Am 17. Mai fällt der Startschuss für die neue Saison der Golden Trail World Series – und schon jetzt ist klar: 2026 könnte alles bisher Dagewesene übertreffen. Mit einem außergewöhnlich dichten Elitefeld, sportlichen Innovationen und Rekord-Preisgeldern steht die prestigeträchtige Trailrunning-Serie vor ihrer wohl kompetitivsten Ausgabe.
Saisonauftakt mit Tradition: Zegama-Aizkorri feiert Jubiläum
Der Auftakt könnte kaum ikonischer sein: Die legendäre Zegama-Aizkorri in Spanien feiert ihr 25-jähriges Bestehen und eröffnet die Serie am 17. Mai. Sie ist nicht nur berüchtigt für ihre euphorischen Fans und anspruchsvollen Trails, sondern setzt traditionell auch den Ton für die gesamte Saison.
Die GTWS umfasst 2026 insgesamt acht Rennen, die im Finale beim Muju Trail Grand Finale (24.–25. Oktober) in Südkorea gipfeln.
Leistungsdichte auf neuem Niveau
Die Zahlen sprechen für sich: Noch nie war das Niveau so hoch. Die Top 10 der Männer bringen es im Schnitt auf 932 ITRA-Punkte, bei den Frauen sind es 801 Punkte. Selbst ein Wert um 900 Punkte reicht mittlerweile kaum noch für die Top 30 – ein klares Zeichen für die rasante Entwicklung im internationalen Trailrunning. Athleten aus über 25 Nationen werden entlang der Saison am Start stehen.
Titelverteidiger unter Druck
Im Fokus stehen die beiden Titelverteidiger: Elhousine Elazzaoui und Madalina Florea.
Elazzaoui, auch bekannt als „Flying Berber“, dominierte 2025 mit der maximalen Punktzahl und peilt nun seinen dritten Gesamtsieg in Folge an – ein historischer Meilenstein. Seine Vorbereitung absolvierte er wie gewohnt in der Sahara.
Florea hingegen krönte im vergangenen Jahr ihre Karriere mit dem Gesamtsieg und etablierte sich endgültig in der Weltspitze. Nach einem intensiven Trainingsblock in Kenia startet sie mit neuem Selbstvertrauen in die Saison.
Afrika vs. Rest der Welt
Vor allem bei den Männern deutet sich erneut ein spannendes Duell an: Marokko gegen Kenia. Das Run2gether-Team mit Philemon Kiriago, Patrick Kipngeno und Michael Selelo Saoli bringt enorme Qualität an den Start. Kipngeno wurde zuletzt dreimal Gesamtzweiter – der Titel fehlt ihm noch. Kiriago wiederum ist amtierender Weltmeister im klassischen Berglauf. Auch Europa und Nordamerika schicken starke Herausforderer ins Rennen, darunter Davide Magnini, Joey Hadorn und Christian Allen.
Frauenfeld so stark wie nie
Auch bei den Frauen wächst die Leistungsdichte spürbar. Herausforderinnen von Florea gibt es viele – darunter gleich mehrere ehemalige Gesamtsiegerinnen:
- Joyce Njeru (Siegerin 2024)
- Maude Mathys (Siegerin 2020/21)
- Sophia Laukli (Siegerin 2023)
- Nienke Brinkman (Siegerin 2022)
Dazu kommt eine starke Generation hungriger Athletinnen wie Sara Alonso, Caroline Kimutai oder Anna Gibson.
Neue Gesichter im Elitefeld
Spannend wird auch der Blick auf die Rookies: Nachwuchstalente wie Fabián Venero, Iu Net und Isacco Costa haben sich über starke Leistungen im Open-Feld für die Elite qualifiziert. Auch Lucija Krkoc und Barbora Bukovan könnten für Überraschungen sorgen.
Hochkarätige Gaststarter
Zusätzliche Würze bringen ausgewählte Gaststarts. Besonders im Fokus: Trailrunning-Legende Kilian Jornet, der bei Zegama und Sierre-Zinal antreten wird – mit beeindruckenden 11 Siegen in Zegama. Auch Multisport-Ausnahmetalent Tove Alexandersson sowie Lauren Gregory werden punktuell ins Renngeschehen eingreifen.
Neue Regeln, höhere Einsätze
2026 bringt auch sportliche Neuerungen:
- Bonuspunkte für Uphill-, Downhill- und Sprintsegmente
- Einführung einer Teamwertung (Top 2 Männer + Top 2 Frauen pro Team)
- Über 15 Marken im Wettbewerb
Finanziell wird ebenfalls aufgestockt: Das Gesamtpreisgeld steigt um 45 % auf 451.320 Euro. Die Gesamtsieger erhalten jeweils 30.000 Euro.
Live dabei: Trailrunning auf globaler Bühne
Die Rennen werden weltweit live übertragen – unter anderem über Plattformen wie HBO Max und Eurosport. Damit rückt Trailrunning weiter ins internationale Rampenlicht.
Fazit:
Die Golden Trail World Series 2026 verspricht eine Saison der Superlative: dichter, internationaler und spannender denn je. Der Countdown läuft – und am 17. Mai richtet sich der Blick der Trailrunning-Welt nach Zegama.

