Skyrunner® World Series: Maria Koller - Königin von Madeira - xc-run.de Trailrunning

Skyrunner® World Series: Maria Koller – Königin von Madeira

Female winner, Maria Koller from Germany - (c) MRSWS David Gonthier

Der Spanier Pere Aurell und Maria Koller haben auf Madeira das fünfte Rennen der Migu Run Skyrunner® World Series 2019 gewonnen. Beide Athleten errangen ihren ersten Sieg auf diesem reinen Skyrunning-Kurs nach einem harten und technischen Kampf gegen einige der stärksten Athleten dieses Sports.

Es war ein Tag der Schmerzen und des Schweißes auf der portugiesischen Insel Madeira. Die sechste Ausgabe des Madeira Skyrace sah den Fall eines Riesen und den Aufstieg eines neuen Sterns auf einem spektakulären und herausfordernden Kurs von 55 km mit einem Höhenunterschied von 4.100 m. 

Aurell und Mityaev liefern sich Ausscheidungsrennen

 Das Männerfeld umfasste viele große Namen des Skyrunning. Gleich zu Beginn des Rennens gab der Russe Dmitri Mityaev das Tempo vor, und der starke Spanier Pere Aurell blieb ihm dicht auf den Fersen – alle erwarteten einen Zweikampf. Nach einer Steigung von 1.400 Metern erreichten die Männer den ersten Gipfel des Tages mit Mityaev an der Spitze. Eine Minute dahinter lag Weston Hill aus Neuseeland, dicht gefolgt von Aurell, der auf den dritten Platz zurückgefallen war. Der französische Läufer Beñat Marmisolle war Vierter. Als die Männer bei 13 km waren, befand sich Marmisolle hinter Mityaev auf den zweiten Platz. Aurrell war weniger als eine Minute dahinter und sah immer noch stark aus. Dani Jung hatte es geschafft, die Spitzengruppe einzuholen und sich ihr anzuschließen. Hier standen die Athleten vor ihrer nächsten Herausforderung: Ein neuer, riskanter und äußerst technischer Abschnitt, der ihre Fähigkeiten als Skyrunner auf die Probe stellen würde. Im wahren Skyrunning-Stil zeigten die führenden Männer keinerlei Anzeichen von Angst und kletterten schnell den felsigen Berghang hinauf in Richtung Pico Ruivo, dem höchsten Gipfel der Insel mit 1.862 Metern.

Die Verfolgungsjagd dauerte bis zu einem Klippenabschnitt zwischen 30 und 35 km. Zu diesem Zeitpunkt erklärte Mityaev, dass er sich nach seinem jüngsten zweiten Platz beim 74 km langen Transvulcania Ultramarathon drei Wochen „nicht genug erholt“ habe und verlor an Boden. Dies ermöglichte es dem spanischen Kraftpaket Aurell seine Chance zu nutzen und zu überholen. Mityaev entschloss sich schließlich bei km 42 aufzugeben. Die Schmerzen in seinem Gesäß und Bein wurden ihm zu viel, um fortzufahren. Ab hier war es ein leichter Sieg für Aurell. Nach einem fünften Platz im Jahr 2017 und einem DNF im vergangenen Jahr überquerte er schließlich die Ziellinie als Erster mit einer Zeit von 6h06’01“. Ein bärenstarker Daniel Jung sicherte sich den dritten Platz und auch Hannes Namberger zeigte mit seinem vierten Rang, dass er in der Weltspitze der Skyrunner ein gewichtiges Wörtchen mitreden kann. 

1. Pere Aurell (ESP) Team Merrell – 6h06’01“
2. Beñat Marmissolle (FRA) – Aviron Bayonnais / Orhi Mendi Taldea – 6h08’44“
3. Daniel Jung (ITA) GORE / Scarpa – 6h12“20″
4. Hannes Namberger GER) Dynafit – 6h32’08“
5. Weston Hill (NZL) Altra-Compress – 6h33’46“

 

Maria Koller beeindruckt den Skyrunning Zirkus

Bei den Frauen sahen die Zuschauer beeindruckt zu, als Maria Koller als Erste die Ziellinie überquerte und mit einer Zeit von 7h20’06 die Favoritinnen und Weltklasseläuferinnen Ekaterina Mityaeva aus Russland und Takako Takamura aus Japan besiegte.  Noch beeindruckender ist, dass es Koller gelungen ist, fast das gesamte Rennen an der Spitze zu bleiben. Irgendwann sammelte die Spanierin Ester Casajuana genügend Kraft und Geschwindigkeit, um sie kurz zu überholen. Die beiden Frauen erreichten fast zusammen den zweiten Klettersteig. Casajuanas Führung war jedoch nur von kurzer Dauer, und Maria bewies, dass sie heute die stärkste Frau im Feld war. Die russische Athletin und Dmitry Mityaevs Frau Ekaterina Mityaeva überquerte die Ziellinie auf dem zweiten Platz, 2’40“ hinter Koller – eine weitere solide Leistung für Mityaeva in der Serie. Casajuana konnte mit einer Zeit von 7h34’02“ das Podium komplettieren, gefolgt von Japans stärkster Skyrunnerin, Takako Takamura in 7h42’12“ und Roser Espanol aus Spanien, die nach 7h53’17 „Fünfte wurde. 

Women:

1. Maria Koller (GER) Dynafit – 7h20’06“
2. Ekaterina Mityaeva (RUS) Adidas Terrex – 7h22’46“
3. Ester Casajuana (ESP) Raidlight – 7h34’02“
4. Takako Takamura (JPN) Asahikawa Medical University – 7h42’12“
5. Roser Espanol (ESP) Archmax – 7h53’17“?

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