Trailnews: Rennsteiglauf, Ultra Trail Australia, Skyrace des Matheysins

Elena Rukhliada © ©MRSWS-Roger-Salanova

Eine kurze Trailnews mit Ergebnissen des Rennsteig Supermarathon, dem Ultra Trail Australia und dem Skyrace des Matheysins.

Rennsteig Supermarathon

Der erwartete Zweikampf zwischen dem ehemaligen weltklasse Triathleten Steffen Justus (Saarbrücken) und dem Thüringer Marcel Bräutigam (deutscher 50 km-Meister 2019) verlief lange recht spannend. Dabei wechselten sich beide in der Führung ab. „Dadurch haben wir uns gegenseitig motiviert, so dass wir beide so gute Zeiten gelaufen sind“, so Justus im Ziel. Letztlich setzte sich Justus in 5:12:56 h vor Bräutigam durch (5:16:33 h).

Bräutigam, dessen erster Supermarathon dies war, hatte mit Krämpfen zu kämpfen. „Ich wollte aber unbedingt den Zieleinlauf in Schmiedefeld genießen und habe durchgezogen. Ich bin ja ein Kämpfertyp, aber die Höhenmeter der Strecke bin ich so nicht gewöhnt gewesen“, sagte Bräutigam.

Mit einigem Abstand kam Frank Merrbach (LG Nord Berlin Ultrateam) in 5:33:14 h auf Rang drei.

Die weiteren Top-Ten-Platzierungen:

Michael Arend (Mich Arend Training) 5:40:23 h
Oliver Helmboldt (Bad Lauterberg) 5:50:01 h
Johannes Plöttner (GutsMuths-RLV) 5:50:43 h
Denis Soisch (Runskills) 5:31:36 h
Enrico Wiessner (FH Runners Berlin) 5:53:33 h
Timo Striegel (Die Praxis Ludwigsburg) 5:54:52 h
Benjamin Köhler (LAC Erdgas Chemnitz) 5:57:22 h

Die Konkurrenz der Damen war an der Spitze von Beginn an ein Alleingang von der aus Thüringen stammenden Juliane Totzke. Die Medizinstudentin, die für den SV 05 Würzburg startet lief nach 6:03:27 h ins Ziel. Ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte Basilia Förster (Gore Wear XC-Run/6:30:13 h) betrug fast 27 Minuten. Dritte wurde hier Sandra Schmid (Intersport) in 6:37:58 h.

„Ich empfand beim Zieleinlauf einfach nur Freude. Drei Jahre Vorbereitung auf dieses Ziel – Sieg beim Supermarathon – haben sich ausgezahlt. Nachdem ich im Vorjahr falsch abgebogen war, bin ich die Strecke danach im Sommer nochmal abgelaufen – zur Sicherheit. Ich liebe die langen Strecken, der Marathon reizt mich nicht, der ist mir da zu kurz“, so Totzke.

Weitere Top-Ten-Platzierungen:

Christine Fischer (LG eXa Leipzig e.V.) 6:44:40 h
Lena Sommer (Hannover) 6:51:45 h
Britta Giesen (Laufwerk Hamburg) 6:52:13 h
Anna Jansen (LG 90 Ebersberg) 6:57:07 h
Sindy Kermer (Team Iron Mind) 7:01:58 h
Tanja Volm (EVO rennt) 7:19:21 h
Yvonne Turi-Hodel (Basel Running Club) 7:20:05 h

Ultra Trail Australia

Es war der 12. Ultra-Trail Australia 100 km und der neunte Ultra-Trail World Tour-Wettbewerb des Jahres. Ein Großteil des Rennens fand im Blue Mountains National Park statt. Rund 7.000 Läufer liefen über die verschiedenen Strecken des Events, darunter 1.100 Läufer über 100 km.  Amy Lamprecht (Australien) gewann mit 11:03h überzeugend bei den Damen. Sie meisterte alle Anstiege der Goldenen Treppe, der Nellies Glen und der Furber Steps. Lamprecht war letztes Jahr Dritte und im Jahr 2016 Vierte. Sie verbesserte damit die Siegerzeit von 2018 um zwei Minuten und ihre eigene Bestleistung um eine Stunde. Angélique Plaire wurde in 12:05h Zweite, und Emma Roca (Spanien) in 12:14h Dritte. Roca beendete das Rennen gegen Fiona Hayvice (Neuseeland) mit weniger als einer Minute Vorsprung. Gemma Jenkins (Australien) überholte Lucy Bartholomew (Australien) auf einem 50-km-Kurs mit 8.000 Stufen von 5:13 bis 5:15.

Marcin Świerc (Polen), der beim CCC-Rennen 2017 Zweiter wurde und Gewinner 2018 den TDS gewann, siegte in 9:31h. Die Zeit liegt 13 Minuten hinter der Siegerzeit von Brendan Davies aus dem Rennen 2018. Jono O’Loughlin (Australien) wurde Zweiter in 9:42h. Er hat in seiner 12-jährigen Geschichte jedes Rennen hier bestritten, aber dies war sein erster Podiumsplatz. Morgan Lindqvist (Schweden, lebt aber in Australien) wurde mit 9:43 Minuten Rückstand auf O’Loughlin Dritter. Rhett Gibson (Australien) gewann die 50 km der Männer in 4:25h. 

 

Skyrace des Matheysins

Regen, Schnee und felsige, sehr technische Bergrücken – das Skyrace des Matheysins hat sich seinen Skyrace-Status wirklich verdient. Der Pole Bartłomiej Przedwojewski und die Russin Elena Rukhliada errangen den Sieg auf einem extremen Kurs in den französischen Alpen.

Über 450 Teilnehmer aus 30 Nationen versammelten sich an der Startlinie in der kleinen Stadt Saint-Honoré und erwarteten einen intensiven Tag in den Bergen – und genau das haben sie bekommen. Der einzige Skyrace der Skyrunner® World Series, die 2019 in Frankreich ausgetragen wurde, war neu im Rennkalender und bot die extremsten Bedingungen, die die Strecke mit ihren 27km und 2000 Höhenmetern bisher gesehen hat.

 Elena Rukhliada (Russland) ist ein Neuling in der World Series, dominierte jedoch das Rennen von Beginn an und gewann in 2:57. Die Amerikanerinnen Hillary Gerardi und Katie Schide belegten in 3:03 und 3:05 die Plätze zwei und drei. Oihana Azkorbebeitia (Spanien) und Ingrid Mutter (Rumänien) belegten in 3:06 und 3:09 die Plätze vier und fünf. Bartłomiej Przedwojewski (Polen) jagte Nick Elson (Kanada) auf dem Weg ins Downhill-Ziel und gewann das Rennen der Männer in 2:33h. Der Mann mit dem herausfordernden Namen gewann letztes Jahr bereits den Otter Trail in Südafrika. Der erst 20-jährige Théo Detienne (Frankreich) wurde Zweiter, ebenfalls in 2:33h, aber 33 Sekunden Rückstand. Rok Bratina (Slowenien) wurde Dritter in 2:36. Elson, der das Rennen auf seinem technischsten und schneereichsten Hochgebirgsabschnitt anführte, war Vierter, 20 Sekunden hinter Bratina. Kiril Nikolov (Bulgarien), Fünfter, überholte im Downhill den Transvulcania Ultramarathon-Sieger vom letzten Wochenende, Thibaut Garrivier, der in 2:37h Sechster wurde. Christoph Lauterbach belegte mit einer erneut starken Leistung den 21. Rang (2:44h). Sebastian Falkensteiner wurde 23.