Matthis Granet stellt neuen Weltrekord im Höhenmeter-Sammeln über 48 Stunden auf - xc-run.de Trailrunning

Matthis Granet stellt neuen Weltrekord im Höhenmeter-Sammeln über 48 Stunden auf

Neuer Weltrekord in den französischen Alpen

Annecy, Frankreich, 24. Mai 2026 – Der französische Ultraläufer Matthis Granet hat einen neuen Weltrekord für den größten Höhengewinn innerhalb von 48 Stunden aufgestellt. Bei einer außergewöhnlichen Ausdauerleistung nahe seiner Heimat in den französischen Alpen absolvierte der 28-Jährige insgesamt 24.759 Höhenmeter im Aufstieg.

Die Herausforderung begann am 22. Mai 2026 um 16:13 Uhr Ortszeit und endete exakt 48 Stunden später. Damit übertraf Granet die bisherige Bestmarke von 24.052 Höhenmetern, die Paul Henri Romestin im März 2022 aufgestellt hatte. Die offizielle Anerkennung des Rekords steht derzeit noch aus.

Aus Solo-Projekt wird gemeinschaftliches Laufevent

Was ursprünglich als individuelles Projekt geplant war, entwickelte sich im Verlauf der zwei Tage und Nächte zu einer außergewöhnlichen Gemeinschaftsaktion. Zahlreiche Läufer*innen aus der Region begleiteten Granet auf den Anstiegen und Abstiegen und unterstützten ihn rund um die Uhr.

Selbst in den Nachtstunden kamen immer wieder Menschen an die Strecke, um ihn anzufeuern oder Teilstücke gemeinsam mit ihm zu laufen. Die Atmosphäre erinnerte zeitweise an eine Berglauf-Version von „Forrest Gump“.

Die Strecke befand sich nur drei Kilometer von Granets Wohnort entfernt. Jede Runde umfasste 69 Höhenmeter. Mit diesem bewusst lokalen Format wollte Granet zeigen, dass außergewöhnliche Ausdauerleistungen nicht zwangsläufig an spektakuläre Fernreisen oder extreme Expeditionen gebunden sind, sondern auch direkt vor der eigenen Haustür möglich sein können.

Extreme Bedingungen und kaum Schlaf

Der Weltrekordversuch verlief jedoch keineswegs problemlos. Hohe Temperaturen sorgten insbesondere in der ersten Hälfte der Herausforderung für massive Magen- und Verdauungsprobleme. Zeitweise stand der Erfolg des Projekts sogar infrage.

„Die erste Hälfte der Challenge verlief überhaupt nicht nach Plan und ich war mir nicht sicher, ob ich das Tempo halten könnte“,

erklärte Granet nach seinem Rekordlauf.

Erst am zweiten Tag stabilisierte sich seine Situation deutlich. Insgesamt schlief der Franzose während der gesamten 48 Stunden lediglich 45 Minuten.

„Zum Glück lief es am zweiten Tag besser – auch dank der unglaublichen Unterstützung der lokalen Läufer und meines Teams. Das ist nicht mein Rekord, sondern ein Rekord des gesamten Teams“,

sagte Granet nach dem Zieleinlauf.

Sportliche Herausforderungen mit gesellschaftlichem Hintergrund

Matthis Granet gilt seit Jahren als einer der kreativsten und engagiertesten Athleten der internationalen Ultra- und Trailrunning-Szene. Bekannt wurde er unter anderem durch seine Teilnahme am UTMB, den er seiner verstorbenen Mutter widmete.

Daraus entwickelte sich ein langfristiges Projekt: In den kommenden 20 Jahren möchte Granet insgesamt 40 außergewöhnliche Ultra-Ausdauerprojekte realisieren und diese jeweils mit sozialen oder wohltätigen Initiativen verbinden.

Auch der aktuelle Weltrekordversuch stand im Zeichen eines guten Zwecks. Die Aktion unterstützte die französische Williams-Syndrom-Vereinigung und sollte sowohl Spenden als auch Aufmerksamkeit für die seltene genetische Erkrankung generieren.

Signal für nachhaltigeres Trailrunning

Mit seinem Rekord wollte Granet zugleich ein Zeichen für einen nachhaltigeren Zugang zum Trail- und Ultrarunning setzen. Statt auf aufwendige Reisen oder spektakuläre Destinationen konzentrierte sich die Herausforderung bewusst auf eine lokale Strecke und die Einbindung der Gemeinschaft.

Die Leistung unterstreicht nicht nur die enorme physische und mentale Belastbarkeit des Franzosen, sondern zeigt auch, wie stark gemeinschaftliche Unterstützung im Ausdauersport wirken kann.

Die mobile Version verlassen
Die mobile Version verlassen