Bis zur Schließung der Online-Meldung am Mittwochabend haben sich insgesamt 18.489 Läuferinnen, Läufer und Wanderer für die 53. Auflage des GutsMuths-Rennsteiglaufs am 9. Mai 2026 angemeldet. „Das ist ein Zuwachs von 592 Teilnehmern im Vergleich zum vergangenen Jahr“, freut sich Präsident Uwe Albus.
Rund zwei Drittel der Teilnehmenden starten in Oberhof: 7.396 beim Halbmarathon sowie 1.443 beim Nordic-Walking-Wettbewerb in der LOTTO Thüringen Skiarena. Die 2.893 Wanderer werden wie gewohnt in der Ortsmitte auf die Strecke geschickt, weitere 755 starten in Neuhaus zur Marathon-Wanderung.
Für den INTERSPORT-Marathon werden 2.853 Läuferinnen und Läufer erwartet. „Vielleicht erreichen wir noch die 3.000er-Marke“, zeigt sich Albus optimistisch. Beim LOTTO Thüringen Supermarathon – mit 73,9 Kilometern die längste Strecke von Eisenach nach Schmiedefeld – wurde die Marke von 2.000 Meldungen mit 2.164 Teilnehmenden bereits überschritten. Für den Bauerfeind Sports Juniorcross liegen 985 Anmeldungen vor.
Nachmeldungen sind noch am Vortag sowie bis kurz vor dem Start in den jeweiligen Startorten möglich. Lediglich für die Köstritzer Wanderung, das Thüringer Wald Nordic Walking sowie den Bauerfeind Juniorcross in Schmiedefeld ist die Anmeldung bereits geschlossen.
Neue Siegerin beim Supermarathon erwartet
Die Thüringerin Daniela Oemus, die im vergangenen Jahr in 5:43:23 Stunden souverän gewann, wird diesmal nicht starten. Sie tritt stattdessen bei einem Ultralauf auf den Kanaren an. Auch die Vorjahreszweite und dreimalige Siegerin Kristin Hempel (USV Erfurt) fehlt verletzungsbedingt.
Damit ist der Weg frei für eine neue Siegerin. Zu den Favoritinnen zählen unter anderem die Vorjahresvierte Almut Dreßler-Ahlburg (LG Nord Berlin) sowie Antonia Müller (LG eXa Leipzig), die am 19. April den Leipzig-Marathon in starken 2:43:07 Stunden gewann.
Bei den Männern ist Vorjahressieger Frank Meerbach (LG Nord Berlin) erneut gemeldet und gilt als Podiumsanwärter. Der Zweitplatzierte von 2025, Marcel Bräutigam, startet am selben Wochenende bei den Europäischen Polizeimeisterschaften in Prag und übernimmt beim Rennsteiglauf eine organisatorische Rolle.
Spannend wird auch der erste Supermarathon-Start von Eric Breitbarth (Vorjahresvierter im Marathon). Als stärkster Thüringer Starter gilt Adrian Panse (USV Erfurt), der Siebter des Vorjahres war und kürzlich die Landesmeisterschaft im Halbmarathon gewann.
Marathon: Favoriten und Fragezeichen
Für Aufsehen sorgte im vergangenen Jahr Samsom Tesfazghi Hayalu (SV Sömmerda), der trotz verspätetem Startblock-Zugang das Feld von hinten aufrollte und gewann. In diesem Jahr dürfte das schwieriger werden, da die Strecke ab Neuhaus über den Rennsteig und nicht mehr über die Straße führt.
Seine aktuelle Form ist schwer einzuschätzen: Krankheitsbedingt fehlte er bei der Halbmarathon-Landesmeisterschaft, bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften belegte er Rang 35. Dennoch trauen ihm Experten eine starke Leistung zu.
Mit Leon Schübel (SGB Stadtsteinach), dem Vorjahreszweiten, steht ein ernstzunehmender Konkurrent bereit. Bei den Frauen gilt Lisa Felicitas Rihm (Berlin), Zweite des Vorjahres, nach ihrem starken Hamburg-Marathon (2:42:43 Stunden) als Favoritin. Aus Thüringen ist Katja Voigtmann erneut am Start.
Nadine Hübel greift nach dem fünften Titel
Die vierfache Siegerin Nadine Hübel kehrt nach verletzungsbedingter Pause auf die Halbmarathonstrecke zurück. Ihre aktuelle Form bestätigte sie mit Platz drei bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften.
Auch die Vorjahreszweite Nadin Wälti (Schweiz) sowie Ilka Wienstroh (TSVE Bielefeld), Dritte von 2024, gehören zum Favoritenkreis.
Bei den Männern fehlt Seriensieger Roman Freitag verletzungsbedingt. Chancen auf vordere Plätze haben unter anderem Florian Bochert, Simon Pulfer, Tim Koritz und Lukas Wieseke.
„Serientäter“ und starke Gemeinschaft
Ein besonderes Jubiläum feiert Wolfgang Nadler, der bereits zum 51. Mal beim Supermarathon startet. Auch Rennsteiglauf-Mitbegründer Hans-Georg Kremer ist wieder dabei – diesmal im Feld der Wanderer.
Ehrenpräsident Jürgen Lange hat sich für den Halbmarathon entschieden. Präsident Uwe Albus hingegen verzichtet auf einen eigenen Start:
„In diesem Jahr möchte ich mich voll auf meine neuen Aufgaben konzentrieren und den Rennsteiglauf in meiner neuen Rolle aktiv begleiten.“
Mehr als 1.600 Helferinnen und Helfer aus 30 Streckenvereinen sowie drei Startvereinen sorgen für einen reibungslosen Ablauf. „Sie sichern die Strecke und gewährleisten die Versorgung, damit Europas größter Crosslauf erneut erfolgreich durchgeführt werden kann.“
Pressemeldung: Schmiedefeld, 30.04.2026
