Ein Klassiker kehrt zurück: 1250 Teilnehmer beim 52. Ebbser Koasamarsch

Am 18. Juni ging die 52. Auflage des Ebbser Koasamarsch über die Bühne. © Max Draeger

Rund 1.250 Sportbegeisterte aus 23 Nationen folgten am 18. Juni bei hochsommerlichen Verhältnissen dem Ruf des „Koasa“ und stellten sich der Herausforderung 52. Ebbser Koasamarsch. Die beiden Tiroler Daniel Hauser und Theresia Baumgartinger konnten den Bewerb für sich entscheiden.

Als wollte Petrus die Rückkehr der Kultveranstaltung gebührend zelebrieren, bescherte der Wettergott den rund 1.250 Teilnehmern am Samstag, dem 18. Juni 2022 regelrechtes Kaiserwetter: Bei strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen ging die 52. Auflage des Ebbser Koasamarsch am Tor zu den Tiroler Alpen über die Bühne. „Wir freuen uns riesig, dass der Ebbser Koasamarsch nach einjähriger Abstinenz und einer pandemiebedingten Light-Version im letzten Jahr endlich wieder in gewohnter Manier stattfinden kann“, so Organisator Wolfgang Walcher, Obmann vom Wintersportverein Ebbs. Je nach Leistungsniveau konnten die aus 23 Ländern stammenden Bergfans zwischen drei Trailrunningdistanzen und vier Wanderrouten wählen. Wie unterschiedlich sich die sieben Strecken auch gestalteten, eines hatte sie alle gemein: Sie führten über die schönsten Passagen des imposanten Kaisergebirges.

Österreichische Meisterschaft im Marathon Trail

Aufgrund der zeitgleichen Austragung der Österreichischen Meisterschaft im Marathon Trail befanden sich zahlreiche Top-Trailrunner aus der nationalen Szene unter den Startern. Außerdem war das Event erstmals als Teil der internationalen Wettkampfserie UTMB® World Series Qualifier gelistet. Bereits in den frühen Morgenstunden versammelten sich Hunderte Athleten im Schulhof von Ebbs. Die ersten „20er-“ und „40er“-Wanderer gingen bereits ab 6 Uhr ins Rennen. Pünktlich um 8 Uhr fiel der Startschuss für die größte Trailrunning-Challenge des Tages: Der KOASA-Marathon, welcher die Bergläufer über 44 Kilometer sowie 2.100 Höhenmeter führte und zum Teil hochalpine Passagen im Gepäck hatte. Im Stundentakt danach wurde es für die Teilnehmer des KOASA-Classic Run (9 Uhr) und des KOASA-Höllenritt (10 Uhr) ernst. Auch die genussvollen Talwanderer starteten ab 8 Uhr.

Lokalmatadoren hatten die Nase vorn

Dass bei der Königsdisziplin die absolute Trailrunning-Elite des Landes am Start stand, zeigte das von Beginn an hohe Tempo sowie der packende Rennverlauf. Auf der Höhe Vorderkaiserfeldenhütte formierte sich eine Spitzengruppe, angeführt von Daniel Hauser, welcher von Anfang an vorne mitmischte. Mit einem Abstand von circa 6 Minuten waren ihm Adrian Niski und Markus Brennauer dicht auf den Fersen. Im weiteren Streckenverlauf konnte sich Hauser zunehmend absetzen und ging schließlich mit einer Zeit von 4 Stunden und 26 Minuten als Erster über die Ziellinie. Damit sicherte sich der Tiroler nicht nur den Titel „KOASA-Marathon-Gewinner 2022“, sondern kürte sich gleichzeitig zum österreichischen Meister. 11 Minuten dahinter kam der Deutsche Markus Brennauer ins Ziel. Den dritten Rang belegte sein Landsmann Adrian Niski – Sieger des KOASA-Classic Run aus dem Jahr 2019.

Bei den Damen kürte sich Lokalmatadorin Theresia Baumgartinger in 5 Stunden und 40 Minuten zur Siegerin. Die beiden Vorarlbergerinnen Johanna Eppler und Sandra Stroppa belegten den zweiten beziehungsweise dritten Rang. Eppler durfte sich zusätzlich über den österreichischen Meistertitel im Marathon Trail freuen.

Gelungene Rückkehr eines Originals

Dass das Event längst Kultstatus erreicht hat, macht die Zahl der Auflage deutlich. Vor mehr als einem halben Jahrhundert als reine Wanderveranstaltung ins Leben gerufen, entwickelte sich der Ebbser Koasamarsch im Laufe der Zeit zu einem Trailrunning-Highlight mit internationaler Beteiligung. Inzwischen wäre der Bewerb nicht mehr aus dem sportlichen Eventkalender Tirols wegzudenken. „Eine Besonderheit des Ebbser Koasamarsch besteht darin, dass sich Wanderer und Trailrunner Seite an Seite um Bestzeiten bemühen und gemeinsam die Schönheit der Tiroler Bergwelt erleben“, betont Maria Plangger vom TVB Kufsteinerland. Neben einem spannenden Wettkampf wurde den zahlreichen Zuschauern auch abseits der Trails und Wanderwege ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm geboten. Im Start- und Zielbereich sorgten die Veranstalter mit Bewirtung sowie musikalischer Umrahmung für beste Unterhaltung.

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