Garmisch-Partenkirchen, 21. Juni 2026 – Mit dem Salomon Zugspitz Ultratrail powered by Ledlenser by UTMB feierte die UTMB World Series am vergangenen Wochenende ihre Premiere in Deutschland. An drei Veranstaltungstagen verwandelte sich die Zugspitzregion rund um Garmisch-Partenkirchen in einen internationalen Treffpunkt der Trailrunning-Szene. Knapp 5.000 Läuferinnen und Läufer aus 49 Nationen standen auf sieben Distanzen zwischen 16 und 107 Kilometern an der Startlinie. Der Frauenanteil betrug 31,7 Prozent.
Aufgrund von Gewittern und hoher Wärmebelastung mussten mehrere Strecken aus Sicherheitsgründen angepasst werden. Der ursprünglich als 100-Meilen-Rennen geplante ZUT100 wurde auf 107 Kilometer mit 5.280 Höhenmetern verkürzt. Auch der Ultratrail und der Ehrwald Trail wurden modifiziert und über 74 Kilometer ausgetragen. Beide Wettbewerbe starteten in diesem Jahr in Leutasch. Der Mittenwald Trail, der Garmisch-Partenkirchen Trail sowie der Grainau Trail konnten hingegen auf ihren Originalstrecken durchgeführt werden, während der Leutasch Trail geringfügig angepasst wurde.
Tobias Fritz feiert emotionalen Heimsieg
Für einen der emotionalsten Momente des Wochenendes sorgte Lokalmatador Tobias Fritz. Nachdem er im vergangenen Jahr auf dem ZUT100 in Führung liegend ausscheiden musste, gelang ihm nun der große Triumph. Auf der verkürzten Strecke setzte sich der Garmisch-Partenkchner in 12:04:35 Stunden durch.
„Zu Hause zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes. Mein allererstes Trailrennen war vor neun Jahren ebenfalls der ZUT. Jetzt hier den Sieg zu holen, ist einfach unglaublich“, sagte Fritz im Ziel.
Bei den Frauen setzte sich Joana Tallmann durch. Nach ihrem Erfolg im Vorjahr gewann sie erneut die längste Distanz des Wochenendes und erreichte das Ziel nach 14:26:28 Stunden.
Hochklassiger Sport auf allen Distanzen
Auch auf den weiteren Strecken wurden starke Leistungen gezeigt. Silvia Schwaiger gewann den Garmisch-Partenkirchen Trail in 2:45:40 Stunden und zeigte sich begeistert von der Atmosphäre entlang der Strecke.
„Es ist großartig, dass es ein UTMB-Rennen in Deutschland gibt. Die Highlights für mich waren die Cheering Zones von Zegapa, in denen so viele Zuschauerinnen und Zuschauer standen und uns angefeuert haben.“
Bei den Männern setzte sich Dominik Hohenleitner durch. Er betonte die wachsende Bedeutung der Veranstaltung für die deutsche Trailrunning-Szene:
„Der ZUT war schon immer eine große Veranstaltung. Durch die Zugehörigkeit zur UTMB World Series und die steigende internationale Aufmerksamkeit gewinnt das Event noch einmal an Bedeutung – und das ist für uns Athletinnen und Athleten großartig.“
Begeisternde Stimmung entlang der Strecke
Neben den sportlichen Leistungen prägte vor allem die Atmosphäre das Wochenende. Tausende Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten entlang der Strecke sowie in den Start- und Zielbereichen für große Stimmung. Besonders die von der lokalen Running-Community NOMADS organisierte Cheering Zone „Zegapa“ entwickelte sich zu einem der emotionalen Hotspots der Veranstaltung und unterstützte die Athletinnen und Athleten rund um die Uhr.
Positives Fazit nach der Deutschland-Premiere
Jürgen Kurapkat, Renndirektor des Zugspitz Ultratrails, zog nach dem Veranstaltungswochenende ein positives Fazit:
„Es war ein toller, ereignisreicher und spannender ZUT. Wir hatten eine herausfordernde Situation mit dem Wetter, der Hitze und den Gewittern. Unser Ziel war es, die sieben Rennen bestmöglich durchführen zu können und allen Läuferinnen und Läufern ein großartiges Lauferlebnis zu bieten. Ich denke, das ist uns gelungen. Wir freuen uns schon auf den nächsten Zugspitz Ultratrail by UTMB.“
Mit seiner ersten Austragung als Teil der UTMB World Series unterstrich der Salomon Zugspitz Ultratrail seine Bedeutung als eines der wichtigsten Trailrunning-Events im deutschsprachigen Raum. Die Kombination aus hochklassigem Sport, spektakulärer Alpenkulisse und großer Begeisterung entlang der Strecke machte die Veranstaltung zu einem besonderen Höhepunkt im internationalen Trailrunning-Kalender.
