Das war der Transgrancanaria 2018

Pau Capell Transgrancanaria Sieger 2018 © UTWT / Dogsorcaravan/Koichi Iwasa

Die Trailrunning Elite startete traditionell beim Transgrancanaria auf Gran Canaria in die Trailrunning Saison. Zur Auswahl standen Strecken von 17 bis 269 Kilometer. Der Hauptlauf natürlich der 128k (Transgrancanaria), der die größte kanarische Insel von Las Palmas nach Maspalomas durchquert und ein Teil der Ultra Trail World Tour ist.

Deutsche Läufer beeindrucken

Beeindruckend aus deutscher Sicht ist die Tatsache, dass deutsche Läufer immer mehr zur Weltspitze aufschließen und auch bei international etablierten Läufen ein Wörtchen um die Podiumsplätze mitreden können. Besonders hervorzuheben die Leistung von Eva Sperger. Die amtierende Deutsche Meisterin im Ultratrail lief in 16:54h innerhalb eines Weltklassefeldes auf Rang fünf. Wir sind gespannt, was die Münchnerin bei der WM im Mai dieses Jahres zeigen wird. Stark auch der 14. Platz von Matthias Krah in 14:50h und natürlich der 1. Platz von JANOSCH KOWALCZYK über die Marathondistanz in 2:51h.

Favoritensiege auf der Hauptstrecke

Auf der Hauptstrecke setzten sich die Favoriten durch: PAU CAPELL GIL wiederholte seinen Vorjahressieg vor AURÉLIEN COLLET, CRISTOFER CLEMENTE MORA und DANIEL JUNG. Capell unterbot dabei seine bisherige Bestzeit um 39 Minuten. Aufgrund zahlreicher Streckenänderungen hat das aber wohl wenig Aussagekraft.

Magdalena Łączak (Polen) dominierte das Damenfeld und pulverisierte ebenfalls die letztjährige Siegerzeit. Łączaks großartiger Lauf endete nach 15:18h. Damit lag Andrea Huser (Schweiz) zum zweiten Mal in Folge auf dem zweiten Platz, obwohl sie über eine Stunde besser war als 2017. Huser beendete das Rennen nach 15:58h. Die drittplatzierte Ekaterina Mityaeva (Russland) folgte nach 16:12h. Die Favoritin Caroline Chaverot (Frankreich) schied das zweite Jahr in Folge vorzeitig aus dem Rennen aus. Wie im letzten Jahr nannte sie gesundheitliche Probleme als Grund. 

Harter Kampf über die 64k

Das 64-km-Rennen bot heuer die Kulisse für die Spanischen Trailrunningmeisterschaften und war deshalb gerade unter den Trail enthusiastischen Spaniern heiß umkämpft. Natürlich war es mit Pablo Villa, auch ein Spanier, der in 5:07h vor dem Portugiesen Hélio Fumo (5:09h) und dem Spanier Juan Jose Somohano (5:13h)siegte. Bei den Frauen wurde die Vorjahressiegerin über die 128k Distanz, Azara García Spanien), Dritte. Sie beendete das Rennen in 6:17h.  Spanischer Trail-Champion wurde Mónica Vives (6:15h) vor Laia Cañes (Spanien), die im Ziel nur zwei Sekunden voneinander trennten. 

Herzblut verloren

Nach Aussagen mehrmaliger Teilnehmer war der Lauf gewohnt professionell organisiert, hätte aber unter anderem durch die Streckenveränderungen etwas an Herzblut verloren. Zudem wurde die Masse an Müll (weggeworfene Gel- und Riegelverpackungen) auf der Strecke stark kritisiert und passt eigentlich nicht zu unserer „naturverbundenen“ Sportart.

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