Salzburg Trailrunning Festival 2018: Cityflair & Mountainair - xc-run.de Trailrunning

Salzburg Trailrunning Festival 2018: Cityflair & Mountainair

Salzburg Trailrunning Festival 2018 © Christian Hofmann

Am vergangenen Wochenende hat sich die Trailgemeinde zu einer ihrer letzten, großen Veranstaltungen des Jahres versammelt. In seiner siebten Auflage hat sich das  Salzburg Trailrunning Festival einen festen Platz im Rennkalender erarbeitet. Und das aus gutem Grund. Mit vier unterschiedlichen Bewerben und zwei Kombi-Wertungen ist für jeden etwas dabei und so standen am Samstag und Sonntag insgesamt 800 Teilnehmer am Start im Herzen der Salzburger Altstadt.

Sechs Bewerbe zur Auswahl

Als persönlichen Saisonabschluss hatte ich mich für die Teilnahme am Trail Amadeus 37+ entschieden, der aus dem Festungstrail (15,9 km | 490 hm) am Samstagnachmittag und dem Gaisbergtrail (22,3 km | 1.175 hm) am Sonntagvormittag bestand. Wer es gerne etwas kürzer hatte, konnte sich auch für den Trail Amadeus 20+, die Kombiwertung aus Panoramatrail (8 km | 210 hm) und Gaisbergrace (12,6 km | 1.135 hm) entscheiden oder einfach bei einem der Einzelbewerbe starten.

Der Festungstrail am Samstag

Pünktlich um 16.00 Uhr fiel der Startschuss auf dem Kapitelplatz am Salzburger Dom und es wurde schnell klar, dass dieses Wochenende Tempo angesagt war. Gute vier Minuten für den ersten Kilometer durch den Festspielbezirk und dennoch hatte sich die Spitzengruppe bereits ein gutes Stück abgesetzt. Es folgten zwei Runden um den Mönchs- und Festungsberg: Kopfsteinpflaster, Asphalt, Wanderwege, Wurzeltrails, Treppen und enge Gassen – in wilder Hatz ging es über stetig wechselnden Untergrund. Mal hinauf, mal hinunter. Zum Abschluss führte die Strecke in einem steilen Anstieg hinauf zur Festung Hohensalzburg und dem Zieleinlauf im Innenhof.

Ein leichter Laktathusten verriet mir, dass das Rennen deutlich schneller als erwartet gewesen war.  Aber sei es drum. Zum Abschluss einer langen Trailsaison kann es ja nicht schaden, die Rohre noch einmal richtig durchzupusten und die abwechslungsreiche Streckenführung hatte ohnehin für einen hohen Spaßfaktor gesorgt!

Der Gaisbergtrail am Sonntag

Salzburg Trailrunning Festival 2018 © Christian Hofmann

Das Gute an der Zeitumstellung auf Winter ist, dass man eine Stunde länger schlafen kann und so war die Startzeit des Gaisbergtrails um 9:45 Uhr sehr gemütlich gewählt. Dass das Rennen selbst dabei weniger gemütlich werden würde, war abermals klar sobald der Startschuss fiel. Wieder wurde von Beginn an Vollgas gegeben, zunächst in Richtung Imbachstiege, die über unzählige Stufen in Richtung Kapuzinerberg führte. Der darauf folgende Downhill über ebenso viele Holz- und Steinstufen lud bei Nebel, Nässe und hohem Tempo geradezu zum Stürzen ein und ich war froh, als ich dieses Teilstück unbeschadet hinter mir gelassen hatte. Nach fünf Kilometern wurde es dann langsam alpiner mit dem Anstieg hinauf zum Kuhberg und weiter zur Gaisbergalm, bevor der nächste nächste steile Anstieg auf dem lehmigen und glitschigen Stefaniesteig wartete. An dessen Ende brannten meine Waden bereits ordentlich und ich genoss die zwei flacheren Kilometer über den Gaisberg-Rundwanderweg, die nun folgten.

Selbstverständlich war der Anstieg noch nicht vorüber und es galt noch einmal 200 Höhenmeter hinauf zur Gaisbergspitze zu überwinden. Glücklicherweise gab es kurz darauf auch eine Labestation, denn meine Akkus zeigten akuten Energiebedarf an. Eine Banane und einen halben Liter Cola später war ich bereit für den Downhill, der in seinem ersten Teil über den Büffelsteig jedoch erneut mit Vorsicht zu genießen war. Steil und rutschig ging es dort hinab und bei diesem Wetter war Trittsicherheit gefragt. Im unteren Teil  war die Strecke dann wieder deutlich flüssiger zu laufen und im Sauseschritt ging es hinunter zum Campingplatz Aigen und der letzten Labestation bei Kilometer 18.

Wer jetzt Power hatte, der konnte noch einmal Zeit und einige Plätze gut machen. Denn die letzten vier Kilometer führten über Asphalt und nahezu flach zurück in die Salzburger Altstadt und zum Eventgelände auf dem Kapitelplatz, wo es auch Zeit für die Endabrechnung war. In der Trail Amadeus 37+ Gesamtwertung siegte Robert Gruber (AUT, Bjaks Running Team Austria) in unglaublich starken 03:06:26. Bei den Damen entschied Julia Fedrizzi (AUT, Tri Team Krems, 03:55:55) die Wertung für sich.

Im Anschluss an die Siegerehrung um 15:00 Uhr übergab die Trailgemeinde den Kapitelplatz dann wieder dem übrigen Volk. Allerdings nur bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt: Saisonabschluss in Salzburg mit Cityflair und Mountainair!

Christian Hofmann

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