Gorbeia Suzien 2026: Santamaria und Alonso pulverisieren die Streckenrekorde - xc-run.de Trailrunning

Gorbeia Suzien 2026: Santamaria und Alonso pulverisieren die Streckenrekorde

Die Gorbeia Suzien Skyrace 2026 lieferte am Samstag im Baskenland ein echtes Rekordrennen. Auf der technisch anspruchsvollen Strecke rund um Zeanuri über 32 Kilometer und 2.400 Höhenmeter fielen sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen die bisherigen Bestmarken. Die Gorbeia Suzien war zugleich das 16. Rennen der Merrell Skyrunner World Series 2026.

Perfekte Bedingungen und ein stark besetztes internationales Feld sorgten für ein außergewöhnlich schnelles Rennen durch den Gorbeia-Naturpark.

Santamaria hält Merillas in Schach

Bei den Männern übernahm Alain Santamaria vom Start weg die Führung. Seine Taktik war klar: Vor allem am Schlüsselpunkt Aldamin wollte der Spanier als Erster ankommen und anschließend das Rennen von vorne kontrollieren.

Doch Manuel Merillas machte es ihm in der zweiten Rennhälfte alles andere als leicht. Der Spanier arbeitete sich durch das Feld nach vorne, lag am letzten Gipfel bereits auf Rang zwei und verkürzte den Abstand zu Santamaria auf dem Weg Richtung Ziel.

Santamaria hielt dem Druck stand und erreichte Zeanuri nach 2:50:24 Stunden. Damit verbesserte er seinen eigenen Streckenrekord aus dem Jahr 2023 von 2:57:08 um 6:44 Minuten. Wie schnell das Rennen tatsächlich war, zeigt der Blick auf die Ergebnisliste: Die ersten fünf Männer blieben allesamt unter dem bisherigen Streckenrekord.

Merillas folgte nur 1:43 Minuten später in 2:52:07 Stunden, der Franzose Loïc Robert komplettierte in 2:53:11 Stunden das Podium.

Top 5 Männer

  1. Alain Santamaria (ESP) – 2:50:24 h
  2. Manuel Merillas (ESP) – 2:52:07 h
  3. Loïc Robert (FRA) – 2:53:11 h
  4. Marcos Villamuera (ESP) – 2:55:21 h
  5. Aitor Ajuria (ESP) – 2:56:20 h

Sara Alonso dominiert – und pulverisiert den Rekord

Noch deutlicher fiel die Entscheidung bei den Frauen aus. Sara Alonso übernahm von Beginn an die Kontrolle und ließ zu keinem Zeitpunkt Zweifel an ihrem Sieg aufkommen. Dahinter entwickelte sich vor allem zwischen Denisa Dragomir und Natalie Beadle ein Kampf um die weiteren Podiumsplätze.

Alonso lief bei ihrem Debüt bei der Gorbeia Suzien in einer eigenen Liga. Nach 3:21:27 Stunden erreichte sie das Ziel und verbesserte damit den bisherigen Streckenrekord von Lide Urrestarazu aus dem Jahr 2025 um 12:49 Minuten.

Dragomir wurde in 3:34:44 Stunden Zweite, Beadle belegte in 3:36:16 Stunden Rang drei.

Top 5 Frauen

  1. Sara Alonso (ESP) – 3:21:27 h
  2. Denisa Dragomir (ROU) – 3:34:44 h
  3. Natalie Beadle (GBR) – 3:36:16 h
  4. Oihana Zubillaga (ESP) – 3:41:11 h
  5. Alice Bausseron (FRA) – 3:43:30 h

Ein Sieg für Ida Robsahm

Sportlich war es eine beeindruckende Vorstellung, emotional bedeutete der Sieg für Alonso jedoch deutlich mehr. Im Ziel widmete sie ihren Erfolg ihrer Freundin und ASICS-Teamkollegin Ida Amelie Robsahm, die wenige Tage zuvor bei einem Bergunfall in Norwegen ums Leben gekommen war.

Alonso erklärte nach dem Rennen, dass sie während des gesamten Laufs an ihre Freundin gedacht habe. Gleichzeitig spürte sie auf ihrer Heimstrecke die Unterstützung des baskischen Publikums. An den Verpflegungsstationen kontrollierte sie immer wieder ihre Zwischenzeiten und erkannte früh, dass der Streckenrekord möglich war.

Sie wollte deshalb bis zum Schluss Druck machen und eine besondere Bestmarke hinterlassen – als Erinnerung an ihre Freundin.

Für Alonso war der Erfolg zugleich die Erfüllung eines ihrer großen sportlichen Ziele. Drei Rennen haben für die Baskin einen besonderen Stellenwert: Zegama, Gorbeia und Behobia. Zwei davon konnte sie inzwischen gewinnen.

 

Ein Rekordtag im Baskenland

Die Gorbeia Suzien 2026 wird damit als eine der schnellsten Ausgaben in die Geschichte des Rennens eingehen. 2:50:24 Stunden bei den Männern und 3:21:27 Stunden bei den Frauen lauten die neuen Bestmarken.

Vor allem das Männerrennen zeigte mit gleich fünf Athleten unter dem bisherigen Rekord die enorme Leistungsdichte. Bei den Frauen setzte Sara Alonso dagegen ein sportliches Ausrufezeichen – und machte aus ihrem Rekordlauf gleichzeitig einen sehr persönlichen und emotionalen Sieg.

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