UTMB: Emotionen pur bei der 2021er Edition

UTMB Mont Blanc 2021 © franckdunouau

Der UTMB Mont Blanc war auch oder gerade im Jahr 2021 das erwartete Fest und herausragende Jahreshighlight des Trailrunnings. Die Woche im Rückblick:

Moderne Helden beim PTL

Es gab viele emotionale Momente bei diesem UTMB Mont-Blanc 2021. Angefangen bei den Teilnehmern des PTL, die das  Abenteuer ihres Lebens erleben wollten. Die PTL und ihre atemberaubenden Zahlen, 300 km und 25.000 Höhenmeter in weniger als 151 Stunden. Keine Rangliste aber ehrliche und emotionale Umarmungen und dieser Berggeist, der im Ziel so spürbar ist.

Regionaler Sportsgeist beim MCC

Viele emotionale Momente gab es auch beim MCC mit seinen 1.000 Läufern aus der Region, Partnern, Volunteers und Vereinsmitgliedern. Auch der Entdecker Mike Horn kam mit seinen Töchtern zum Trailrunning. Alle waren sich einig, dass das Rennen hervorragend war, sowohl für die Atmosphäre als auch für den Trail. Und alle werden sich daran erinnern, wie von den Freiwilligen angefeuert über den Balmepass gelaufen zu sein, der azurblaue Himmel, seine atemberaubenden Aussichten und all die schönen Momente des Feierns, als wären sie in der Zeit versunken.

Trauer beim TDS

Es gab auch Traurigkeit. Am Dienstagabend trauerte der TDS und mit ihm die gesamte Trailrunning-Familie. Dennoch wurden ihre Sieger gefeiert, die ihrem Auftritt gewachsen waren: die Französin Manon Bohard und der Norweger Erik-Sebastian Krogvig, mit ihnen die Italienerin Giuditta Turini, die Ungarin Ildiko Wermescher und die Franzosen Benoit Girondel und Arthur Joyeux Bouillon, alle sechs auf dem TDS-Podium.

OCC immer beliebter

Der Start des OCC beflügelte mit seinem außergewöhnlichen Line-Up und dem guten Wetter die Stimmung bei Läufern und Zuschauern. Am Ende gewannen bei diesem Rennen erstmals zwei Champions, der Franzose Blandine L’Hirondel und der Brite Jonathan Albon, zwei diskrete und liebenswerte Läufer. Mathilde Sagnes (FR), Caitlin Felder (USA), Robbie Simpson (UK) und Peter Engdhal (SE) komplettierten das Podium dieses bei Läufern immer beliebter werdenden OCC (56Km und 3.500 Höhenmeter).

Episches Line-Up beim CCC

Es folgten die Eliterennen und außergewöhnliche Line-Ups beim CCC und UTMB. Von einer Verletzung zurückgekehrt, lief Thibaut Garrivier ein perfektes Rennen und hob nach 10 Stunden und 23 Minuten Anstrengung die Arme zum Sieg, begleitet von der ebenfalls sehr emotionalen Spanierin Marta Molist Codina. Scott Hawker (NZ) und Thibaut Baronian (FR) behaupteten sich in einem epischen Männerfeld! Bei den Damen werden auch Abby Hall (USA) und Petra Sevčíková (CZ) von Fotografen und Publikum auf dem Podium gefeiert.  Ebenso wie die 2000 Läufer die bis zu fast 27 Stunden im Rennen sind.

François D’Haene schreibt Geschichte beim UTMB 

Am Freitag und dem Start des UTMB waren die Emotionen hoch und dem verstorbenen tschechischen Läufer wurde eine besondere Ehre erwiesen. Die Läufer starteten 170 km rund um den Mont-Blanc und mit ihnen das Publikum, das ihnen auf der Strecke folgte, in einer Atmosphäre volkstümlicher Heiterkeit: Anfeuern auf allen Wegen, ausgestreckte Hände und Gesänge von „go, go“ in mehreren gesprochenen Sprachen für diese großartige und großartige Rückkehr des UTMB Mont-Blanc. François D’Haene war der Hauptfavorit und gewann das Rennen, um vor Kilian Jornet mit 4 Siegen der erfolgreichste Läufer der Veranstaltung zu werden. Courtney Dauwalter lieferte eine brillante Leistung ab. Nach ihrem Sieg im Jahr 2019 wiederholte sie mit Leichtigkeit den 7. Gesamtrang und stellte den neuen Rekord für das Frauenrennen in 22 Stunden und 30 Minuten auf. Eine außergewöhnliche Leistung, die hier in Chamonix in Stein gemeißelt wurde. Camille Bruyas belegte bei ihrer ersten Teilnahme am UTMB den zweiten Platz, begleitet von der Schwedin Mimmi Kokta.

Der UTMB 2021 in Zahlen

18. Auflage
10 000 Läufer
90 Nationen
2.500 Freiwillige und Mitglieder der Organisation

UTMB Pressemitteilung vom 29.08.2021