Stockeinsatz: Alles Wissenswerte zum Thema Trailrunning Stöcke

Stockeinsatz beim Transalpine Run 2018 - hier mit dem Fixlängen Faltstock LEKI Micro Trail Pro © Peter Fankhauser

Faltstöcke, Fixstöcke, Faltstöcke mit fixer oder variabler Länge? Trigger Griffsystem oder doch lieber RCM? Trail Tip oder lieber die Speed Spitze? Carbon oder Aluminium? Trailrunningstöcke werden mit zunehmender Popularität der Sportart immer besser und variantenreicher. Längst ist Trailrunning ein eigenes Segment bei den Stockspezialisten: Speziell fürs Trailrunning entwickelte Stöcke zeichnen sich durch Leichtigkeit, kleines Packmaß, gute Kraftübertragung und extreme Biegesteifigkeit aus – vorbei die Zeiten in denen man Skistöcke, Trekking- oder Wanderstöcke zum Laufen benutzte. Doch welcher Stock passt zu mir und wie wird er eingesetzt? Mit diesem Artikel wollen wir ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.

Warum Trailrunning mit Stöcken?

Gerade bei langen Strecken mit An- und Abstiegen ist die muskuläre Belastung der Beine extrem. Durch gezielten Einsatz von Stöcken beim Laufen wird diese muskuläre Ermüdung der Beine verringert. Durch den zusätzlichen Vortrieb ist bergauf mehr Speed möglich und es kann über längere Zeit ein höheres Tempo gehalten werden. Vielen Läufern verleihen Stöcke auch Sicherheit und erhöhen die Trittsicherheit im Gelände.

 

Welche Stockkonstruktionen gibt es?

Leki Micro Trail Race © Leki

Da Trail Runner die Stöcke nicht die ganze Zeit über benötigen, sind Faltstöcke besonders beliebt. Diese lassen sich schnell in oder an einen Rucksack verstauen und sind ebenso schnell wieder einsatzbereit. Doch auch hier gibt es zwei Varianten. Bei Fixlängen Faltstöcken entscheidet man sich im Vorfeld für eine Länge (110 – 135 cm), die man anschließend auch nicht mehr anpassen kann.  Vorteile sind hier ein geringeres Gewicht und eine direkte und schnelle Fixierung. Zielgruppe ist der Wettkampfläufer, bei dem es auf jedes Gramm seiner Ausrüstung ankommt und der die Faltstöcke beim Dowhnhill auch wieder im Rucksack verstauen möchte.

Leki Micro Trail Vario © Leki

Aber auch variable Faltstöcke haben ihren Sinn. Sie glänzen durch ihr geringes Packmaß und sind durch die variable Längeneinstellung (100 bis 120cm oder 110 bis 130 cm) sehr vielseitig. Dadurch kann der Trailrunningstock bergab verlängert oder für alternative Sportarten wie Trekking oder (Ski)bergsteigen zweckentfremdet werden. Da man diese Flexibilität mit etwas mehr Gewicht bezahlt, sind Vario Faltstöcke vor allem Hobbyathleten zu empfehlen.

Leki Vertical K © Leki

Der dritte im Bunde ist der Fixlängenstock. Er kann nicht gefaltet oder in der Länge verstellt werden, ist dafür extrem leicht, extrem steif und bietet beste Kraftübertragung. Der Favorit bei Vertikals oder Skyraces mit Gipfelankunft. Oder auch für diejenigen Läufer, die Stöcke gerne das ganze Rennen über tragen und nicht im Rucksack verstauen möchten.

 

Welches Griffsystem macht Sinn?

Auch bei Griffsystemen scheiden sich Geister und Geschmäcker. Weit verbreitet ist natürlich das „normale“ Schlaufensystem, wie man es von jeder Art Stock kennt und gewohnt ist. Es ermöglicht ein variables, schnelles Umgreifen, eine meist runde Stützfläche am Griffkopf bietet zusätzliche Stützmöglichkeit und in Kombination mit einer Griffverlängerung bieten sich trotz Fixlänge des Stockes unterschiedliche Längenvariationen und Einsatzmöglichkeiten. Für Wettkämpfer und ambitionierte Trailrunner bietet sicherlich das LEKI eigene Trigger Shark 2.0 System viele Vorteile. Der Läufer „verschmilzt“ quasi mit seinen Stöcken, was zu optimaler Kraftübertragung und perfektem Schwungverhalten führt.

 

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