Lavaredo Ultra Trail 2026: Wer sind die Topstarter in den Dolomiten? - xc-run.de Trailrunning

Lavaredo Ultra Trail 2026: Wer sind die Topstarter in den Dolomiten?

Mit dem Lavaredo Ultra Trail by UTMB steht eines der prestigeträchtigsten Trailrunning-Events der Welt bevor. Vom 24. bis 28. Juni wird Cortina d’Ampezzo erneut zum Zentrum der internationalen Trailszene. Besonders im Fokus stehen zahlreiche deutschsprachige Top-Athletinnen und Athleten – Hannes Namberger, Andreas Reiterer, Ida-Sophie Hegemann oder Daniela Oemus konkurrieren mit den besten der Welt.

Trailrunning-Fest in den Dolomiten

Wenn sich Ende Juni die weltbesten Trailrunnerinnen und Trailrunner in Cortina d’Ampezzo versammeln, dann steht traditionell eines der großen Saisonhighlights auf dem Programm. Der La Sportiva Lavaredo Ultra Trail by UTMB hat sich seit seiner Premiere 2007 zu einem der renommiertesten Trailrunning-Events weltweit entwickelt und zählt längst zu den Klassikern im internationalen Rennkalender.

Vor der spektakulären Kulisse der Dolomiten, UNESCO-Welterbe und Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2026, werden mehrere Tausend Athletinnen und Athleten auf fünf Distanzen zwischen 10 und 120 Kilometern erwartet. Herzstück der Veranstaltung bleibt der Lavaredo 120K mit seinen 120 Kilometern und 5.800 Höhenmetern rund um die berühmten Drei Zinnen.

Neben den Rennen locken das große Event Village, Community-Aktivitäten und Produkttests zahlreiche Besucher nach Cortina. Für viele Athletinnen und Athleten ist Lavaredo weit mehr als ein Wettkampf – es ist ein jährliches Treffen der internationalen Trailrunning-Familie.

Das große Duell im Lavaredo 120K

Besonders gespannt blickt die Szene auf das Elitefeld des Hauptlaufs. Im Männerrennen treffen zahlreiche Spitzenathleten aufeinander, darunter einige der stärksten Läufer des deutschsprachigen Raums.

Angeführt wird das Feld von Deutschlands Ausnahme-Ultraläufer Hannes Namberger, der mit einem Index von 932 als stärkster Athlet der Startliste geführt wird. Der Dynafit-Athlet gehört seit Jahren zur europäischen Spitze auf den langen Distanzen und reist mit hohen Ambitionen nach Cortina.

Sein wohl härtester Konkurrent dürfte Andreas Reiterer werden. Der Südtiroler und La-Sportiva-Athlet kennt die Dolomiten wie kaum ein anderer und zählt auf heimischem Terrain stets zu den Topfavoriten. Mit einem Index von 922 bringt auch er absolute Siegqualitäten mit.

Ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis gehört Tobias Geiser, der mit einem Index von 897 in die Topgruppe vorstößt. Der Dynafit-Läufer überzeugte zuletzt mehrfach auf anspruchsvollen alpinen Strecken.

Besondere Aufmerksamkeit verdient auch Patrick Ehrenthaler. Der Deutsche reist zwar mit etwas geringerem Index an, gehört jedoch zu den stärksten Läufern im deutschsprachigen Feld und könnte bei optimalem Rennverlauf für eine Überraschung sorgen.

Eine interessante Randgeschichte liefert die Vorbereitung der vier Athleten: Namberger, Reiterer, Geiser und Ehrenthaler trainierten erst vor wenigen Wochen gemeinsam auf Teilen der Lavaredo-Strecke. Aus Trainingspartnern werden nun direkte Konkurrenten im Kampf um die Spitzenplätze eines der wichtigsten Trailrennen Europas.

Internationale Konkurrenz kommt unter anderem von Leo Rogaume, Corentin Play, dem Kanadier Ethan Peters sowie dem Slowaken Peter Frano, der mit seinem hohen Leistungsniveau ebenfalls ein ernstzunehmender Podiumskandidat ist.

Hegemann und Zahlauer führen deutsche Hoffnungen an

Auch das Frauenrennen verspricht Hochspannung. Die stärksten Werte der Startliste bringen die Ungarin Eszter Csillag und die Nepalesin Sunmaya Budha mit.

Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick vor allem auf Ida-Sophie Hegemann. Die The-North-Face-Athletin zählt zu den bekanntesten deutschen Trailrunnerinnen und dürfte auf der anspruchsvollen Strecke bestens zurechtkommen. Gemeinsam mit Susanne Zahlauer, die beim UTMB 2025 so stark performen konnte bildet sie das deutsche Duo im Fraue-Elitefeld.

Gefährlich werden zudem die Australierin Lucy Bartholomew, die Irin Emma Stuart sowie die Neuseeländerin Nancy Jiang.

Hochklassige Besetzung auch auf den kürzeren Distanzen

Nicht nur der 120K ist prominent besetzt. Im Lavaredo 80K zählen bei den Männern der Pole Bart Przedwojewski und der Franzose Loic Rolland zu den Favoriten.

Aus deutscher Sicht steht insbesondere Daniela Oemus im Fokus. Die erfahrene Ultraläuferin könnte auf der 80-Kilometer-Distanz ein starkes Resultat erzielen.

Im Lavaredo 50K wartet mit Daniel Pattis der Topfavorit des gesamten Wochenendes. Der Südtiroler führt die Startliste vor Lokalmatador Nadir Maguet an. Auch Alex Oberbacher und Henri Aymonod dürften um die Spitzenplätze kämpfen.

Bei den Frauen gehört die Österreicherin Anna Plattner zu den aussichtsreichsten Kandidatinnen für das Podium.

Dolomiten-Klassiker als Gradmesser der Saison

Mit seiner spektakulären Streckenführung, dem hochklassigen Teilnehmerfeld und seiner besonderen Atmosphäre zählt der Lavaredo Ultra Trail seit Jahren zu den prestigeträchtigsten Rennen der UTMB World Series.

Die Voraussetzungen für ein hochklassiges Rennwochenende sind gegeben. Besonders spannend wird die Frage sein, ob die deutschsprachigen Topläufer rund um Namberger, Reiterer, Geiser, Ehrenthaler und Hegemann den internationalen Favoriten Paroli bieten können – oder ob die Dolomiten erneut internationale Sieger hervorbringen werden.

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