STRAVA: Anekdoten eines Süchtigen

Wettkampfalternativen für Trailrunner: STRAVA © xc-run.de

Er fährt durch halb Bayern, um sich Kronen zu sichern und der Konkurrenz via STRAVA das Fürchten zu lehren. XC-RUN.de Teamläufer Konrad Kufner hat die virtuelle Plattform für sich entdeckt und nutzt sie regelmäßig. Manche finden diese „Sucht“ besorgniserregend – andere „nachvollziehbar“. Fakt ist: Niemand könnte euch die Vorteile von STRAVA besser erläutern als unser KOMrad.

Konrad Kufner: STRAVA Anekdoten

„Das mit Strava ist ja so eine Sache, aber für mich persönlich in der wettkampffreien Zeit ein absolutes Muss. Vielleicht kann man sogar schon von einer kleinen Suchtgefahr sprechen; im folgenden möchte ich euch kurz aufzeigen warum ich ein Verfechter von Strava bin. In meinem Trainingsalltag zur Zeit sicherlich nicht mehr wegzudenken; im folgenden Teil meine Argumente pro Strava“:

Die Jagd nach Bestzeiten

Es gibt ja eine Vielzahl von Segmenten, das sind letztendlich ja einfach feste Strecken auf denen sich Läufer vergleichbar machen. Es gibt diese Segmente ja nicht nur im Laufen, sondern auch im Radsport; man findet Segmente eigentlich im jeden Gelände. Folglich kann man diese Segmente ja wunderbar ins Training „einbauen“, wenn kurze flache Intervalle auf dem Programm stehen, dann sucht man sich halt ein schönes Segment das diese Anforderungen erfüllt. Sehr oft liegen diese Segmente dann beim Laufen an einem See, Radweg oder auf einer Nebenstraße. Die Mehrzahl der Segmente hat eine Länge zwischen 400 Meter und maximal 5000 Meter. Genauso findet man diese Segmente auf den Wanderwegen in den heimischen Bergen.

Jetzt gehts eigentlich schon los; man will natürlich wissen wo man sich einordnet wenn man diese Strecke dann mal richtig schnell läuft. Eine besondere Motivation ist dabei die Jagd nach der KOM (King of Mountain); diese Bestzeit auf einer bestimmten Strecke wird mit einer Krone belohnt. Dieses Belohnungssystem funktioniert auch einwandfrei; man ist motiviert Alles zu geben wie im Wettkampf und wenn es gut läuft springt eine Top Ten Platzierung heraus.

Kennenlernen von neuen Laufstrecken

Über die Strava Community ist man ja mit vielen Leuten befreundet und natürlich läuft man dann auch mal eine neue Strecke. Ich habe dadurch schon viele neue Laufstrecken entdeckt, die ich oft und gerne Laufe. Ohne Strava würde ich diese Segmente und Strecken gar nicht kennen; kürzlich habe ich wieder einmal entdeckt wie vielfältig ein Berg bei uns ist. Da gibt es tatsächlich 7 verschiedene und abwechslungsreiche Wege hoch; was gibt es besseres für ein Intervall Training am Berg. Natürlich mit dem Zusatz, dass man vielleicht sogar eine Topzeit läuft

Integration in den Trainingsplan

Natürlich kann man nicht jeden Tag eine KOM Bestzeit laufen, aber man kann das Training bereichern und die Strava Segmente sinnvoll ins Training integrieren. Mich motiviert das ungemein und für schnelle Einheiten wähle ich dann halt genauso ein schnelles Segment. Das macht mir mehr Spaß als im Stadion meine Runden zu drehen. Genauso gibt es an fast jeden Berg ein Segment; auch das läßt sich wunderbar einbauen.

Eine große Gemeinschaft

Durch Strava habe ich ähnlich wie auf Facebook viele Sportler kennengelernt. Außerdem kann man wunderbar kommunizieren und die Leistungen des Kollegen kommentieren und loben. Eine weitere schöne Motivation…freut doch Jeden, wenn Jemand schreibt: „Tolle Leistung“…“WOW bist du gut in Form“…“Wahnsinn, du hast den Verstand verloren“….Ich denke, dass man eine gute Leistung zeigen sollte und nicht im „stillen Kämmerlein“ verstecken. Auch hat man einen wunderbaren Vergleich wie stark der vermeintliche Konkurrent im Moment so ist. Also auch wieder viel Motivation, dass man besser und härter trainiert.

Formaufbau

Man hat auf seinen Hausstrecken überall gespeicherte Zeiten und natürlich sagt dir Strava sofort wo diese Zeit einzuordnen ist. Eine neue persönliche Bestzeit oder „unter ferner liefen…“

Genauso wird man wieder richtig schnell, wenn man den Fokus auf die Mittelstrecke legt; so KOM bis 1,5 km im flotten Wettkampf Tempo schaden sicher nicht um die V-Max zu verbessern. Wenn ich so trainiere, dann bin ich automatisch auch auf langen Strecken besser. Es ist halt wichtig polarisierenden zu trainieren, die Grundlage darf man halt nicht vernachlässigen.

Wettkampf Stimmung

Bei richtig guten Segmenten, die von Top Läufern schon bewältigt wurden muss man wie an einen Wettkampf herangehen. Nur durch diese strukturierte Herangehensweise schafft man dann vielleicht auch eine neue KOM d.h. man wärmt sich auf, gibt 100% und läuft sich wieder aus. Alles genau wie bei einem Wettkampf; halt ohne Konkurrenten und Zuschauer….nur du und deine Uhr 🙂 aber das recht ja auch oder ?

Die Motivation Alles zu geben

Auf der Jagd nach einer Bestzeit wird man natürlich an die Grenzen gehen, insbesondere wenn es um die letzten Sekunden geht. Diese Motivation ist doch eine tolle Sache und man verspürt ja teilweise sogar etwas Druck; schließlich soll ja auch eine Leistung auf der Uhr stehen.

Abwechslung

Die Mischung aus Grundlagen Einheiten und ein paar „KOM“- Einheiten macht halt auch den Trainingsalltag etwas „bunter“. Der eine Trainingstag ist schön entspannt ohne größeren Druck, der nächste Tag wird dann halt voll auf Angriff gelaufen.