GGUT 2022: Harte Bedingungen und Überraschungssieger

Start zum GGUT110 2022 © Philipp Reiter

1.412 Läuferinnen und Läufer aus 41 Nationen auf fünf technisch anspruchsvollen Distanzen machten die siebte Auflage des Grossglockner ULTRA-TRAIL® powered by DYNAFIT (GGUT) zu einem internationalen Wettkampf-Wochenende der Superlative. Der Start-Ziel-Bereich mit hochkarätiger Expo rückte in diesem Jahr auf den Salzburger Platz in das Zentrum Kapruns. 

Den GGUT 110 konnten die beiden Deutschen Alexander Marcel Westenberger (Team Schamel) und Basilia Förster (Team xc-run.de) für sich entscheiden. Beim GGT 55 lief der erst 20-jährige DYNAFIT-Athlet Konstantinos Paradeisopoulos(GRC) wenige Minuten vor dem Südtiroler Andreas Reiterer (Asics) überraschend auf Platz 1.

Basilia Förster und Alexander Westenberger sind die Gewinner

Am Freitag, 29. Juli startete der GWT 35 um 8 Uhr, die Athlet:innen der Königsklasse über 110 Kilometer gingen um 22 Uhr auf die Strecke. Die Startschüsse für die weiteren Strecken fielen am Samstag, 30. Juli. Den GGUT 110 konnten die beiden Deutschen Alexander Marcel Westenberger (Team Schamel) und Basilia Förster (Team xc-run) für sich entscheiden. Beim GGT 55 lief der erst 20-jährige DYNAFIT-Athlet Konstantinos Paradeisopoulos (GRC) wenige Minuten vor dem Südtiroler Andreas Reiterer (Asics) überraschend auf Platz 1.

Andrea Zogsberger und Josef Grundbichler gewinnen den Gletscherwelt Trail GWT 35

Das Wettkampfwochenende läutete der Gletscherwelt Trail mit 37 Kilometern Länge und 1.500 Höhenmetern ein. Für fast 500 Sportler:innen ging es nach dem Start am Enzingerboden in der Weissee Gletscherwelt zunächst steil hinauf zur Rudolfshütte, über das technisch anspruchsvolle Kapruner Törl (2.693 m) und vorbei an den Stauseen über Mooserboden nach Kaprun. Der 1. Platz ging nach Österreich: DYNAFIT-Trailhero Andrea Zogsberger aus Oberösterreich und Josef Grundbichler aus Golling an der Salzach entschieden das Rennen für sich. Auf Platz 2 und 3 liefen Christina Stadelmann (AUT) und Janina Weber (GER). Bei den Herren wurde Salomon-Teamläufer Maximilian Grieser (GER) Zweiter vor Ultraläufer und Red Bull-Athlet Florian Neuschwander (GER).

Harte Bedingungen und Überraschungssieger bei OTT 80 und GGT 55

Beim Großglockner Trail (57 Kilometer und 3.500 Höhenmeter) lieferten sich der Grieche Paradeisopoulos und der Südtiroler Reiterer (Team Asics) ein spannendes Duell über etliche Kilometer. Der 20-jährige DYNAFIT-Athlet konnte sich durchsetzen und sicherte sich mit einem Vorsprung von weniger als drei Minuten den Sieg. „Reiterer war schneller in den Downhills, deswegen musste ich die Entscheidung im letzten Uphill suchen“, sagte der Grieche, der noch einige hochklassige Rennen auf seinem Programm hat, später. „Ich liebe lange Rennen, auch deswegen bin ich gerne nach Kaprun gekommen!“ Platz 3 ging ebenfalls nach Südtirol, an Tobias Geiser (Team Mountainshop Hörhager). Bei den Damen bleib ebenfalls bis zum Schluss spannend, wer das Rennen macht. Die Ukrainerin Iryna Glushauskaite (Team Glory to Ukraine!) lief beim GGT 55 nur wenige Minuten vor DYNAFIT-Trailhero Miria Meinheit (GER) und der Drittplatzierten Michaela Portenkirchner (AUT) auf den ersten Platz.

Auf der 84-Kilometer langen Distanz OTT 80 liefen die Erstplatzierten Kopf an Kopf – das Duell entschied Jordi Gamito Baus (Team Brooks) für sich. Der Spanier, der als Top-Favorit in das Rennen startete, war fast 12 Minuten vor Darwishi Hekmatullah im Ziel. Der in Österreich lebende Afghane belegte einen starken zweiten Platz. Den 3. Platz sicherte sich Manuel Herkommer (GER). Beim OTT 80 gab es einen Österreichischen Dreifachsieg: Salomon-Athletin Marie-Luise Mühlhuber aus Axams lief auf Platz 1 vor Stefanie Gaul und Veronika Haas (ehem. Limburger, Team Mountainshop Wien).

Gute Stimmung trotzt Regen, Wind und Kälte auf der Königsdisziplin GGUT 110

Mit vielen Zuschauern und bei bester Stimmung starteten mehr als 200 Athlet:innen um 22 Uhr mitten im Zentrum Kapruns auf die Strecke, die mit 6.500 Höhenmetern und 110 Kilometern durch 3 Bundesländer, 7 Täler, 6 Gemeinden und vorbei an 14 Gletschern führt. Die harten Bedingungen mit Regen, Wind und Temperaturen bis zu 5 Grad erschwerten den technisch anspruchsvollen Trail-Wettkampf. Alexander Marcel Westenberger (Team Schamel) konnte sich den Sieg mit einer sensationellen Zeit von 14:35.06 Stunden sichern. Mit mehr als 50 Minuten Abstand liefen seine deutschen Landsleute Daniel Keppler (Suunto) und Johannes Obermüller (Team Hypoxicum) ins Ziel. Red Bull-Athlet und Ultra- Radsportler Michael Strasser (AUT), der im vergangenen Jahr auf GGUT-Platz 8 lief, musste das Rennen in diesem Jahr abbrechen. Die schnellste Dame auf der Königsdistanz war die Deutsche Basilia Förster (xc-run) vor der Österreicherin Martina Pölzelbauer, die mit mehr als 3 Stunden Abstand hinter Förster das Ziel erreichte. Auf den dritten Platz lief Joanna Kopciowska-Watroba (PL).

„Die Wetterverhältnisse in der Nacht hatten es in sich“, sagte Westenberger im Ziel. „Es war kalt, windig und nass und diese drei Komponenten machten den GGUT zu einem brutal harten Rennen.“ Daniel Keppler, dem beide Stöcke gebrochen waren, beschrieb den GGUT als herausfordernd und kalt, mit vielen Höhen und Tiefen, „da war alles dabei“. Und der drittplatzierte Obermüller freute sich, dass er sein Ziel, einen Podestplatz, erreicht hatte, „teilweise war ich bis zu den Knien im Wasser, aber was soll’s – schlechtes Wetter ist keine Ausrede, um nicht zu performen.“

Ergebnisse