Brooks Cascadia 16 

Trailschuhtest 2022: Brooks Cascadia 16 © xc-run.de

Der Hersteller Brooks ist schon seit langem eine feste Größe, auch im Bereich des Trailrunnings. Der Brooks Cascadia steht nun schon in seiner 16. Version für einen besonders stabilen Trailrunningschuh, für Neutralschuhläufer und spricht damit auch durchaus etwas schwerere Läufer an.

Erster Eindruck

Robust und stabil, das sind die ersten beiden Attribute die mir einfallen, wenn ich den Brooks-Karton aufmache und mir dieser Klassiker entgegenschaut. Auf den ersten Blick kein Schuh für ein schnelles Skyrace, aber durchaus sofort der Gedanke an einen langen Lauf im gemischten Gelände. Im Kopf plane ich sofort den sonntäglichen Longrun auf den Trails mit ihm. Die Schnürung ist klassisch, jedoch, wie bei Brooks üblich, mit einer Verstaumöglichkeit für die überhängenden Senkel in der Fußmitte versehen. Ebenso sticht sofort die Schlüpfhilfe an der Fersenkappe auf, welche perfekt funktioniert und für einen angenehmen Schuhwechsel sorgt. Die auffällige Farbwahl hat bei dem zur Zeit vorherrschenden Wetter den Vorteil, dass man trotzdem seine Füße auf dem Trail jederzeit im Blick hat. Wem das jedoch zu auffällig ist, für den bietet Brooks natürlich noch ein paar dezentere Farben. 

Laufeigenschaften

Der Brooks Cascadia 16 wirkt beim ersten Lauf trotz der sehr robusten Bauweise relativ agil. Er bietet ausreichend Platz und wirkt weder zu eng noch zu weit am Fuß. Im Uphill sowie im Downhill lässt der Cascadia nichts auf sich kommen. Er hat immer guten Grip und der Untergrund ist ihm dabei nahezu egal. Selbst im Schlamm greifen die leicht konisch geformten Noppen der Sohle noch gut zu und verhindern so ein wegrutschen. Das bereits oben erwähnte bestätigt sich und es fehlt etwas an Agilität und „Rennfreude“. Der direkte Kontakt zum Untergrund ist bei einem Stabilschuh wie dem Cascadia weder zu erwarten noch gewünscht. Zum Dahinrollen auf gemischtem Geläuf, aus Forststraße, Trail, Geröll und leichtem Fels und dem natürlicherweise damit verbundenen längeren Genießen der Natur ist er jedoch perfekt geeignet.  

Einsatzbereich

Der Einsatzbereich des Brooks Cascadia 16 sehe ich auf leichten bis mittelschweren Trails, auch mit Forst- und Asphaltpassagen. Auf den Untergrund nimmt dieser Schuh keine Rücksicht und das muss der Läufer damit auch nicht. Gerade auf langen Trailrunden, ohne Zeitdruck und Trainingsstress, hat man mit diesem Schuh einen ziemlich guten Laufpartner.

Für wen?

Die robuste und stabile Bauweise sorgt dafür, dass der Brooks Cascadia 16 auch für Trailrookies, –wiedereinsteiger oder Langstrecken- und Ultraläufer interessant ist, welche sich in wechselndem Terrain zu Hause fühlen. Gerade auch etwas schwerere Läufer, welche mit den leichten Wettkampfschlappen zumeist ihre Probleme haben, sollten sich diesen Schuh einmal ansehen. 

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Trailschuhtest 2022: © xc-run.de
Daten
Hersteller: Brooks
Modell: Cascadia 16
Gewicht: 297 g (EU 44)
Sprengung: 8 Millimeter
Empf. Verkaufspreis: 140 €

Testergebnis

Verarbeitung 13 von 15
Schnürung 11 von 15
Protektion 13 von 15
Grip 12 von 15
Lauffreude 10 von 15
Fersenhalt 11 von 15
Gesamtnote
Ich mag den Brooks Cascadia 16. Er ist robust und stabil, ohne dabei zu schwer zu wirken oder gar zu sein. Er fühlt sich am Fuß sicher an und lässt den Läufer einfach lange dahinrollen. Besonders symphatisch finde ich die aktuellen 90-Tage-Rückgaberecht von Brooks, bei Bestellungen im Fachhandel oder direkt vom Hersteller. Das trauen sich nicht alle. Also: Mit Netz und doppeltem Boden – Zugreifen.