Dramatische Premiere des Trail Hunt
Innsbruck, 2. Mai 2026 – Die Premiere des neuen Elite-Formats Trail Hunt im Rahmen des adidas Innsbruck Alpine Trailrun Festivals war ein voller Erfolg – und gleichzeitig nichts für schwache Nerven. Auf der zweiten Etappe, einem Verfolgungsrennen bei Traumwetter, sorgten Verlaufen und Zeitstrafen für entscheidende Wendungen im Rennverlauf. Am Ende jubelten Deutschland und Italien über die Gesamtsiege.
Der dritte Tag der elften Auflage des Festivals mit rund 8.500 Teilnehmern aus 82 Nationen stand ganz im Zeichen dieser Entscheidung sowie der Vorbereitung auf die großen Bewerbe am Samstag. Die Frauen starteten um 9:30 Uhr, die Männer um 10:00 Uhr – jeweils im Abstand ihrer Platzierungen aus dem Vertical Race am Vortag. Die Strecke führte über 24 Kilometer und mehr als 1.450 Höhenmeter vom Landestheater über die Nordkette.
Frauenrennen: Führende verläuft sich, Gröber nutzt die Chance
Bei den Frauen schien zunächst alles auf einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg für Ruth Mwihaki Gitonga hinauszulaufen. Doch im Finale rund um die Hungerburg verlief sich die Kenianerin und verlor entscheidend Zeit.
Diese Chance nutzte die Deutsche Hanna Gröber, die sich mit einer starken Schlussphase den Sieg in 2:15:52 Stunden sicherte. Sie gewann mit rund sechs Minuten Vorsprung vor der Tirolerin Anna Plattner, die sich noch auf Rang zwei nach vorne schob. Dritte wurde die Niederländerin Renee Cardinaals. Für Gitonga blieb am Ende nur der undankbare vierte Platz.
- 🥇 Hanna Gröber (GER)
- 🥈 Anna Plattner (AUT)
- 🥉 Renee Cardinaals (NED)
„Ich kann es kaum glauben, dass sie sich verlaufen hat. Nach dem letzten Anstieg konnte ich noch einmal richtig aufholen. Dieser Sieg bei diesem neuen Format ist für mich etwas ganz Besonderes“, so Gröber.
Auch Anna Plattner zeigte sich begeistert:
„Es war unglaublich. Lange lag ich auf Rang drei und dann werde ich noch Zweite – damit hätte ich nicht gerechnet.“
Männerrennen: Zeitstrafe bringt Pattis den Sieg
Auch bei den Männern entwickelte sich ein packendes Rennen mit unerwartetem Ausgang. Der führende Richard Omaya Atuya verlor früh seinen Vorsprung, während sein Landsmann Ephantus Mwangi Nijeri die Spitze übernahm. Gemeinsam mit dem Italiener Daniel Pattis lag das Trio lange eng beisammen.
Doch im Finale nahm Nijeri eine Abkürzung und erhielt dafür eine Zeitstrafe von fünf Minuten. Dadurch war der Weg frei für Daniel Pattis, der sich den Sieg in 1:50:26 Stunden sicherte. Nijeri fiel auf Rang zwei zurück, Atuya wurde Dritter.
- 🥇 Daniel Pattis (ITA)
- 🥈 Ephantus Mwangi Nijeri (KEN)
- 🥉 Richard Omaya Atuya (KEN)
Bester Österreicher war Manuel Innerhofer auf Rang fünf, der mit seinem ersten Renneinsatz der Saison zufrieden war:
„Die Stimmung war unglaublich. Am Ende musste ich etwas kämpfen, aber insgesamt passt das für mich.“
Pattis freute sich besonders:
„Ich lebe in Innsbruck – das fühlt sich fast wie ein Heimsieg an. Für Nijeri tut es mir leid, aber so ist der Sport.“
Alle Ergebnisse
Nachwuchsrennen und Rahmenprogramm
Neben dem Elite-Rennen sorgte auch der Nachwuchs für sportliche Highlights. Beim Young Talents Race für die Altersklassen von 14 bis 22 Jahren setzten sich Emilia Giesen und Lukas Stock durch.
Auch die jüngsten Trailrunner kamen beim Kids Trail auf ihre Kosten: Rund 200 Kinder sammelten erste Erfahrungen im Gelände. Ergänzt wurde das Programm durch die Expo-Area mit rund 50 Ausstellern aus der Trail- und Outdoor-Szene.
Ausblick: Die Ultra-Highlights stehen bevor
Nun richtet sich der Blick auf die kommenden Höhepunkte des Festivals: den K110 „Masters of Innsbruck“ und den K85 „Heart of the Alps Ultra“. Beide Rennen starten traditionell um Mitternacht und sorgen für den spektakulären Auftakt des Hauptrenntages.
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