Laufen im Winter: Das solltest du beachten

03.12.2016: Winterliche Ansichten rund um den Großen Osser © Marco Felgenhauer / woidlife photography

Laufen geht immer! Egal ob bei Tageslicht oder zum Schein der Stirnlampe. Egal ob bei 40 Grad und Sonnenschein oder bei Regen, Schnee, Matsch und Kälte. Mit dem richtigen Equipment und der passenden Einstellungen kann man eigentlich immer eine Runde laufen – und sei es auf dem Laufband. Unsere Meinung: Einem leidenschaftlichen Läufer ist das Wetter egal!

Trotzdem gibt es in der kalten Jahreszeit ein paar Kleinigkeiten die man beachten sollte, damit auch bei den Läufen im Winter der Spaß nicht zu kurz kommt:

Schuhwahl

Noch wichtiger als im Sommer ist in den Wintermonaten die passende Schuhwahl. Gerade bei Schnee machen grobstollige Trailrunningschuhe Sinn und wer auf vereisten Wintertrails seine Runden drehen möchte kommt an Schuhen mit Spikes wohl nicht vorbei. Besonders wichtig ist eine wasserdichte oder wasserabweisende Membran – denn mit nassen Füßen bei Minusgraden vergeht auch dem hartgesottensten Läufer (manchmal) das Lachen.

Eine Auswahl an Trainingsschuhen für den Winter mit Empfehlungen zu den jeweiligen Einsatzgebieten findet ihr in unserem Winter-Trailschuhtest.

Bekleidung

Unser Ratschlag für die kalten Monate: Zwiebelprinzip! Man benötigt nicht unbedingt extra Winterkleidung, sondern kann durch kleine Ergänzungen im Equipment die normalen Laufklamotten durchaus wintertrauglich machen. Perfekt ergänzen sich die ¾ Lauftight mit langen Socken (unsere Empfehlung: Merino Socks) und wenn es an den empfindlichen Stellen noch zu kalt ist eine kurze Laufhose darüber. „Obenrum“ ziehen wir über das Funktionsshirt ein Langarmshirt und eine ärmellose Windweste. Die Wind- oder Regenjacke gehört sowieso in den Rucksack und kann das Ganze bei Bedarf noch ergänzen.

Hier findet ihr Tipps für die richtige Winterlaufjacke:

Verpflegung

Was im Winter oft unterschätzt wird ist der Verlust an Flüssigkeit. Vor allem bei Kälte sollte man viel und vor allem regelmäßig trinken, da man beim Atmen der trockenen Winterluft deutlich weniger Wasser aufnimmt als an feuchtwarmen Sommertagen. Wichtig auch: Kälte zehrt aus – also den Notfall Riegel (zum Themenspecial: Sportnahrung) nicht vergessen.

Beleuchtung

Die Tage sind kurz und sogar bei Läufen am Nachmittag stößt man schnell an seine Grenzen. Anfang Dezember ist es ab 16:30 Uhr dunkel. Im Wald noch deutlich früher. Es bleibt nur das Laufband, der beleuchtete Weg oder die Mittagszeit. Wer auf seine geliebten Trails nicht verzichten möchte wird an der Stirnlampe nicht vorbeikommen. Die Hersteller warten 2020 mit zahlreichen Innovationen auf und für etwa 100 € bekommt man richtig gute Produkte. Hier geht es zu unserem Test:

Trainingspensum

Als Faustregel – vor allem für Hobbyläufer – gilt: Auch wenn die Helden des Sommers im Winter gemacht werden, so geht es in der kalten Jahreszeit nicht darum neue Bestzeiten aufzustellen. Wichtig sind die Trainingseinheiten im Grundlagenbereich um die Grundkondition zu erhalten. Gerade bei Kälte sollte man lieber einen Gang zurückschalten und auf keinen Fall krank oder angeschlagen trainieren.

Trainingstipps für den Winter gibt es hier