Praxistest: Coros Apex Premium Multisport-GPS-Uhr

Coros Apex Premium Pro GPS-Multisport-Uhr © Michael Rackl

Eliud Kipchoge trägt sie, Steve House (Profiathlet und Autor des Bestsellers Uphill Athlet) trägt sie und Spitzentrailrunner Tim Tollefson trägt sie. Wir sprechen von Multisport-Uhren des amerikanischen Branchenneulings COROS. Seit Kurzem sind die Spezialisten für Multisportuhren auch der offizielle Navigations- und Timing-Partner des Transalpine Run 2021. Die xc-run.de Redaktion hat die Coros Apex Pro Premium im dreimonatigem Dauertest auf Herz und Nieren geprüft – und ist begeistert.

Das Unternehmen

COROS ist ein US-amerikanisches Unternehmen für Performance Sports Technology, das sich auf die Entwicklung hochwertiger GPS Multi-Sport-Uhren spezialisiert hat. Die junge Marke mit Hauptsitz in Tustin/Kalifornien, launchte im Mai 2018 mit der PACE GPS Uhr ihr erstes Produkt. Das ambitionierte Gründerteam beschäftigt rund 100 Mitarbeiter weltweit. COROS kombiniert hochwertige Hardware mit innovativer Technologie und entwickelt effiziente Sportuhren für die Einsatzbereiche Running, Trailrunning, Bergsteigen und Wassersport. Die Produkte sind seit Herbst 2020 in Deutschland und Österreich erhältlich.

Coros Apex Pro Premium: Das sagt der Hersteller

Länger geht kaum. 30 Tage Akku-Laufzeit bei alltäglichem Gebrauch – damit läuft die Apex Pro Premium an der Spitze mit, wenn es um Ausdauer geht. Die Multisport-GPS-Uhr der US- amerikanischen Marke COROS hält im GPS-Modus 40 Stunden durch. Extrembedingungen ändern daran nichts: Kälte bis minus 10 Grad und Hitze bis 60 Grad Celsius lassen die Uhr unbeeindruckt. Die Fassung aus Titan, das Gehäuse aus Aluminium und das Display aus Saphirglas schenken dem 59 Gramm leichten Modell einen robusten, langlebigen Charakter. Die Marke fertigt die Sportuhr für Athleten und Athletinnen mit langem Atem und Abenteuerlaune. Ihr Gewicht spürt man kaum, ihr Inneres ist auf Hochleistung getrimmt. Sie misst zuverlässig und exakt die Herzfrequenz, die Sauerstoffsättigung im Blut und den Kalorienverbrauch. Barometer, Höhenmesser und Kompass runden die hochwertige Ausstattung ab. COROS Digital Dial macht die Bedienung mit nur einem Finger simpel und schnell. Die Bedienbarkeit funktioniert intuitiv. Zudem ist die Uhr wasserdicht. Technisch ist das Modell Apex Pro Premium kompatibel mit allen gängigen Applikationen.

Key Facts

Coros Apex Premium Pro GPS-Multisport-Uhr © coros.com / xc-run.de
  • Lünette aus Titan, Display aus Saphirglas
  • Atmungsaktives und schnell trocknendes Nylon- oder Silikonband
  • 40 Stunden GPS-Akku Laufzeit
  • 30 Tage Batterie für regulären Gebrauch
  • Pulsoximeter zur Blutsauerstoffmessung
  • Herzfrequenzmessung am Handgelenk
  • Barometer, Höhenmesser und Kompass
  • Touchscreenfähige Navigation
  • Straßen-, Berg-, Winter- und Wassersportmodi
  • Farben: schwarz, silber und weiß (Silikon- und Nylonarmbänder in verschiedenen Farben)
  • UVP: 499 €
  • Brustgurt: Nicht enhalten
  • Infos: www.coros.com/de

Das sagt die xc-run.de Redaktion

Erster Eindruck

Gerade bei GPS-Uhren ist die Markentreue der Sportler*Innen extrem hoch. Zu sehr hat man sich beim täglichen Einsatz an das bewährte Modell gewöhnt, zu eingespielt sind die Abläufe, wenn es darum geht ein Training aufzuzeichnen, hochzuladen und zu analysieren. Out-of-the-Box überzeugt uns der amerikanische Hersteller Coros mit seiner Apex Pro Premium Multisport Watch auf Anhieb: Eine hochwertige Titan-Fassung, wasserdichtes Saphirglas und das Gewicht von nur 59 g (Zum Vergleich: Die Suunto Baro 9 liegt bei 81 g) inklusive des angenehm zu tragenden Silikonarmbandes machen neugierig.

Ein Smartphone und der Download der zugehörigen App sind obligatorisch – ohne geht bei den modernen Sportuhren nichts mehr. 

Praxistest auf Trails

Coros Apex Premium Pro GPS-Multisport-Uhr © Michael Rackl

Nach kurzer Eingewöhnung ist die Bedienung der Uhr äußerst intuitiv und komfortabel. Der farbige Touchscreen in Verbindung mit einem Drehknopf (Krone) ermöglichen ein Zoomen der Strecke sowie eine situationsabhängige Bedienbarkeit sämtlicher Funktionen.

Im Trainingsmodus lassen sich mehr als 200 Übungen auswählen, um ein individuelles Lauf-, Fahrrad-, Schwimm-, oder Krafttraining zu kreieren. Das Workout kann dabei direkt über die Uhr oder über die App erstellt und fertig heruntergeladen werden. Auch fertige Trainingspläne und -wochen können über Trainingspeaks erstellt und auf die Uhr geladen werden. Hier überzeugen ein paar Kleinigkeiten, die zeigen, dass bei der Entwicklung der Uhr wirkliche Sportler ihre Finger im Spiel hatten. So wurde z. B. beim Bahntraining-Modus ein spezieller Algorithmus verwendet, der sicherstellt, dass die Runden auf der Bahn korrekt gemessen werden. Auch die Planung und Durchführung jeglicher Art von Intervalltraining erfolgt sehr intuitiv und individuell. Der Start des neuen Abschnitts kann sowohl zeitlich definiert als auch per Knopfdruck aktiviert werden. Ein Vibrationsalarm in den letzten fünf Sekunden vor oder nach dem jeweiligen Intervall erspart lästige Kontrollblicke. Ein weiteres Plus im Praxistest ist der Multisportmodus: Nach der Auswahl stellt man bequem die Sportarten ein, was auch das problemlose Aufzeichnen einer Bike-to-Trail-Einheit erlaubt.

Stark für Trailrunner auch der Nachtmodus: Hier bleibt die Hintergrundbeleuchtung während des gesamten Trainings aktiv. Das Licht ist hell genug, um das Display nachts angenehm lesen zu können und gleichzeitig so gedimmt, dass die starke Akkulaufzeit von ca. 40 Stunden (im GPS-Modus) kaum beeinflusst wird. Apropos Akku-Laufzeit: Im Normalbetrieb hält die Apex Pro gut 30 Tage durch. Ein UltraMax-Modus werden die oben genannten 40 Stunden auch noch klar übetroffen.

Schönes Gimmick, aber für mich als Mittelgebirgsläufer meist zweitrangig ist die 24/7 Blutsauerstoffmessung in Verbindung mit dem Höhen-Modus. Für Bergsteiger liefert die Uhr hier stündliche Akklimatisierungsbewertungen. Sehr gut funktioniert auch der Wattmesser. Als jahrelanger Nutzer des Stryd Powermeters, habe ich doch einige Erfahrung im Messen und Auswerten von wattgesteuertem Training. Gerade hier liefert Coros sehr brauchbare Daten. Weniger zuverlässig (wie bisher bei jeder getesteten Uhr sämtlicher Hersteller) klappte die HR-Messung am Handgelenk. Die Werte sind gut in Ruhe, beim Radfahren oder sehr lockerem Training. Wenn es jedoch auf Trails zur Sache geht (und die Uhr entsprechend wackelt) ist ein Brustgurt unerlässlich. Die damit verbundene Kopplung (Wahoo) klappte übrigens ausgezeichnet.

Ansonsten bietet die Coros Apex Pro neben der barometrischen Höhenmessung und guten Navigation, sämtliche Funktionen, wie man sie von Highend GPS-Multisport-Uhren erwartet und auch von Suunto, Garmin oder Polar gewohnt ist. Die Uhr arbeitete im dreimonatigem Dauertest extrem zuverlässig, bot exzellenten GPS-Empfang und auch die App machte einen richtig guten Job. Das wohl größte Lob: Nach dem Test habe ich die Apex Pro gleich anbehalten und bin ihr seitdem treu geblieben.

Fazit

Eine GPS-Multisport-Uhr die von Athleten für Athleten entwickelt wurde und vor allem im Praxiseinsatz durch intuitive Bedienbarkeit, Zuverlässigkeit und exzellenten Trageeigenschaften besticht. Der Preis von 499 € liegt dabei deutlich unter den Topmodellen anderer Hersteller, mit denen sich die Apex Pro jederzeit messen kann.

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