Kaitersbergtrail 2019: Traumtrails mit Start Ziel Sieg

Kaitersbergtrail 2019 - @Sportograf

Vergangenes Wochenende fand in Bad Kötzting, gleich unterhalb des Kaitersberg der 1. Kaitersbergtrail über 30 km und 1400 hm statt! Feinste Trails erwarteten die Teilnehmer und  auch aufgrund des Orga – Komitees um den UTLW – Mitbegründer Max Hochholzer waren die insgesamt 444 Startplätze innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Am Start für unser GORE WEAR xc-run.de Trailrunning Team waren Sabine und Martin. Wie es ihnen ergangen ist, welche Eindrücke sie vom Event und der Strecke hatten und überhaupt, was sie dieses Saison noch vorhaben lest ihr hier.

 

● 1. Beschreibt kurz Euren bisherigen Saisonverlauf bis zum Kaitersberg Trail

Sabine Wurmsam: Da es für mich als Trailrunnerin keinen Unterschied macht, ob es Sommer oder Winter ist und ich zu jeder Jahreszeit draußen unterwegs bin, habe ich mich den Winter über natürlich mit viel Laufen, aber auch mit Skifahren und Schneeschuhwandern auf die neue Trailsaison vorbereitet. Mein erster Lauf dieses Jahr war am 04.Mai in Innsbruck (42km, 1500Hm). Dass ich hier gleich auf den 3ten Platz laufen konnte, war für mich ein besonderes Highlight zum Saisonstart.

Martin Pfeffer: Dieses Jahr verlief meine Vorbereitung kunterbunt. Mit Laufausflügen nach Österreich, Südtirol, Barcelona und verschiedenen Regionen in Mexico und Peru (Backpacking) kamen meine Läufe im gewohnten heimischen Gebiet (Arber, Geisskopf, Hirschenstein, etc.) etwas zu kurz. Nichts desto trotz, denke ich für die Saison 2019 reichlich Energie und Spaß getankt zu haben. Auch bei mir war Innsbruck die erste Laufeventstation. Meine bereits zweite Teilnahme bei dieser Veranstaltung konnte ich mit einem guten 11ten Gesamtplatz in einem flotten Teilnehmerfeld abschließen. Zwischen dem Kaitersberg Trail und dem bereits erwähnten „Innsbruck Alpine Trailrun Festival“ musste ich einen verletzungsbedingten DNF beim „Chiemgau Trail Run“ hinnehmen, was die Teilnahme am Kaitersberg Trail spannender als erwartet gestaltete.


 

● 2. Sabine, Du bist dies Jahr neu im xc-run.de Team, welche Besonderheiten gab es bei Deiner Vorbereitung?

SW: Neu für mich war dieses Jahr das Erklimmen der Berge mit den Tourenski. Mit großer Freude konnte ich erste Erfahrungen sowohl auf den heimischen, als auch auf österreichischen Bergen sammeln. Auch das Besuchen des von Christoph Bergmann durchgeführten TWP-Trainings (Trainieren wie Profis) brachte mich in eine gute Position für 2019

● 3. Was fällt Euch als erstes ein, wenn Ihr an den Kaitersberg Trail zurückdenkt?

MP: Den Kaitersberg Trail verbinde ich vor allem mit knackigen Up- sowie Downhillpassagen, welche sehr technisch zu belaufen waren, einer gigantischen Atmosphäre auf und neben der Strecke, welche mich trotz kleiner Widrigkeiten ordentlich vorwärts gepeitscht hatte.

SW: Der Kaitersberg Trail 2019 lässt sich für mich mit folgenden Worten beschreiben:
● super Wetter
● schwierige Trails & Anstiege die es in sich haben
● geile Stimmung
● Sieg

 

● 4. Was waren Eure Erwartungen an die Strecke und an Euch selbst?

SW: Da die Strecke auf den ersten Blick sehr komplex verläuft und sich die Trails des Öfteren kreuzen, hatte ich leichte Bedenken, mich auf den 30km zu verlaufen. Aus diesem Grund hoffte ich eine gut beschilderte Rennstrecke vorzufinden. Meine Erwartungen an mich selbst waren eine verletzungsfreie und flotte Runde um den Kaitersberg hinlegen zu können.

MP: Durch den bereits erwähnten vorausgegangenen DNF beim CTR19 wurden meine Erwartungen und Ziele an mich selbst etwas gebremst. Nichts desto trotz war mein primäres Verlangen die coole und zum Teil bekannte Strecke mit mehr Spaß im Kopf als Schmerzen in der Brust zu durchlaufen.

 

● 5. Wie habt Ihr die Strecke wahrgenommen?

SW: Eine sehr vielfältige Strecke die alles zu bieten hatte; Von Wiesenwegen über schmale Singletrails, richtig knackigen & felsigen Anstiegen, bis hin zu äußerst technischen Abschnitten, sowie Kletterelementen. Und nicht zu vergessen ist das wunderschöne Panorama, welches den Trailläufern zu Füßen liegt.

MP: Was mich extrem geflasht hat, waren die zahlreichen, zum Teil bekannten Supporter an der Strecke. Mit den vorwärts peitschenden anfeuerungs Rufen war es ein Genuss, die grandiose Strecke zu belaufen. Vor allem der zügige Uphill zum Kreuzfelsen hoch, der steile Downhill nach der Kötztinger Hütte, sowie der schöne letzte Anstieg zum Riedelstein hoch bis hin zur Kletterpassage in den Rauchröhren und der abschließende extrem technisch verlaufende Downhilltrail runter bis nach Bad Kötzting waren für mich außergewöhnliche Highlights.

● 6. Welche Streckenpassage ist Euch noch besonders im Kopf geblieben?

SW: Der Anstieg von Eschlsaign hinauf bis zum Riedelstein, der so richtig „zach“ war und sich für mich wie eine Ewigkeit anfühlte.

MP: hahahaa, wegen meiner Körpergröße hatte ich leichte Probleme zügig die Rauchröhrenschneiße hoch zu klettern. Balsam für die Seele war dann der anschließende Höhentrail bis Kötztinger Hütte. Da konnte ich nochmal ordentlich Kraft für die letzten Kilometer tanken.

 

● 7. Wie habt Ihr die Stimmung auf der Strecke wahrgenommen?

SW: Ich glaube dass mir alle Läufer, die an diesem Event teilgenommen haben, zu 100% zustimmen wenn ich sage, dass die Stimmung auf der gesamten Stecke einfach der Wahnsinn war. Es waren so viele Leute gekommen, die jeden einzelnen Läufer lautstark angefeuert und gepusht haben. Stundenlang standen die Zuschauer überall auf der Strecke verteilt und verbreiteten mit Vuvuzelas, Rasseln, Kuhglocken, usw. eine unvergessliche Stimmung.

MP: Phenomenal. Es hat richtig viel Spaß gemacht unter “Schmerzen” zu laufen 🙂

 

● 8. Welche Emotionen habt Ihr auf den Trails durchlebt?

SW: Ich glaube auf solch einer schwierigen Strecke durchlebt man so ziemlich alle Emotionen; von Glücksgefühlen und Freude, über großen Respekt vor den anspruchsvollen Trails, bis hin zur Frage „warum tue ich mir das immer wieder an?“. Aber diese Frage beantwortet sich jedes Mal, spätestens wenn man im Ziel ankommt, von selbst.

MP: Vom Start bis zum Ziel war es ein Ausflug in eine eigene Welt der verschiedensten durchlebten Gefühle, wie Bine bereits beschrieben hat. Die gute Anfangsstimmung über meinen guten Start wurde durch den ersten längeren Anstieg bis hin zum Kaitersberg etwas gedämpft. Von HM zu HM musste ich wegen meiner pochenden Rippe Gas vom Schuh nehmen. Aber die Zuschauer an der Strecke verstanden es jedesmal wieder mir die Stimmung aufzuhellen und spätestens beim Einlauf ins Stadion kam das unbeschreibliche Glücksgefühl komplett zum Vorschein  ein Event in der Heimat gesund und zufrieden
absolviert zu haben ein rießen Highlight

 

● 9. Was waren Eure ersten Gedanken, als Ihr die Ziellinie in Bad Kötzting überquert habt?

SW: Meine ersten Gedanken lassen sich kaum in Worte fassen; Freude, Glück, Erleichterung, Stolz,….dass ich es wirklich geschafft hatte als erste Frau ins Ziel zu laufen war für mich einfach ein unbeschreibliches Gefühl, dass man mit Worten nicht beschreiben kann.

MP: Von meiner Seite erstmal herzlichen Glückwunsch an alle Finisher. Ihr habt alle richtig gut abgeliefert. Ich ziehe meinen Hut vor jedem einzelnen. Aber vor allem möchte ich meinen Spezi, den Wanninger Tom und meiner Teampartnerin, der Biene zu ihren grandiosen Siegen gratulieren. Die verschiedene Gefühlswelten, die ich während des Laufs durchlebt habe und sich über 30km angesammelt haben, ließ ich beim Überschreiten der Ziellinie wie ein Vulkan freien lauf…. Es war ein geniales Gefühl in der “Heimat”, bei so einem Wetter und so vielen bekannten Gesichtern gesund und munter finishen zu dürfen.

 

● 10. Was würdet Ihr den Veranstaltern mit auf den Weg geben?

SW: Der KBT war wirklich von vorne bis hinten TOP organisiert, es hat einfach alles gepasst und ich glaube es gibt nicht wirklich was zu meckern; deshalb kann ich einfach nur sagen: IHR SEID SUPER, MACHT WEITER SO!!!!

MP: Zu den lobenden Worten meiner Teampartnerin möchte ich jedoch eine kleine Kritik anfügen. Die Zielverpflegungsstation war zwar reichlich mit Essen versorgt. Jedoch sind die Getränke etwas untergegangen.

 

● 12. Könnt Ihr das Event weiterempfehlen?

SW: Auf jeden Fall! Ich kann nur allen Laufbegeisterten raten „kemz nach Bad Kötzting und machz mit beim KBT, ihr werz es ned bereuen!“

MP: Der Kaitersberg Trail bietet alles was das Trailläuferherz begehrt. Spiel, Spaß, Spannung und selbstverständlich ordentlich Action. Mein Tipp: Kaitersberg Trail 2020

 

● 14. Was sind die nächsten Ziele im weiteren Saisonverlauf?

MP: Der weitere Saisonverlauf zieht sich über den „Hochkönigman“ (50k) in Maria Alm, der Kaiserkrone (58k) am Wilden Kaiser über das primäre Ziel dem TAR RUN2 mit Sabine, über die 64k des heimischen Arberland bis zum krönenden Saisonabschluss bei der Tour de Tirol in Söll.

SW: Mein weiterer Saisonverlauf sieht ähnlich aus wie bei Martin; als nächstes Event steht der „Hochkönigman“ (50k) an, danach folgt der „Cortina Trail“ in den Dolomiten (48k). Das Highlight der Saison wird mit Sicherheit der TAR RUN2 sein, welchen ich gemeinsam mit Martin als Team laufen werde. Danach freue ich mich auf einen weiteren Lauf in der Heimat, den Arberland Ultratrail (65k), sowie als Abschluss der Saison auf die Tour de Tirol. Wie man sieht, hat die Saison 2019 noch einiges zu bieten und ich hoffe, dass ich und natürlich alle anderen aus unserem gorewear xc-run.de Trailrunning Team die Saison erfolgreich, verletzungsfrei und was am wichtigsten ist, mit viel Spaß und Freude durchziehen können.

 

Vielen Dank ihr beiden und natürlich wünschen wir euch noch eine verletzungsfreie erfolgreiche Saison!

 

Hier findet ihr unsere Galerie  vom Kaitersbergtrail 2019