Escape to the trail. So kündigt die chinesische Marke 361 die bereits fünfte Generation des Taroko an. Einiges hat sich geändert, aber im Kern bleibt der Schuhe sich treu: ein gutmütiger Begleiter auf dem Weg zum Trail. Und das ist gar nicht mal etwas Schlechtes.
Erster Eindruck
Ein klassisches, fast schon altmodisches Design wurde dem Taroko auch 2026 wieder verabreicht: zur Fußspitze gezogene Sohle, klassische Schnürung, eine nur minimal nach hinten gezogene Ferse, gedeckte Farben, stabiles und gleichzeitig leicht lüftendes Außen-Mesh. Alles betont unauffällig. Die Schnürung hat dabei ein kleines Facelift zum Vorjahr erhalten und umfasst den Fuß sauber.
Die Sprengung von 5mm ist ebenfalls im unauffälligen Rahmen und der vielleicht größte Unterschied zum Vorgänger mit 9mm (hier der Test). Zusammen mit der CQT EXTREM3 Midsole und dem PEBA-Schaum entsteht ein angenehm bounciger Vortrieb bei einer moderaten Standhöhe von 33mm auf 28mm.
Einziger harter Kritikpunkt: Der Schuh stinkt wahnsinnig nach Chemie und verliert den Geruch so schnell auch nicht. Ob es Weichmacher oder ähnliches sind, sei mal dahingestellt. Das ist auf jeden Fall so bei noch keinem anderen Schuh aufgefallen.
Laufeigenschaften
Schon der erste Lauf zeigt ein sauberes Zusammenspiel der Komponenten, die von allem ein wenig bringen: Eine gewisse Lauffreude, sauberen Grip in Park und Stadtwald, Spursicherheit auch bei schnelleren Wendungen – und ganz viel Unauffälligkeit.
Auffällig werden ausschließlich die Grenzen, an die man beim Taroko 5 dann doch recht schnell stößt: Das gefällige Laufen lässt echte Spritzigkeit vermissen. Matsch ist der Erzfeind, denn die nochmal überarbeitete Sohle hat noch weniger Grip als der Taroko 4. Und ab Kilometer 20 verabschiedet sich der anfangs so angenehme Bounce recht schnell.
Bei trockenem Wetter eine einfache Hausrunde – das kann der Taroko 5 gut. Man kann mit ihm die vielen kleinen Läufe abreißen, die das Alltagsleben bunter machen. Für alles darüber hinaus sucht man sich dann aber einen anderen Begleiter.
Für wen?
Für 130 EUR einen sauberen Trail-Schuh zu bekommen, ist heutzutage gar nicht so einfach. Aber genau das ist und kann der Taroko 5 von 361. Wer also von der Haustür aus auf leichte Trails laufen möchte, ohne Unsummen für High-Tec-Schuhe zu investieren, darf blind zugreifen.
XC-RUN.de Einschätzung
Ein Hybrid-Performer zwischen Straße und Trail soll der Schuh laut 361 sein. Und das stimmt. Kein Ausriss in irgendeine Richtung. Was wahnsinnig langweilig klingt, ist dabei aber durchaus ein Argument. Denn wie viele Kilometer laufen wir halt so unsere Runden und verschleißen dabei die teuren Schuhe? Hier ist der stoische Begleiter für genau diese Runden.
Weitere Informationen
Übersicht der Trailschuhe 2026
Technische Daten
| Hersteller: | 361° |
| Einsatzgebiet: | Allrounder |
| Preis: | 130 € |
| Sprengung: | 5 mm |
| Gewicht: | 337 g |
| Schnürsystem: | Schuhbänder |
| Fußtyp: | normal |
| Körpergewicht: | mittel, schwer |
| Dämpfung: | üppig |
| Gelände: | Schotter, Waldboden |
| Modelljahr: | 2026 |
| Protektion: | moderat |
Testergebnis
| Verarbeitung | |
| Schnürung | |
| Protektion | |
| Grip | |
| Lauffreude | |
| Fersenhalt | |
| Gesamtnote | |
| Ein Hybrid-Performer zwischen Straße und Trail soll der Schuh laut 361 sein. Und das stimmt. Kein Ausriss in irgendeine Richtung. Was wahnsinnig langweilig klingt, ist dabei aber durchaus ein Argument. Denn wie viele Kilometer laufen wir halt so unsere Runden und verschleißen dabei die teuren Schuhe? Hier ist der stoische Begleiter für genau diese Runden. | |

