Die internationale Trailrunning-Szene trauert um Ida Amelie Robsahm. Die norwegische Spitzenläuferin ist am vergangenen Samstag bei einem Bergunfall am Romsdalseggen in ihrer Heimat Norwegen ums Leben gekommen. Robsahm wurde nur 30 Jahre alt und gehörte spätestens seit dieser Saison zur erweiterten Weltspitze im Trail- und Berglauf.
Bergunfall am Romsdalseggen
Der Unfall ereignete sich am Samstag, 19. September, am Romsdalseggen in der norwegischen Region Romsdal. Wie norwegische Medien unter Berufung auf die Behörden berichten, wurde Robsahm nach einem schweren Sturz von den Rettungskräften geborgen. Wenige Stunden später wurde ihr Tod bestätigt. Die Bekanntgabe ihres Namens erfolgte in Abstimmung mit ihrer Familie.
Der Romsdalseggen gehört zu den bekanntesten Gebirgszügen Norwegens. Sein höchster Punkt liegt auf 1.329 Metern und erhebt sich über der Region rund um Åndalsnes. Die Familie bedankte sich gegenüber dem norwegischen Sender NRK für die große Anteilnahme aus der Laufszene. Ida sei ein wichtiger Teil dieser Gemeinschaft gewesen, die Unterstützung in dieser schweren Situation bedeute der Familie sehr viel.
Eine der Aufsteigerinnen der internationalen Trailrunning-Szene
Robsahms Tod trifft die Trailrunning-Szene auch deshalb besonders, weil die Norwegerin sportlich gerade ihre bislang stärkste Saison absolvierte. Erst seit wenigen Jahren konzentrierte sie sich intensiv auf den Laufsport und schaffte innerhalb kurzer Zeit den Sprung in die internationale Spitze. 2026 gelangen ihr gleich mehrere herausragende Resultate. Im März gewann sie den Marathon Trail beim Chianti Ultra Trail, bei Zegama-Aizkorri lief sie auf den vierten Platz. Ende Juni wurde sie Zweite über die 42 Kilometer des Marathon du Mont-Blanc.
Noch vor wenigen Wochen stand Robsahm beim UTMB Mont-Blanc an der Startlinie. Beim hochkarätig besetzten OCC über 60 Kilometer und rund 3.500 Höhenmeter belegte sie am 27. August in 6:27:34 Stunden den fünften Platz. Bereits bei den Mountain & Trail Running World Championships 2025 hatte sie mit Platz vier im Short Trail auf sich aufmerksam gemacht. Auch auf der Straße verfügte die Norwegerin über außergewöhnliche Qualitäten: Bei ihrem Marathon-Debüt in Valencia 2025 lief sie 2:29:57 Stunden.
ASICS Trail Team trauert um seine Athletin
Robsahm gehörte zum internationalen ASICS Trail Team. Ihr Ausrüster würdigte sie nach Bekanntwerden ihres Todes als außergewöhnliche Athletin und Teamkollegin und erinnerte insbesondere an ihre warmherzige und freundliche Art. Auch zahlreiche Weggefährten aus der internationalen Trailrunning-Szene haben in den vergangenen Tagen öffentlich Abschied genommen. Neben ihrer sportlichen Karriere arbeitete Robsahm als Lehrerin in Oslo. Innerhalb weniger Jahre hatte sie sich von einer ambitionierten Läuferin zu einer Athletin entwickelt, die bei den größten Trailrennen der Welt um die vorderen Plätze kämpfen konnte. Mit Ida Amelie Robsahm verliert die internationale Trailrunning-Gemeinschaft eine ihrer erfolgreichsten norwegischen Athletinnen der jüngeren Generation.
