Vor mittlerweile zehn Jahren hat sich eine Gruppe sportbegeisterter Menschen zusammengetan und den Verein âWoidlĂ€uferâ gegrĂŒndet. Aus einer gemeinsamen Idee entstand 2016 der erste Arberland Ultra Trail (AUT).
Mit zwei unterschiedlichen Strecken wagte man im niederbayerischen Bodenmais die Premiere dieser Veranstaltung â und der groĂe Zuspruch aus der LĂ€ufergemeinschaft bestĂ€tigte die Organisatoren.
Seit 2018 findet das Event jedes Jahr am dritten Septemberwochenende im Hohenzollern Skistadion am FuĂe des GroĂen Arbers statt. Die LĂ€uferinnen und LĂ€ufer profitieren dort von einer perfekten Infrastruktur, und das Organisationsteam setzt alles daran, den Teilnehmenden sowie deren Angehörigen einen unvergesslichen Tag zu bereiten.
Vielfalt der Strecken
Mittlerweile werden fĂŒnf unterschiedliche Distanzen angeboten â von 20 km bis hin zu 100 km. Zudem ist es bei den 20 km und 35 km auch möglich, mit dem eigenen Vierbeiner im Canicross zu starten.
FĂŒr viele LĂ€uferinnen und LĂ€ufer ist der AUT die ideale Gelegenheit, den persönlichen Saisonabschluss einzuleiten.
Passend dazu das Motto der WoidlÀufer:
âGemeinsam sind wir stark.â
Auch die Kurzbeschreibung der Veranstaltung spiegelt die besondere Stimmung wider:
âDas Laub raschelt unter den Laufschuhen, der Atem bildet kleine Wölkchen in der herbstlich kĂŒhlen Luft. Dunkelorange BlĂ€tter filtern Sonnenstrahlen durch den Wald und tauchen die Strecke in weiches Licht. Plötzlich steht man am Gipfel, wĂ€hrend im Tal die letzten Nebelschwaden wabern und in der Ferne die Alpengipfel erkennbar sind. Der Blick schweift ĂŒber bereits erklommene Berge â nun geht es fast nur noch bergab bis ins Ziel. Die Fernsicht ist berauschend, der Bayerische Wald liegt einem zu FĂŒĂen.â
Die fĂŒnf Distanzen im Ăberblick
Arbersee Trail (20 km / 850 Hm)
Ideal fĂŒr AnfĂ€nger, GenieĂer und schnelle LĂ€ufer:
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AnfÀnger schnuppern hier in die Welt des Trailrunnings.
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GenieĂer können die landschaftlichen Ausblicke erleben.
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Ambitionierte LÀufer finden fordernde Anstiege, schnelle Downhills und die Möglichkeit, Grenzen auszuloten.
Auch als Canicross-Distanz verfĂŒgbar.
Schachtenbach Trail (35 km / 1.400 Hm)
Die Strecke fĂŒhrt ĂŒber GroĂen und Kleinen Arber zum Kleinen Arbersee, zurĂŒck ins Stadion und schlieĂlich entlang des Schachtenbachs â einem Symbol der wilden Natur des Bayerischen Waldes.
Ebenfalls auch als Canicross-Distanz im Programm.
Auerhahn Trail (45 km / 1.800 Hm)
UrsprĂŒnglich gemeinsam mit der 66-km-Strecke der Grundstock des AUT. Die Route wurde mehrfach verfeinert und fĂŒhrt zu den landschaftlichen Highlights rund um den Arber â inklusive der beiden Arberseen und dem idyllischen Mittagsplatzl.
Classic Trail (66 km / 2.300 Hm)
Einst die Königsdistanz, bis heute jedoch unverÀndert beliebt.
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Anspruchsvolle Ultradistanz
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Inklusive aller Highlights des Auerhahn Trails
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ZusĂ€tzlich ĂŒber den landschaftlich einzigartigen Flusswanderweg zwischen RegenhĂŒtte und Ludwigsthal
FĂŒr viele ein Sprungbrett zur 100-km-Distanz.
Arberland Ultra Trail (100 km / 3.700 Hm)
Das Motto: âWerde Teil einer Legende.â
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Kombination aus Classic Trail (Abschnitt 1) und Schachtenbach Trail (Abschnitt 2)
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Extrem fordernd â sowohl körperlich als auch mental
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Zeitlimit: 15 Stunden, was den Druck zusÀtzlich erhöht
Stimmen aus dem xc-run.de Trailrunning Team
David (Arbersee Trail)
âDie Kurzstrecke vom AUT ist eine meiner Lieblingsstrecken im Bayerischen Wald â schnell, technisch und voller Highlights. Nach meinem Sieg 2024 war ich auf Titelverteidigung unterwegs, was mir auch gelang. Das Rennen war von Beginn an schnell, ein Zweikampf mit Daniel Götz zeichnete sich ab. Am Gipfel des GroĂen Arbers konnte ich mich absetzen und den Vorsprung bis ins Ziel halten.
Der AUT ist inzwischen zu einem Highlight im Bayerischen Wald geworden, auch wenn die Vielzahl an Strecken den Blick aufs Wesentliche manchmal erschwert.â
Barbara (Schachtenbach Trail)
âDer AUT ist ein alter Bekannter und fester Bestandteil meines Rennkalenders. Die Organisation ist routiniert, die Location optimal â wenn auch etwas abgelegen. Dieses Jahr war die Stimmung groĂartig, viele Zuschauer, perfektes Wetter und lachende Gesichter.
Mit Platz 4 (10. gesamt und 3. AK) bin ich sehr zufrieden, trotz kleiner Pannen wie defekten Stöcken und einer gefĂ€hrlichen StraĂenquerung ohne Streckenposten. Insgesamt ein gelungener Saisonabschluss.â
Konrad (Arberland Ultra Trail, 100 km)
â60 LĂ€ufer stellten sich der 100-km-Premiere. Die Hitze machte es extrem schwer, bereits um 5 Uhr morgens hatte es 20 Grad. Nach einem unvergesslichen Sonnenaufgang am Arber folgten fordernde Passagen ĂŒber den Silberberg, die Rissloch-WasserfĂ€lle und das Mittagsplatzl.
Die letzten Kilometer waren reine QuĂ€lerei, die Muskulatur schmerzte, und die Hitze setzte zusĂ€tzlich zu. Nach 14:48 h erreichte ich erschöpft, aber glĂŒcklich das Ziel:
âEs war der hĂ€rteste Lauf meines Lebens â der Geist besiegt den Körper.âDie DNF-Quote von ĂŒber 50 % bestĂ€tigt die HĂ€rte dieser Distanz.â
Christian (Arberland Ultra Trail, 100 km)
âNach einer starken Saison mit dem KAT100 entschied ich mich kurzfristig fĂŒr den AUT ĂŒber 100 km. Trotz Infekt in der Vorwoche wollte ich starten.
Es war ein harter Kampf, geprĂ€gt von Schmerzen, Zweifeln und extremen Temperaturen. Doch Schritt fĂŒr Schritt kam ich ins Ziel â nach 13:36 h, glĂŒcklich und empfangen von meiner Familie.
FĂŒr mich war es die erste 100-km-Distanz in der Heimat. Ich danke den WoidlĂ€ufern und dem gesamten Orga-Team, dass sie uns dieses Erlebnis ermöglichen.â
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