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Matterhorn Ultraks Extreme 2026: Oberbacher und Dragomir siegen auf verkürzter Strecke

Das Matterhorn Ultraks Extreme 2026 musste ohne jene hochalpinen Passagen auskommen, die dem Rennen normalerweise seinen besonderen Charakter verleihen. Heftiger und anhaltender Regen zwang die Veranstalter am Freitagmorgen zu einer deutlichen Verkürzung der Strecke. Statt der ursprünglich vorgesehenen 27 Kilometer mit 3.175 Höhenmetern warteten auf die Teilnehmer lediglich 15 Kilometer und rund 1.500 Höhenmeter. Zudem wurde der Start um zwei Stunden verschoben.

Sportlich tat dies der Spannung keinen Abbruch: Alex Oberbacher aus Italien und Denisa Dragomir aus Rumänien holten sich die Siege beim 13. Saisonrennen der Merrell Skyrunner World Series.

Sicherheit geht vor: Hochalpine Passagen gestrichen

Bereits in der Nacht hatte es in der Region rund um Zermatt heftig und anhaltend geregnet. Auch am Rennmorgen besserte sich die Situation zunächst nicht entscheidend. Die Veranstalter reagierten und nahmen die technisch anspruchsvollsten und exponiertesten Abschnitte aus dem Rennen.

Damit entfielen unter anderem die Gletscherquerungen und ausgesetzten Grate, die das Matterhorn Ultraks Extreme zu einem der technisch anspruchsvollsten Rennen der Skyrunner World Series machen. Nasser Fels und die eingeschränkte Sicht im Hochgebirge hätten ein zu großes Sicherheitsrisiko dargestellt.

Die Ersatzstrecke führte über die tiefer gelegenen alpinen Trails rund um Zermatt und bot trotz der Verkürzung mit 1.500 Höhenmetern auf nur 15 Kilometern eine knackige Herausforderung.

Alex Oberbacher gewinnt Sekundenkrimi

Bei den Männern entwickelte sich ein enges Rennen, in dem die Spitze bis zum Ende dicht zusammenblieb. Alex Oberbacher (ITA, La Sportiva) setzte sich schließlich in 1:39:52 Stunden durch.

Nur 37 Sekunden später erreichte Lokalmatador und ehemaliger Sieger Martin Anthamatten (SUI, adidas TERREX) das Ziel. Der Schweizer benötigte 1:40:29 Stunden und sorgte damit in Zermatt für einen umjubelten zweiten Platz.

Auch dahinter blieben die Abstände minimal. Louis Dumas (FRA, Esclops d’Azun) komplettierte das Podium in 1:41:08 Stunden. Nicolas Molina (ESP, SCOTT) folgte in 1:42:03 Stunden auf Rang vier, nur sechs Sekunden vor Daniel Antonioli (ITA, SCARPA).

Damit lagen zwischen Sieger Oberbacher und dem Fünftplatzierten Antonioli gerade einmal 2:17 Minuten.

Top 5 Männer

  1. Alex Oberbacher (ITA) – 1:39:52
  2. Martin Anthamatten (SUI) – 1:40:29
  3. Louis Dumas (FRA) – 1:41:08
  4. Nicolas Molina (ESP) – 1:42:03
  5. Daniel Antonioli (ITA) – 1:42:09

Denisa Dragomir setzt sich bei den Frauen durch

Auch bei den Frauen war die internationale Konkurrenz hochkarätig. Den Sieg sicherte sich Denisa Dragomir (ROU, Merrell – Red Bull). Die Rumänin erreichte das Ziel nach 2:00:23 Stunden.

Dahinter entwickelte sich ebenfalls ein enges Rennen. Perrine Abadie (FRA, NNormal) belegte in 2:01:18 Stunden Rang zwei und blieb damit weniger als eine Minute hinter Dragomir.

Platz drei ging an Patrycja Stanek (POL, Brooks Team Poland) in 2:03:05 Stunden. Nur 15 Sekunden dahinter folgte Alice Basseron (FRA, New Balance) auf Rang vier. Die Britin Natalie Beadle (Arc’teryx) komplettierte die Top 5.

Top 5 Frauen

  1. Denisa Dragomir (ROU) – 2:00:23
  2. Perrine Abadie (FRA) – 2:01:18
  3. Patrycja Stanek (POL) – 2:03:05
  4. Alice Basseron (FRA) – 2:03:20
  5. Natalie Beadle (GBR)

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Vom Matterhorn direkt zum Trofeo Kima

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt in der Merrell Skyrunner World Series nicht. Bereits am Samstag folgt das nächste große Highlight – und gleichzeitig eines der legendärsten Rennen des gesamten Skyrunning-Kalenders.

Um 7:30 Uhr fällt im italienischen Val Masino der Startschuss zum Trofeo Kima. Auf dem Sentiero Roma warten 52 Kilometer, rund 4.200 Höhenmeter im Uphill und ebenso viele im Downhill sowie sieben hochalpine Pässe.

Nach dem wetterbedingt entschärften Matterhorn Ultraks Extreme dürfte der Blick nun umso gespannter nach Italien gehen.