Trailrunning

ZUT 2026: Innerhofer und Laukner dominieren den Mittenwald Trail – Koch und Meinheit triumphieren auf dem Leutasch Trail

Der Finaltag des Zugspitz Ultratrail 2026 bot trotz aller wetterbedingten Anpassungen Trailrunning auf höchstem Niveau. Hans-Peter Innerhofer und Lena Laukner setzten im Mittenwald Trail die Maßstäbe, während Sven Koch und Miria Meinheit den Leutasch Trail eindrucksvoll für sich entschieden. Besonders stark präsentierte sich auch Thomas Wanninger, der als Vierter nur knapp am Podium vorbeilief.

Innerhofer zeigt seine Klasse

Im Mittenwald Trail über 43,7 Kilometer und 1.980 Höhenmeter ließ Hans-Peter Innerhofer keinen Zweifel an seiner Favoritenrolle aufkommen. Der Österreicher vom Lowa-Team gewann in starken 3:39:51 Stunden und war damit der einzige Athlet im Feld, der die Marke von drei Stunden und 40 Minuten unterbieten konnte.

Dahinter entwickelte sich ein spannender Kampf um die weiteren Podestplätze. Lennard Muschinski vom Salomon Running Team sicherte sich Rang zwei in 3:45:59 Stunden vor Leon Schübel, der nach 3:47:22 Stunden das Ziel erreichte. Der Tscheche Fabián Štoček und Lukas Vasold komplettierten die Top Fünf.

Lena Laukner mit souveränem Sieg

Bei den Frauen wurde Lena Laukner ihrer Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht. Die Athletin vom The North Face Team setzte sich in 4:15:45 Stunden durch und lief dabei als Gesamtneunte sogar in die Top Ten des Gesamtklassements.

Hinter ihr folgte mit Evi Gudelius eine weitere starke deutsche Läuferin. Die Athletin des La Sportiva Mountain Running Teams benötigte 4:31:55 Stunden und sicherte sich Rang zwei vor der Italienerin Martina Dal Bosco (4:37:16 Stunden).

Maria Elisa Legelli und Johanne Mosgaard rundeten das hochklassige Frauenfeld ab.

Sven Koch läuft allen davon

Auf dem Leutasch Trail über 68,3 Kilometer und 3.001 Höhenmeter wurde das Rennen der Männer früh entschieden. Sven Koch vom adidas-Team präsentierte sich in bestechender Form und gewann nach nur 5:55:58 Stunden.

Der Deutsche war damit der einzige Athlet des Tages, der auf der längsten Distanz unter sechs Stunden blieb. Dahinter folgten der Spanier Andreu Simon Aymerich (6:18:16 Stunden) und der Tscheche Marek Causidis (6:20:25 Stunden).

Für eine der stärksten Leistungen aus deutscher Sicht sorgte Thomas Wanninger. Der xc-run.de-Athlet und WSV-Viechtach-Läufer hielt sich über die gesamte Renndistanz in der Spitzengruppe und verpasste das Podium als Vierter nur knapp. Nach 6:22:04 Stunden fehlten lediglich 99 Sekunden auf Rang drei.

Miria Meinheit krönt sich zur Königin von Leutasch

Auch bei den Frauen gab es auf der längsten Distanz des Tages eine souveräne Siegerin. Dynafit-Athletin Miria Meinheit lief ein kontrolliertes Rennen und gewann in starken 7:15:22 Stunden.

Besonders bemerkenswert: Mit Rang neun im Gesamtklassement ließ sie zahlreiche männliche Konkurrenten hinter sich und unterstrich eindrucksvoll ihre Klasse auf langen alpinen Trails.

Hannah Kilgenstein folgte mit deutlichem Abstand auf Rang zwei (7:56:18 Stunden), während sich die Französin Marie Oberlé in 7:58:17 Stunden den letzten Podestplatz sicherte. Svenja Moser und Nora Havlinova komplettierten die Top Fünf.

Starke Leistungen trotz schwieriger Rahmenbedingungen

Nach den Diskussionen der vergangenen Tage über Streckenänderungen, neue Startzeiten und wetterbedingte Anpassungen rückte am Finaltag endlich wieder der Sport in den Mittelpunkt. Und die Athletinnen und Athleten lieferten eindrucksvoll ab.

Vor allem die Siegerzeiten von Hans-Peter Innerhofer, Sven Koch, Lena Laukner und Miria Meinheit zeigen, dass trotz verkürzter oder angepasster Strecken Trailrunning auf absolutem Spitzenniveau geboten wurde. Mit Innerhofer und Koch setzten sich zwei Athleten durch, die ihren Rennen früh den Stempel aufdrückten. Bei den Frauen überzeugten Laukner und Meinheit mit souveränen Vorstellungen und Siegen, die zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet waren.

So fand ein turbulentes ZUT-Wochenende zumindest sportlich einen würdigen Abschluss.

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