News

Kimutai und Elazzaoui dominieren den Ledro Sky Trentino

Die zweite Station der Golden Trail World Series 2026 entwickelte sich in den italienischen Bergen von Ledro Sky Trentino zu einer eindrucksvollen Demonstration von Stärke und Konstanz. Auf der technisch anspruchsvollen Strecke über 21,5 Kilometer mit 1.777 Höhenmetern setzten sich Caroline Kimutai (Salomon) und Elhousine Elazzaoui (NNormal) souverän durch und übernahmen die Kontrolle im Gesamtklassement.

Besonders Elazzaoui sorgte für einen historischen Moment: Nur eine Woche nach seinem Sieg beim legendären Zegama-Aizkorri gewann der Marokkaner erneut und untermauerte damit seine Ambitionen auf den dritten Gesamttitel in Serie. Gemeinsam mit Kimutai überquerte er symbolträchtig die Ziellinie – ein Bild, das den Renntag prägte.

Caroline Kimutai mit Start-Ziel-Sieg

Im Frauenrennen ließ Caroline Kimutai von Beginn an keinen Zweifel an ihren Ambitionen. Die Kenianerin führte das Feld nahezu über die gesamte Distanz an und kontrollierte das Rennen souverän. Lediglich im Sprintsegment entlang des Ledrosees musste sie kurzfristig Joyce Njeru den Vortritt lassen.

Mit Beginn des langen Anstiegs Richtung Cima Pari setzte Kimutai jedoch entscheidend nach. Auch das Uphill-Segment entschied sie für sich und baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Besonders beeindruckend: Auf dem Gipfel lag sie bereits drei Minuten vor Nina Engelhard und Madalina Florea.

Titelverteidigerin Madalina Florea kämpfte sich auf den technisch anspruchsvollen Downhill-Passagen zwar noch einmal heran, konnte Kimutai aber nicht mehr ernsthaft gefährden. Die Salomon-Athletin rettete einen Vorsprung von zwei Minuten ins Ziel und feierte damit ihren dritten Sieg in der Golden Trail World Series nach Erfolgen bei der Jinshanling Great Wall Trail Race und Sierre-Zinal 2025.

Hinter Kimutai komplettierten Madalina Florea (Scott) und Joyce Njeru (NNormal) das Podium. Nina Engelhard und Andrea Kolbeinsdóttir rundeten die Top fünf ab.

Florea und Njeru steigen in den Titelkampf ein

Mit ihren starken Leistungen beim Saisondebüt meldeten sich auch Madalina Florea und Joyce Njeru eindrucksvoll im Kampf um die Gesamtwertung zurück. Florea profitierte dabei sichtbar von ihrer Erfahrung auf dem Kurs, auf dem sie 2025 den Gesamttitel perfekt gemacht hatte.

In der Gesamtwertung bleibt Estel Fortin trotz Platzierungen außerhalb der Top Ten weiterhin an der Spitze. Dahinter folgt Tove Alexandersson. Kimutai und Florea liegen dank zusätzlicher Segmentpunkte punktgleich auf Rang drei und haben sich früh in der Saison als ernsthafte Titelkandidatinnen etabliert.

Elhousine Elazzaoui bestätigt seine Vormachtstellung

Auch im Männerrennen setzte sich das hohe Tempo bereits im Sprintsegment fort. Philemon Kiriago sicherte sich dort die Bestzeit und bildete gemeinsam mit Michael Selelo Saoli sowie Paul Machoka früh die Spitzengruppe.

Elhousine Elazzaoui verlor nach dem Start zunächst kurz den Anschluss, kämpfte sich jedoch schnell zurück und übernahm im entscheidenden Uphill-Segment die Kontrolle. Gemeinsam mit Kiriago und Saoli erreichte er die Schlüsselstelle am Cima Pari, ehe sich Saoli zwischenzeitlich leicht absetzen konnte.

Doch auf den technisch schwierigen Trails Richtung Ziel zeigte Elazzaoui erneut seine Klasse. Im finalen Abschnitt rund um Pieve di Ledro attackierte der Marokkaner entscheidend, distanzierte die beiden Kenianer und sicherte sich in 1:55:48 Stunden seinen zweiten Saisonsieg.

Philemon Kiriago belegte Rang zwei vor Michael Selelo Saoli. Damit gingen alle drei Podestplätze an Athleten afrikanischer Nationen.

Gesamtwertung: Elazzaoui klar vorne

Nach zwei Rennen führt Elhousine Elazzaoui die Gesamtwertung der Golden Trail World Series bereits deutlich an. Mit 422 Punkten liegt der NNormal-Läufer klar vor Alain Santamaría und Damian Bogdan.

Auch in der Teamwertung setzte sich Salomon in Ledro Sky Trentino durch und bestätigte die starke mannschaftliche Geschlossenheit.

Nächster Halt: Quebec Mega Trail

Nach dem europäischen Saisonauftakt zieht die Golden Trail World Series nun weiter nach Nordamerika. Am 5. Juli feiert die Serie beim Quebec Mega Trail in Kanada Premiere.

Die 30 Kilometer lange Strecke rund um Mont-Sainte-Anne kombiniert spektakuläre Landschaften mit technisch anspruchsvollen Anstiegen und schnellen Downhill-Passagen. Besonders die Ausblicke auf die Laurentian Mountains und die Jean-Larose-Wasserfälle versprechen ein weiteres Highlight im GTWS-Kalender 2026.

Alle Ergebnisse