News

Dynafit Transalpine Run 2026: Spektakulärer Alpencross durch die Schweiz

Die 21. Ausgabe des legendären Dynafit Transalpine Run, die am 28. August in Lenzerheide startete, hat nach sieben unvergesslichen Tagen über die Schweizer Alpen in Locarno ein spektakuläres Ende gefunden. Mehr als 350 Teilnehmer aus 27 Ländern stellten sich der Herausforderung über rund 250 Kilometer und mehr als 14.000 Höhenmeter.

Der schnellste Läufer war Luis Valle Barrientos aus Chile, der die Schweizer Alpen in weniger als 25 Stunden überquerte. Auch die Finisherquote konnte sich sehen lassen: 81 Prozent aller TAR-Teams, die in Lenzerheide gestartet waren, erreichten gemeinsam das Ziel in Locarno. Bei den Solo-Startern lag die Finisherquote sogar bei 85 Prozent.

Historische Premiere: Der TAR bleibt komplett in der Schweiz

Der Transalpine Run 2026 markierte ein historisches Kapitel in der Geschichte der Veranstaltung: Erstmals verlief die komplette Strecke durch die Schweiz.

Die Teilnehmer starteten in Graubünden, liefen durch die spektakuläre Rheinschlucht und abgelegene Alpendörfer, überquerten die eindrucksvolle Greina-Hochebene und erlebten schließlich den Übergang von der rauen alpinen Landschaft ins Tessin mit seinem südländischen Flair. Entlang der Verzasca führte die Reise schließlich bis ans Ufer des Lago Maggiore.

Die komplette Route von Lenzerheide über Ilanz, Vrin, Olivone, Biasca und Sonogno bis nach Locarno erstreckte sich über rund 250 Kilometer und mehr als 14.000 Höhenmeter.

Trotz herausfordernder Wetterbedingungen und einer notwendigen Verkürzung der ersten Etappe auf 19 Kilometer wurde die Ausgabe 2026 zu einem großen Erfolg. An den folgenden sechs Tagen präsentierte sich das Wetter von seiner sommerlichen Seite und sorgte für hervorragende Laufbedingungen.

Mehr als ein Rennen: Die TAR Family

Der Transalpine Run hat auch 2026 einmal mehr gezeigt, dass er weit mehr ist als nur ein Wettkampf. Über sieben Tage hinweg teilten die Teilnehmer bei ihrer gemeinsamen Alpenüberquerung nicht nur die Herausforderungen des Trails, sondern auch Höhen und Tiefen sowie unzählige unvergessliche Momente.

Was als Wettkampf beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Gemeinschaft. Auf der Strecke wird sich gegenseitig motiviert und unterstützt, Erlebnisse werden geteilt und jede Ziellinie gemeinsam gefeiert.

Dieser einzigartige Geist ist als „TAR Family“ längst zu einem der prägenden Merkmale des Transalpine Run geworden. Freundschaften entstehen über Länder- und Kulturgrenzen hinweg und die gemeinsame Leidenschaft für die Berge verbindet. Mehr als zwei Jahrzehnte nach seiner Premiere schafft der TAR damit weiterhin Verbindungen, die weit über Platzierungen und Ergebnisse hinausgehen.

Luis Valle Barrientos gewinnt den Transalpine Run 2026

In der TAR-Solo-Wertung der Männer ging der Sieg an Luis Valle Barrientos aus Chile. Er absolvierte die sieben Etappen in einer Gesamtzeit von 24:17:40 Stunden und setzte sich damit deutlich gegen seine Konkurrenz durch.

Nach dem Zieleinlauf in Locarno zeigte sich der Chilene begeistert von seinem Sieg und dem Erlebnis Transalpine Run. Für ihn sei es ein Traum gewesen, beim TAR zu starten und sieben Tage durch die Alpen zu laufen. Gleichzeitig hofft Valle Barrientos, mit seinem Erfolg weitere Läufer in seiner Heimat Chile für derartige Herausforderungen begeistern zu können.

Auf Rang zwei folgte Peter van der Zon aus den Niederlanden in 26:00:15 Stunden. Einen starken dritten Platz holte Michael Weingärtner aus Deutschland in 26:07:05 Stunden.

Stefanie Woltring ist die schnellste Frau

Die schnellste Frau des gesamten TAR 2026 war Stefanie Woltring aus Deutschland. Die Siegerin der Master-Women-Kategorie benötigte für die sieben Etappen 31:29:31 Stunden und überzeugte über die gesamte Woche mit einer starken und konstanten Leistung.

Die reguläre Women-Wertung gewann Laura Hesse aus Deutschland in 34:02:39 Stunden vor Irena Ambrozova aus Tschechien und Anna Stegerhoff aus Deutschland.

Auch bei den Senior Master Women gab es einen prominenten Namen an der Spitze: Sonja Tajsich aus Österreich gewann ihre Kategorie in 32:22:46 Stunden.

Tofol Castanyer gewinnt die Senior Master Men

Ebenfalls bemerkenswert war die Leistung des Spaniers Tofol Castanyer. Der international erfolgreiche Trailrunner gewann die Senior-Master-Wertung in starken 25:48:48 Stunden und erzielte damit eine der schnellsten Gesamtzeiten des gesamten Rennens.

Die Master-Men-Wertung ging an Benedikt Nussbaum aus Deutschland, der nach 24:51:27 Stunden das Ziel erreichte.

Deutsche Teams stark beim TAR 2026

Der TAR-Teamwettbewerb verkörperte einmal mehr die ursprüngliche Idee des Transalpine Run: Seite an Seite zu laufen, sich auf jeder Etappe gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam die Herausforderungen der Alpenüberquerung zu meistern.

Bei den Männern sicherte sich WeRun4Fun e.V. mit den erfahrenen TAR-Haudegen Benjamin Klöppel und Stephan Niermann nach einem hart umkämpften Rennen den Gesamtsieg in 29:48:32 Stunden.

Die Frauenwertung gewann das Schweizer Rockand Trail Team in 32:15:32 Stunden. In der Mixed-Kategorie setzte sich das deutsche Ruhstrat Running Team in 31:33:08 Stunden durch.

RUN2 bietet Vorgeschmack auf das Transalpine-Abenteuer

Bereits am 29. August ging der RUN2 zu Ende. Das Format ermöglicht es Zweierteams, die ersten beiden Etappen des Transalpine Run zu absolvieren und damit einen Vorgeschmack auf das große TAR-Abenteuer zu bekommen.

Bei den Männern gewann TEAM HUAMAN x ADIDAS aus Peru in 6:47:51 Stunden. Die Frauenwertung ging an die Dynafit Trailhero Girls aus Österreich in 9:00:57 Stunden. In der Mixed-Wertung waren die Dynafit Trailhero x Thüringen in 7:19:28 Stunden erfolgreich.

Ergebnisse Dynafit Transalpine Run 2026 im Überblick

TAR Solo – Women

  1. Laura Hesse (GER) – 34:02:39
  2. Irena Ambrozova (CZE) – 36:26:13
  3. Anna Stegerhoff (GER) – 37:31:28
  4. Johanna Thon (GER) – 39:03:41
  5. Esther Achermann (SUI) – 40:16:40

TAR Solo – Master Women

  1. Stefanie Woltring (GER) – 31:29:31
  2. Anna Winklehner (SUI) – 34:37:59
  3. Tatiana Rödl (GER) – 35:55:05
  4. Ursina Vinzens (SUI) – 42:17:53
  5. Nicole Hadel (GER) – 43:10:54

TAR Solo – Senior Master Women

  1. Sonja Tajsich (AUT) – 32:22:46
  2. Mara Lückert (GER) – 40:09:38
  3. Gabi Moggi (SUI) – 40:38:38
  4. Monika Leuenberger (SUI) – 42:08:53
  5. Sandra Rumplmair (AUT) – 42:40:36

TAR Solo – Men

  1. Luis Valle Barrientos (CHI) – 24:17:40
  2. Peter van der Zon (NED) – 26:00:15
  3. Michael Weingärtner (GER) – 26:07:05
  4. Marian Bunte-Goldschmidt (GER) – 28:31:04
  5. Jonathan von Däniken (SUI) – 31:43:08

TAR Solo – Master Men

  1. Benedikt Nussbaum (GER) – 24:51:27
  2. Andreas Parpan (SUI) – 31:21:30
  3. Andreas Schweizer (SUI) – 31:30:31
  4. Dirk Betz (GER) – 32:07:54
  5. Tino Balk (GER) – 32:37:36

TAR Solo – Senior Master Men

  1. Tofol Castanyer (ESP) – 25:48:48
  2. Cornel Furrer (SUI) – 29:47:58
  3. Christoph Kroll (GER) – 30:02:36
  4. Christian Eggermann (GER) – 32:11:00
  5. Matthias Kastner (SUI) – 32:40:20

TAR Teams – Mixed

  1. Ruhstrat Running Team (GER) – 31:33:08
  2. Dynafit Downhill Junkies (SUI) – 34:25:57
  3. Trail and Error (SUI) – 36:28:46
  4. Heaven and Hell (SWE) – 38:45:13
  5. Grant^2 (RSA) – 38:57:17

TAR Teams – Master Mixed

  1. die Sonnigen (AUT) – 33:42:22
  2. Duo Okle (SUI) – 36:04:15
  3. KR ohne KI (SUI) – 36:58:17
  4. SAURE POMMES (SUI) – 38:23:07
  5. s’10nii (SUI) – 40:11:02

TAR Teams – Women

  1. Rockand Trail Team (SUI) – 32:15:32
  2. TrailRunSisters (GER) – 33:34:52
  3. Elusive Gazelles (CRO) – 35:47:52
  4. Maaike Nely (NED) – 39:58:98
  5. #HARZrunning (GER) – 43:03:21

TAR Teams – Men

  1. WeRun4Fun e.V. (GER) – 29:48:32
  2. Mir san die Lehners (GER) – 30:25:48
  3. SUMMITRY.coach (GER) – 32:57:02
  4. HybrideBiker (GER) – 36:13:15
  5. H&M (GER) – 37:45:31

TAR Teams – Master Men

  1. Sennerei Algund (ITA) – 32:29:25
  2. happy trail runners without limits (AUT) – 37:17:25
  3. Run for Memory (GER) – 38:36:03
  4. BEST AGER AUSTRIA (AUT) – 38:58:40
  5. Hillie Billie Goats (GER) – 40:10:35

RUN2 – Ergebnisse

Teams Mixed

  1. Dynafit Trailhero x Thüringen (GER) – 07:19:28
  2. Asma (NOR) – 07:25:18
  3. TransALPaka Express (SUI) – 07:46:39
  4. Dynafit Trailheros (GER) – 07:52:13
  5. PAIce (SUI) – 08:11:53

Teams Women

  1. Dynafit Trailhero Girls (AUT) – 09:00:57
  2. The 5 (ESP) – 09:49:08
  3. The Five RosaCris (ESP) – 10:32:22
  4. Taunus Girls (GER) – 10:52:49
  5. Moechtegernrunnergirls (GER) – 10:57:00

Teams Men

  1. TEAM HUAMAN x ADIDAS (PER) – 06:47:51
  2. Vengaboys (GER) – 08:59:09
  3. Trailschmiede Ostalb (GER) – 09:41:19
  4. TRT Vorarlberg (AUT) – 09:44:05
  5. Muddy Men Stevens (BEL) – 09:50:20

Über den Dynafit Transalpine Run

Der Dynafit Transalpine Run (TAR) zählt zu den bekanntesten und anspruchsvollsten Etappenrennen der Trailrunning-Szene. Seit seiner Premiere im Jahr 2005 hat sich das Event zu einem internationalen Klassiker entwickelt, der jedes Jahr Läufer aus aller Welt anzieht.

Die Grundidee ist ebenso einfach wie faszinierend: die Alpen zu Fuß in mehreren Etappen zu überqueren. Daraus entsteht ein außergewöhnliches Abenteuer, das sportliche Leistung, Teamgeist und mentale Stärke miteinander verbindet.

Je nach Streckenführung werden innerhalb von sieben Tagen etwa 250 bis 300 Kilometer und deutlich mehr als 14.000 Höhenmeter zurückgelegt. Die Route variiert von Jahr zu Jahr und sorgt damit immer wieder für neue Herausforderungen.

Ursprünglich als Rennen für Zweierteams konzipiert, bietet der Transalpine Run mittlerweile verschiedene Formate. Neben TAR Team gibt es TAR Solo sowie den zweitägigen RUN2 als Einstieg in das Transalpine-Abenteuer.