GTWS 2026: Neue Teamwertung bringt frischen Wind in die Serie - xc-run.de Trailrunning

GTWS 2026: Neue Teamwertung bringt frischen Wind in die Serie

GTWS 2026 revolutioniert das Trailrunning

Die Golden Trail World Series (GTWS) schlägt 2026 ein neues Kapitel im internationalen Trailrunning auf. Mit einer offiziellen Teamwertung, neuen taktischen Rennformaten, zusätzlichen Segmentpunkten und massiv erhöhtem Preisgeld entwickelt sich die Serie immer stärker zu einem professionellen Gesamtkonzept – und orientiert sich dabei teilweise an Mechanismen, wie man sie bisher vor allem aus dem Radsport kennt.

Bereits am 17. Mai fällt beim legendären Zegama-Aizkorri der Startschuss zur neuen Saison. Das traditionsreiche Baskenland-Rennen feiert dabei gleichzeitig sein 25-jähriges Jubiläum und bildet die Bühne für den Auftakt der vermutlich stärksten GTWS-Saison aller Zeiten.

Teamwertung als Novum im internationalen Trailrunning

Die größte Neuerung der Saison ist ohne Zweifel die Einführung einer offiziellen Teamwertung. Zwar kennt man Teamwertungen bereits von Weltmeisterschaften oder nationalen Verbandsrennen, im professionellen internationalen Trailrunning-Zirkus war der Sport bislang jedoch nahezu ausschließlich auf Einzelathleten ausgerichtet.

Genau hier geht die Golden Trail World Series nun neue Wege.

Erstmals kämpfen acht internationale Marken nicht nur um individuelle Siege, sondern auch um eine gemeinsame Teamkrone. Das verändert den Charakter der Rennen spürbar. Taktik, Teamtiefe, Rennintelligenz und mannschaftliche Geschlossenheit werden künftig eine deutlich größere Rolle spielen.

Der Vergleich zum Radsport liegt dabei nahe: Auch dort entscheiden längst nicht mehr nur individuelle Stärken über Erfolg oder Niederlage, sondern die Qualität des gesamten Teams.

So funktioniert die neue GTWS-Teamwertung

Die Wertung basiert auf den Ergebnissen der jeweils zwei besten Männer und zwei besten Frauen eines Teams pro Rennen.

Das Punktesystem funktioniert nach dem „Low-Score“-Prinzip:

  • Platz 1 = 1 Punkt
  • Platz 2 = 2 Punkte
  • Platz 10 = 10 Punkte

Die vier Einzelplatzierungen eines Teams werden addiert. Das Team mit der niedrigsten Gesamtpunktzahl gewinnt die jeweilige Tageswertung.

Für die Gesamtwertung zählen:

  • die vier besten Saisonergebnisse
  • plus das Grand Finale

Dadurch werden Konstanz, Teamaufstellung und strategische Saisonplanung enorm wichtig. Teams müssen künftig genau überlegen, bei welchen Rennen sie ihre stärksten Athleten einsetzen.

Mehr Teamtaktik statt reiner Einzelkämpfer-Mentalität

Die neue Wertung könnte die Dynamik innerhalb der Rennen massiv verändern.

Bislang standen Trailrunner meist allein im Mittelpunkt. Künftig könnten Athleten:

  • Teamkollegen unterstützen,
  • taktisch Rennen beeinflussen,
  • Positionen absichern
  • oder bewusst Kräfte für wichtige Saisonrennen sparen.

Vor allem Teams mit großer Kaderbreite dürften davon profitieren.

Diese Teams prägen die GTWS 2026

https://xc-run.de/aktuelles/news/trail-business/die-neue-ordnung-im-internationalen-trailrunning-welche-marken-haben-die-staerksten-teams/

 

Salomon geht als Favorit ins Rennen

Das wohl stärkste Gesamtpaket bringt erneut Salomon an den Start. Der französische Ausrüster verfügt über enorme Breite und zahlreiche Siegkandidaten.

Mit dabei sind unter anderem:

  • Rémi Bonnet
  • Sophia Laukli
  • Tove Alexandersson
  • Malen Osa
  • Joey Hadorn
  • Timothy Kibett
  • Caroline Kimutai

Kaum ein anderes Team kann auf allen Terrainformen derart konstant Top-Ergebnisse liefern.

ASICS setzt auf Erfahrung und individuelle Klasse

Das ASICS Trail Team bringt zahlreiche etablierte Namen an die Startlinie:

  • Sara Alonso
  • Maude Mathys
  • Benjamin Roubiol
  • Adrien Briffod

Vor allem Sara Alonso zählt nach ihrer starken Vorsaison erneut zu den ganz großen Favoritinnen.

Spannend wird die Frage sein, ob ASICS die enorme individuelle Qualität auch konstant in starke Teamresultate umwandeln kann.

Brooks überzeugt mit Tiefe und Konstanz

Brooks Trail Runners gilt als eines der ausgeglichensten Teams der Serie. Gerade im neuen Teamformat könnte sich das auszahlen.

Zum Kader gehören:

  • Anna Gibson
  • Taylor Stack
  • Roberto Delorenzi
  • Daniel Pattis
  • Courtney Coppinger
  • Alice Gaggi

Das Team besitzt sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen starke Optionen.

Nike ACG mit internationalem Staraufgebot

Auch Nike ACG schickt ein hochkarätiges Team ins Rennen:

  • Nienke Brinkman
  • Lauren Gregory
  • Cesare Maestri
  • Christian Allen
  • Miao Yao

Besonders Brinkman sorgt für Aufmerksamkeit. Die Niederländerin gewann bereits 2022 die Gesamtwertung der GTWS und kehrt nun zurück.

Run2Gether On Trail bringt kenianische Power

Eines der spannendsten Teams dürfte Run2Gether On Trail werden.

Mit:

  • Patrick Kipngeno
  • Philemon Kiriago
  • Michael Selelo Saoli
  • Ruth Gitonga
  • Philaries Kisang

setzt das Team stark auf die kenianische Trailrunning-Szene.

Gerade auf laufbaren Strecken könnten sie das Renngeschehen dominieren.

New Balance, Scott und Kailas als Herausforderer

Auch folgende Teams wollen in die Teamwertung eingreifen:

  • New Balance Running
  • Scott
  • Kailas Fuga Team

New Balance bringt mit Manuel Merillas und Davide Magnini enorme Qualität mit.

Scott wird von Titelverteidigerin Madalina Florea angeführt, während Kailas Fuga vor allem auf mannschaftliche Geschlossenheit setzt.

Neue Segmentwertungen machen die Rennen taktischer

Zusätzlich zur Teamwertung führt die GTWS erstmals Segmentpunkte ein.

Gewertet werden:

  • Uphill-Segmente
  • Downhill-Segmente
  • Sprint-Sektionen

Die besten fünf Athleten erhalten Bonuspunkte:

  • 10 Punkte
  • 8 Punkte
  • 6 Punkte
  • 4 Punkte
  • 2 Punkte

Damit will die Serie:

  • aggressiveres Racing fördern,
  • mehr Attacken provozieren
  • und die TV-Übertragungen attraktiver machen.

Auch hier erinnert vieles an Entwicklungen aus dem Straßenradsport oder dem Skilanglauf.

Deutlich mehr Preisgeld in der GTWS 2026

Die Professionalisierung zeigt sich auch finanziell:
Das Gesamtpreisgeld steigt auf 451.000 Euro – ein Plus von 50 Prozent gegenüber 2025.

Die Gesamtsieger der Serie erhalten jeweils:

  • 30.000 Euro bei den Männern
  • 30.000 Euro bei den Frauen

Ausbau des Anti-Doping-Programms

Parallel dazu investiert die GTWS massiv in Fairness und Transparenz.

2026 geplant:

  • 10 Kontrollen pro Rennen
  • inklusive EPO-Tests
  • zusätzlich 50 unangekündigte Kontrollen außerhalb der Wettkämpfe

Damit setzt die Serie auch im Anti-Doping-Bereich neue Standards im Trailrunning.

Saisonauftakt in Zegama-Aizkorri

Der Auftakt der GTWS 2026 steigt am 17. Mai beim legendären Zegama-Aizkorri. Das traditionsreiche Rennen gilt als eines der prestigeträchtigsten Trailrennen der Welt.

Bei den Männern treffen unter anderem aufeinander:

  • Kilian Jornet
  • Rémi Bonnet
  • Manuel Merillas
  • Elhousine Elazzaoui

Bei den Frauen stehen unter anderem folgende Topstars an der Startlinie:

  • Sara Alonso
  • Tove Alexandersson
  • Judith Wyder
  • Malen Osa

Die Rennen werden live über HBO Max, Eurosport, TNT Sports sowie zahlreiche internationale Streaming-Plattformen übertragen.

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