. Über die Sunna Alm führt die Strecke weiter entlang des Rifflsees, ehe der brutale Schlussanstieg zum Grubenkopf wartet. Auf lediglich 2,2 Kilometern überwinden die Läufer weitere 560 Höhenmeter bis auf rund 2.800 Meter Seehöhe.
Anschließend folgt eine spektakuläre, sechs Kilometer lange Abfahrt mit rund 1.400 Tiefenmetern zurück nach Mandarfen, bevor auf den letzten Kilometern erneut die Auftaktschleife absolviert wird und der Endspurt ins Ziel beginnt.
Drei Wertungssegmente sorgen für zusätzliche Spannung
Neben dem Gesamtergebnis spielen auch die neuen Segmentwertungen der Golden Trail World Series eine wichtige Rolle. Auf dem Salomon Pitz Alpine Glacier Trail warten gleich drei dieser Sonderwertungen:
- Sprint-Segment (1,5 km, durchschnittlich -3,6 %)
- Anstiegs-Segment (1,8 km, durchschnittlich 26,9 %)
- Abstiegs-Segment (1,9 km, durchschnittlich -21,3 %)
Die jeweils fünf schnellsten Athleten sammeln wertvolle Bonuspunkte für die GTWS-Gesamtwertung und machen das Rennen zusätzlich taktisch interessant.
Europameister und GTWS-Champions treffen aufeinander
Im Mittelpunkt stehen erneut die beiden amtierenden Golden Trail World Series-Gesamtsieger und aktuellen Gesamtführenden Elhousine Elazzaoui (NNormal) sowie Madalina Florea (Scott). Beide treffen im Pitztal auf ein gut besetztes Starterfeld.
Bei den Männern gibt Elazzaoui sein Debüt auf der Strecke. Zu seinen größten Konkurrenten zählen der frischgebackene Europameister Jan Torrella (Salomon), die kenianischen Spitzenläufer Patrick Kipngeno und Michael Selelo Saoli (Run2Gether On Trail), Christian Allen (Nike ACG), Taylor Stack (Brooks), Joey Hadorn (Salomon), Manuel Innerhofer (Lowa) sowie Bogdan Damian (Kailas Fuga), der bislang die Downhill-Wertungen der GTWS dominiert.
Auch das Frauenrennen verspricht Hochspannung. Neben Gesamtführerin Madalina Florea stehen Europameisterin Hanna Grober, Titelverteidigerin Naomi Lang, Malen Osa, Ruth Gitonga, María Fuentes, Barbora Bukovjan, Binbin Xiong, Theres Leboeuf und Estel Roig an der Startlinie.
Sicherheit steht an erster Stelle
Die Anpassung des Zeitplans zeigt einmal mehr, wie wichtig bei hochalpinen Trailrunning-Veranstaltungen ein flexibles Sicherheitsmanagement ist. Das Organisationsteam wird die Wetterentwicklung auch in den kommenden Stunden genau beobachten und behält sich weitere Anpassungen vor, falls sich die Situation verschärfen sollte. Teilnehmer und Zuschauer werden gebeten, die offiziellen Informationskanäle des Veranstalters regelmäßig zu verfolgen.
Live im TV und online
Der Salomon Pitz Alpine Glacier Trail wird am Samstag, 1. August, live übertragen. Das Frauenrennen startet um 11:30 Uhr, die Männer folgen um 11:50 Uhr. Die Übertragung beginnt bereits um 11:05 Uhr und ist unter anderem über HBO Max, Eurosport und TNT Sports sowie über die offiziellen Kanäle der Golden Trail World Series zu verfolgen. Nach dem Rennen werden umfangreiche Highlight-Zusammenfassungen veröffentlicht.